Spironolacton

Spironolacton (Handelsnamen: Aldactone, Jenaspiron, Osyrol, Spirobene, Verospiron, Xenalon) ist ein kaliumsparendes Diuretikum und durch seinen Einsatz kommt es zu einer erhöhten Wasserausscheidung und dadurch zu einem Absinken des Blutdrucks. Das Medikament wird eingesetzt bei erhöhtem Aldosteronspiegel, chronischer Herzinsuffizienz.

Alternative zu Antibiotika bei der Behandlung von Akne?

04.06.2018 Forscher der Perelman School of Medicine an der Universität Pennsylvania haben herausgefunden, dass das Diuretikum Spironolacton genauso wirksam sein könnte wie Antibiotika bei der Behandlung von Akne bei Frauen.

Spironolacton

Spironolacton

Die Studie, die diesen Monat im Journal of Drugs and Dermatology veröffentlicht wurde, zeigt, dass Patientinnen, denen ursprünglich Spironolacton verschrieben wurde, innerhalb eines Jahres zu einem anderen Medikament mit fast der gleichen Rate wie diejenigen wechselten, denen Antibiotika verschrieben wurden.

Der Wechsel der verschreibungspflichtigen Medikamente ist ein Indikator für die Ineffektivität, da der Wechsel oft das Ergebnis eines Therapieversagens aufgrund mangelnder Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Kosten oder anderer Faktoren ist, schreiben die Forscher.

Wirkweise

Spironolacton, das u.a. unter dem Namen Aldactone vermarktet wird, ist derzeit zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Erkrankungen zugelassen, die dazu führen, dass Menschen Flüssigkeit zurückhalten.

Es blockiert die Effekte der männlichen Hormone wie Androgen, was bedeutet, dass es keine Option ist, Akne bei Männern zu behandeln. Jedoch können die gleichen anti-hormonellen Effekte helfen, Akneausbrüche bei Frauen zu verhindern. Infolgedessen verwenden es einige Dermatologen, um Aknepatientinnen zu behandeln.

Studie

Die Forscher verglichen Daten von 6.684 Frauen und Mädchen, die Spironolacton einnahmen, mit 31.614, denen Antibiotika verschrieben wurden.

Innerhalb eines Jahres hatten 14,4 Prozent der Spironolacton-Patientinnen und 13,4 Prozent der Antibiotikapatienten auf alternative Behandlungsmethoden umgestellt, was darauf hindeutet, dass jede Behandlung fast gleich lang wirksam war, obwohl Antibiotika der Tetracyclin-Klasse fünfmal häufiger verschrieben werden.

Zusätzlich wies Studienautor John S. Barbieri auf mehrere Forschungsarbeiten hin, die zeigen, dass der langfristige orale Antibiotika-Einsatz mit Antibiotikaresistenz, Lupus, entzündlichen Darmerkrankungen und sogar Darm- und Brustkrebs in Verbindung gebracht werden kann.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of Drugs and Dermatology



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