Statine gegen Zahnfleischerkrankungen

Studie mit Zahnfleischzellen zeigen geringere Anzeichen für Parodontalerkrankungen durch Simvastatingabe

Statine gegen Zahnfleischerkrankungen

26.03.2024 Kann die Einnahme von Statinen nicht nur den Arterien, sondern auch dem Zahnfleisch zugute kommen? Eine neue Studie mit Zellkulturen konnte zeigen, dass cholesterinsenkende Medikamente dazu beitragen, die mit Parodontalerkrankungen verbundenen Entzündungen zu hemmen, indem sie das Verhalten von Makrophagen, einer Art von Immunzellen, verändern.

Die Studie legt nahe, dass diese Medikamente die Gesundheit des Zahnfleisches verbessern und das Risiko für Herzerkrankungen verringern. Subramanya Pandruvada, Assistenzprofessor am College of Dental Medicine an der Medical University of South Carolina, leitete die Studie.

„In unserer Studie haben wir bestimmte Bedingungen der Parodontalerkrankung nachgestellt und gezeigt, dass die Gabe von Statinen in unserem In-vitro-Modell die Reaktion der Makrophagen verändert“, sagte Pandruvada. „So konnten wir untersuchen, wie Medikamente wie Statine bei der Behandlung von Entzündungen wie Parodontitis helfen können.“

Pandruvada präsentiert die neuen Forschungsergebnisse auf der Discover BMB, der Jahrestagung der American Society for Biochemistry and Molecular Biology in San Antonio.

Zu den derzeitigen Behandlungsmethoden für fortgeschrittene Parodontalerkrankungen gehören Antibiotika, Tiefenreinigungen von Zahn- und Wurzeloberflächen sowie verschiedene chirurgische Verfahren. Forscher haben nach neuen Wegen gesucht, um Zahnfleischerkrankungen durch weniger invasive Behandlungsstrategien zu lindern.

Weniger Anzeichen für Parodontitis

Einige frühere Studien haben gezeigt, dass bei mit Statinen behandelten Personen weniger Anzeichen für Parodontitis auftreten als bei Personen, die keine Statine einnehmen. Die neue Studie ist die erste, die die biochemischen Wege nachzeichnet, über die Statine die parodontale Entzündung zu reduzieren scheinen.

„Die neuere Parodontal-Literatur hat die positiven Auswirkungen von Statinen in Verbindung mit der traditionellen Parodontaltherapie gezeigt“, so Pandruvada. „Unsere Studie zeigt jedoch einen neuen Ansatz auf, bei dem Statine speziell auf Makrophagen einwirken, was – über diesen Mechanismus – zur Behandlung von Parodontalerkrankungen beitragen kann.“

Makrophagen spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen im Körper, können aber auch Entzündungen verschlimmern, je nachdem, welche Form sie in den verschiedenen Phasen der Immunreaktion annehmen. Für die Studie züchteten die Forscher Makrophagen und Zahnfleischzellen zusammen und setzten sie verschiedenen Bedingungen aus. Sie stellten fest, dass die Exposition gegenüber Simvastatin, einem gängigen Statin, die Entzündungsreaktion der Makrophagen unterdrückte.

© arznei-news.de – Quellenangabe: American Society for Biochemistry and Molecular Biology

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