Tepotinib

Gezielte Therapie mit Tepotinib bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit MET-Exon-14-Skipping-Mutation zeigt dauerhaftes Ansprechen

31.05.2020 Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) und einer MET-Exon-14-Skipping-Mutation (METex14) wiesen eine objektive Ansprechrate von 46,5% auf das zielgerichtete Therapeutikum Tepotinib auf laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Die Studienergebnisse repräsentieren Kohorte A der einarmigen, internationalen Phase II-Studie VISION, die mit weiteren Kohorten läuft. Mehr als 6.700 NSCLC-Patienten wurden durch Flüssigkeits- und/oder Gewebebiopsie auf MET-Veränderungen vorab untersucht.

Insgesamt 152 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und METex14-Skipping wurden in der Studie von Paul K. Paik vom The University of Texas MD Anderson Cancer Center und Kollegen mit Tepotinib behandelt. Patienten mit einer Vorbehandlung und/oder stabilen Hirnmetastasen durften an der Studie teilnehmen. Die Teilnehmer wurden mit 500 mg oralem Tepotinib täglich behandelt.

Der primäre Endpunkt war die objektive Ansprechrate, definiert als vollständiges oder teilweises Ansprechen, gemäß den Kriterien von RECIST v1.1 und bestätigt durch eine unabhängige Überprüfung.

Nach neunmonatiger Nachbeobachtung hatte die primäre Wirksamkeitspopulation von 99 Patienten eine objektive Ansprechrate von 46,5% und ein dauerhaftes Ansprechen von 11,1 Monaten.

Die Toxizität war kontrollierbar, und 27,6% der Patienten berichteten über unerwünschte Ereignisse des Grades 3 im Zusammenhang mit der Behandlung.

Die häufigste Nebenwirkung war ein peripheres Ödem. Elf Prozent der Patienten brachen die Behandlung wegen unerwünschter Ereignisse ab.

Tepotinib wurde im September 2019 von der US-Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) auf der Grundlage früher Daten aus der VISION-Studie als ‘bahnbrechende Therapie’ eingestuft. Es wurde im März 2020 als erste orale zielgerichtete Therapie für MET-positiven NSCLC in Japan zugelassen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine.



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