Psoriasis-Arthritis – Medikamente

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Definition, Beschreibung, Symptome der Psoriasisarthritis

Bei der psoriatischen Arthritis (oder Psoriasisarthritis; PsA) handelt es sich um eine langfristig entzündliche Arthritis, die bei Menschen auftritt, die von der Autoimmunerkrankung Psoriasis betroffen sind.

Das klassische Merkmal der Psoriasis-Arthritis ist das Anschwellen ganzer Finger und Zehen mit wurstähnlichem Aussehen. Dies geschieht oft im Zusammenhang mit Veränderungen der Nägel, wie z.B. kleinen Vertiefungen im Nagel, Verdickung der Nägel und Ablösung des Nagels vom Nagelbett.

Hautveränderungen im Einklang mit Psoriasis (z.B. rote, schuppige und juckende Plaques) treten häufig vor Beginn der psoriatischen Arthritis auf, aber die PsA kann bei 15% der betroffenen Personen dem Ausschlag vorausgehen.

Liste der Medikamentengruppen, die bei PsA eingesetzt werden

Liste der Medikamente, die bei PsA zum Einsatz kommen

Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis
im linken Ellenbogen

Empfehlungen für die medikamentöse Behandlung von Psoriasis-Arthritis entwickelt

10.12.2018 Es wurden Empfehlungen für die pharmakologische und nicht-pharmakologische Behandlung der psoriatischen Arthritis (PsA) entwickelt; der evidenzbasierte Leitfaden wurde am 30. November in der Zeitschrift Arthritis & Rheumatology online veröffentlicht.

Dr. Jasvinder A. Singh von der Universität Alabama in Birmingham und Kollegen haben die Nachweise für den Nutzen und Schaden der verfügbaren medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungen für Psoriasis-Arthritis zusammengefasst und eine Leitlinie zur PsA-Kontrolle entwickelt.

Die Autoren präsentieren Empfehlungen für die Kontrolle von aktiver Psoriasisarthritis bei behandlungsnaiven Patienten und solchen, die trotz Behandlung eine Psoriasis-Athritis behalten haben (behandlungsresistent).

Medikamentöse Behandlung

Die Richtlinie befasst sich mit der Verwendung von oralen niedermolekularen (OSM) Präparaten, Tumornekrosefaktor-Inhibitoren (TNF), Interleukin-12/23-Inhibitoren (IL-12/23i), IL-17-Inhibitoren, CTLA4-Ig (Abatazept) und einem JAK-Inhibitor (Tofacitinib).

Treat-to-Target-Strategie

Zu den Empfehlungen gehören die Anwendung einer Treat-to-Target-Strategie für erwachsene Patienten mit aktiver psoriatischer Arthritis und der Behandlungsbeginn eher mit einem TNF als einem OSM, einem IL-17-Inhibitor Biologikum, und einem IL-12/23i Biologikum.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Bewegung wird empfohlen, ebenso wie die Einstellung des Rauchens und die Gewichtsabnahme bei übergewichtigen/adipösen Patienten.

Insgesamt waren 6 Prozent der Empfehlungen stark und 94 Prozent bedingt, und zeigten, wie wichtig eine aktive Erörterung zwischen Gesundheitsdienstleistern und Patienten für die Auswahl der optimalen Behandlung ist.

Treat-to-Target ist der Schlüssel, denn er umfasst alle klinischen Szenarien und nicht eine bestimmte klinische Situation, sagte Singh. Die vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die irreversiblen Gelenkschäden, die damit verbundenen funktionellen Einschränkungen, Gelenkdeformationen und Behinderungen im Zusammenhang mit PsA möglicherweise vermieden/verzögert werden könnten, wenn ein optimales Krankheitsmanagement mit einem gezielten Ansatz durchgeführt würde.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Arthritis & Rheumatology – https://doi.org/10.1002/art.40726



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