Pralsetinib

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  • 07.09.2020 FDA-Zulassung von Gavreto (Pralsetinib) für die Behandlung von Erwachsenen mit metastasierendem RET-fusionspositivem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

Pralsetinib erzielt hohe Ansprechraten bei fortgeschrittenen Krebsarten mit RET-Genfusionen

31.05.2020 Die zielgerichtete Therapie Pralsetinib scheint bei Patienten mit verschiedenen Tumoren mit RET-Genfusionen hohe Ansprechraten und dauerhafte Aktivität zu erzielen laut den auf dem 2020 American Society of Clinical Oncology Annual Meeting veröffentlichten Ergebnissen der internationalen Phase I/II-Studie ARROW.

Bei Patienten mit RET-fusionspositivem Schilddrüsenkrebs erreichte Pralsetinib eine Gesamtansprechrate (ORR) – Hinweis für eine Tumorschrumpfung – von 91% und eine Disease-Control-Rate (DCR) – Hinweis auf eine Tumorschrumpfung oder stabile Erkrankung – von 100%. Bei allen anderen in die Kohorte aufgenommenen Tumorarten ergab Pralsetinib eine ORR von 50% und eine DCR von 92%.

Die Präsentation von Vivek Subbiah vom The University of Texas MD Anderson Cancer Center umfasste Daten von 13 Patienten mit RET-fusionspositivem Schilddrüsenkrebs und 14 Patienten mit anderen RET-fusionspositiven Krebsarten, darunter Bauchspeicheldrüsenkrebs, Cholangiokarzinom, Eierstockkrebs, Darmkrebs und andere. Nahezu alle Patienten hatten eine Erkrankung im Stadium IV und waren unter den verfügbaren Standardtherapien fortgeschritten oder rezidiviert.

Bei den Patienten mit RET-fusionspositivem Schilddrüsenkrebs lag die Behandlungsdauer zwischen drei und 22 Monaten, und 70% der Patienten, die auf das Medikament ansprachen, blieben in der Therapie.

Bei anderen fusionspositiven RET-Krebsarten sprachen alle Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (3) und Cholangiokarzinom (2) in der Studie teilweise auf die Behandlung an. Die Behandlungsdauer reichte von zwei bis 21 Monaten, und 67% der Patienten, die auf Pralsetinib ansprachen, blieben in der Behandlung.

Darüber hinaus war die Behandlung mit Pralsetinib bei allen Patienten in der Kohorte gut verträglich, erklärte Subbiah. Pralsetinib war in der Gesamtbevölkerung durchweg sicher, und die Mehrzahl der unerwünschten Ereignisse waren geringgradig. Keiner der Patienten in der Sammelkohorte brach die Therapie wegen behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse ab, erklärte Subbiah.

Weitere Kohorten der ARROW-Studie fokussierten sich auf Patienten mit RET fusionspositivem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und RET-mutiertem medullären Schilddrüsenkarzinom.

Die Daten aus der Kohorte mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, die auf eine ORR von 65% und eine DCR von 93% hindeuteten, wurden ebenfalls auf der ASCO-Jahrestagung vorgestellt.

Die Ergebnisse aus den Kohorten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs wurden der U.S. Food and Drug Administration zur Zulassung von Pralsetinib bei diesen Patienten vorgelegt.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The University of Texas MD Anderson Cancer Center.



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