Sotorasib-Kombinationen bei KRAS-G12C-mutierten Krebserkrankungen

Neue Daten zu Kombinationen mit LUMAKRAS™ (Sotorasib) aus der Phase-1b-Studie CodeBreaK 101 bei Patienten mit KRAS G12C-mutierten Krebserkrankungen

09.10.2021 Amgen hat neue Studienergebnisse aus der Phase-1b-Studie CodeBreaK 101 bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um eine umfassende globale Master-Protokoll-Studie, in der Sicherheit und Wirksamkeit von LUMAKRAS™ (Sotorasib), dem ersten und bislang einzigen zugelassenen KRASG12C-Inhibitor, in mehr als 10 verschiedenen Kombinationsschemata zur Behandlung von Patienten mit KRAS-G12C-mutierten Krebserkrankungen untersucht wird.

Die Ergebnisse von zwei Studienarmen – LUMAKRAS mit Afatinib, einem Pan-ErbB-Tyrosinkinase-Inhibitor, und LUMAKRAS mit Trametinib, einem Mitogen-aktivierten Proteinkinase-Inhibitor (MEKi) – wurden auf der AACR-NCI-EORTC 2021 Virtual International Conference on Molecular Targets and Cancer Therapeutics vorgestellt.

LUMAKRAS in Kombination mit Afatinib (Abstract LBA6581)

In den LUMAKRAS- und Afatinib-Kombinationsarm wurden 33 stark vorbehandelte Patienten mit KRAS G12C-mutiertem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) aufgenommen, darunter fünf Patienten, die zuvor mit einer LUMAKRAS-Monotherapie behandelt wurden. Zehn Patienten erhielten 20 mg Afatinib/960 mg Sotorasib (Kohorte 1; 4 Patienten mit vorheriger LUMAKRAS-Erfahrung) und 23 Patienten erhielten 30 mg Afatinib/960 mg Sotorasib (Kohorte 2; 1 Patient mit vorheriger LUMAKRAS-Erfahrung). Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 20% in Kohorte 1 und 35% in Kohorte 2, und die Krankheitskontrollrate lag bei 70% bzw. 74% in den beiden Kohorten.

Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (TRAE) in dieser Studie waren Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen. TRAE des Grades 3 traten bei 30 % der Patienten in beiden Dosisgruppen auf, wobei Diarrhö am häufigsten war.

LUMAKRAS in Kombination mit Trametinib (Abstract LBA6580)

In der CodeBreaK 101-Studie zeigte die Kombination von LUMAKRAS und Trametinib Antitumoraktivität bei stark vorbehandelten Patienten mit KRAS-G12C-mutierten soliden Tumoren, einschließlich derer mit vorheriger Behandlung mit einem KRASG12C-Inhibitor. Insgesamt wurden 41 Patienten in die Phase-1b-Studie aufgenommen, darunter 18 Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), 18 Patienten mit kolorektalem Karzinom (CRC) und fünf Patienten mit anderen soliden Tumoren. Die getestete maximal verträgliche Dosis betrug 2 mg Trametinib/960 mg Sotorasib bei täglicher Verabreichung.

Bei CRC-Patienten, die nicht mit einem KRASG12C-Inhibitor behandelt wurden, erreichten 9 % ein partielles Ansprechen (1 von 11) und 82 % eine Krankheitskontrolle (9 von 11). Bei Patienten, die zuvor mit einem KRASG12C-Inhibitor behandelt worden waren, erreichten 14 % ein partielles Ansprechen (1 von 7) und 86 % eine Krankheitskontrolle (6 von 7).

Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, die nicht mit einem KRASG12C-Inhibitor behandelt wurden, erreichten 20% ein partielles Ansprechen (3 von 15) und 87% eine Krankheitskontrolle (13 von 15). Bei den Patienten, die zuvor mit einem KRASG12C-Inhibitor behandelt worden waren, erreichten 67 % eine Krankheitskontrolle (2 von 3).

Die häufigsten TRAE in dieser Studie waren Durchfall, Hautausschlag, akneiforme Dermatitis, Übelkeit und Erbrechen. Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken festgestellt.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Amgen





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