Rivaroxaban (Xarelto) bei Krebs, Krebspatienten

KurzInfo

News – Krebs, Krebspatienten

Reduziert Blutgerinnsel und damit verbundene Todesfälle bei Krebskranken

04.12.2018 Eine Studie der Cleveland Clinic stellte fest, dass Rivaroxaban (Handelsname ist Xarelto) zur Behandlung von venösen Thromboembolien (VTE – Blutgerinnsel im Venensystem) signifikant VTE und VTE-assoziierte Todesfälle bei ambulanten, gefährdeten Krebspatienten reduzierte, während sie den oralen Blutverdünner einnahmen.

Blutgerinnsel

Während der Behandlungszeit traten Blutgerinnsel seltener (2,62 Prozent) bei Krebspatienten auf, die Rivaroxaban einnahmen, verglichen mit 6,41 Prozent in der Placebogruppe. Während des gesamten Studienzeitraums – zu dem auch eine 180-tägige Beobachtung nach Absetzen des Medikaments gehörte – verringerte sich jedoch der Unterschied bei Blutgerinnseln, die bei 5,95 Prozent der Patienten in der Rivaroxaban-Gruppe auftraten, verglichen mit 8,79 Prozent in der Placebogruppe.

Mortalität

Die Wahrscheinlichkeit, unter Rivaroxaban zu sterben, war geringer – 23,1 Prozent, verglichen mit 29,5 Prozent in der Placebogruppe für den kombinierten Endpunkt von Tod durch alle Ursachen und VTE. Schwere Blutungen, eine gefährliche Nebenwirkung von Antikoagulantien, traten bei weniger als 2 Prozent der Patienten auf – auf dem gleichen Niveau wie bei der prophylaktischen Antikoagulation bei Krebspatienten.

Der primäre Endpunkt der doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten, parallelgruppen- und multizentrischen Studie war der VTE- oder VTE-assoziierte Tod. Die Patienten wurden 1:1 auf Rivaroxaban 10 mg einmal täglich oder Placebo für 180 Tage randomisiert und zu Beginn der Studie auf Gerinnsel untersucht.

Dies signalisiert eine Veränderung der Präventionsansätze für krebsassoziierte VTE, sagt Dr. Alok Khorana. „Wir treten in eine neue Ära direkter oraler Antikoagulanzien ein.“

Die Studienergebnisse sollten zukünftige Empfehlungen zur Prävention von Blutgerinnseln bei gefährdeten ambulanten Krebspatienten unterstützen, schließen die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Cleveland Clinic