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Rheumatoide Arthritis: DMARD u. Autoimmunerkrankung der Schilddrüse

Krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) und Risiko einer mit Thyroxin behandelten Autoimmunerkrankung der Schilddrüse bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Rheumatoide Arthritis: DMARD u. Autoimmunerkrankung der Schilddrüse

28.12.2023 Krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) könnten das Auftreten einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung (AITD) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) verhindern, so eine kürzlich im Journal of Internal Medicine veröffentlichte Studie.

Dr. Kristin Waldenlind vom Karolinska Institutet in Stockholm und ihre Kollegen untersuchten, ob DMARD, wie sie bei RA eingesetzt werden, das Risiko für das Auftreten von AITD senken könnten. Die Analyse umfasste 13.731 Patienten mit neu aufgetretener RA aus dem schwedischen Qualitätsregister für Rheumatologie (2006 bis 2018) und 63.201 Kontrollpersonen aus der Allgemeinbevölkerung.

  • Die Forscher fanden heraus, dass 2,3 Prozent der RA-Patienten und 2,9 Prozent der Allgemeinbevölkerung eine AITD entwickelten, was einer Inzidenz von 3,7 bzw. 4,6 pro 1.000 Personenjahre entspricht (Hazard Ratio: 0,81).
  • Das geringere Risiko für das Auftreten von AITD bei RA-Patienten war bei Patienten, die mit biologischen DMARD behandelt wurden, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung am stärksten ausgeprägt (Hazard Ratio: 0,54).
  • Bei den RA-Patienten, die mit biologischen DMARD behandelt wurden, waren die Tumornekrosefaktor-Inhibitoren mit dem deutlichsten Rückgang der AITD verbunden (Hazard Ratio: 0,67).

„Im Gegensatz zur erhöhten Prävalenz von AITD bei RA-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass das Risiko einer AITD nach der RA-Diagnose abnimmt“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of Internal Medicinehttps://doi.org/10.1111/joim.13743

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