Reyvow Infos

FDA genehmigt Reyvow für Patienten mit Migräne

12.10.2019 Die U.S. Food and Drug Administration hat Reyvow (Lasmiditan) Tabletten zur akuten (aktiven, aber kurzfristigen) Behandlung von Migräne mit oder ohne Aura (ein sensorisches Phänomen bzw. Sehstörung) bei Erwachsenen zugelassen. Reyvow wurde nicht für die präventive Behandlung von Migräne zugelassen.

Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Reyvow bei der Akutbehandlung von Migräne wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien nachgewiesen. Insgesamt 3.177 erwachsene Patienten mit einer Migräne-Vorgeschichte mit und ohne Aura wurden in diesen Studien bei Migräneattacken mit Reyvow behandelt.

In beiden Studien war der Anteil der Patienten, deren Schmerzen gelindert und deren lästigstes Migränesymptom (Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder Schallempfindlichkeit) zwei Stunden nach der Behandlung behoben wurde, bei Patienten, die Reyvow in allen Dosen erhielten, signifikant höher als bei mit einem Placebo behandelten Patienten.

Obwohl die Patienten zwei Stunden nach der Einnahme von Reyvow ein Notfallmedikament einnehmen durften, waren Opioide, Barbiturate, Triptane und Mutterkornpräparate innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung des Studienmedikaments nicht erlaubt. 22 Prozent der Patienten nahmen ein präventives Medikament gegen Migräne.

Warnhinweise, Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Reyvow besteht das Risiko einer Beeinträchtigung des Fahrverhaltens. Den Patienten wird empfohlen, nach der Einnahme von Reyvow mindestens acht Stunden lang keine Maschinen zu fahren oder zu bedienen, auch wenn sie sich dazu imstande fühlen. Patienten, die diesem Rat nicht folgen können, wird empfohlen, Reyvow nicht einzunehmen.

Das Medikament verursacht eine Dämpfung des Zentralnervensystems (ZNS), einschließlich Schwindel und Sedierung. Es sollte mit Vorsicht verwendet werden, wenn es in Kombination mit Alkohol oder anderen ZNS-Depressiva eingenommen wird.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die Patienten in den klinischen Studien berichteten, waren Schwindel, Erschöpfung, ein brennendes oder prickelndes Gefühl in der Haut (Parästhesie) und Sedierung.
© arznei-news.de – Quellenangabe: FDA



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