Testosteron gegen Prostatakrebs

Testosteron verlangsamt das Wiederauftreten von Prostatakrebs bei Patienten mit geringem Risiko

17.03.2019 US-Forscher haben gezeigt, dass Testosteronersatz das Wiederauftreten von Prostatakrebs bei Patienten mit geringem Risiko verlangsamen kann laut einer auf dem Kongress der European Association of Urology in Barcelona vorgestellten Forschungsarbeit.

Nach der Primärbehandlung von Prostatakrebs mit radikaler Prostatektomie

Ab 2008 begann ein Ärzteteam der Universität California, Irvine unter der Leitung von Thomas Ahlering, sorgfältig Patienten für den Testosteronersatz nach der Primärbehandlung von Prostatakrebs mit robotergestützter radikaler Prostatektomie auszuwählen, in der Hoffnung, die Wiederherstellung der Sexualfunktion zu verbessern.

Das Team arbeitete mit 834 Patienten, die sich einer radikalen Prostatektomie unterzogen. Sie behandelten 152 Patienten mit geringem Risiko ohne Krankheitsnachweis mit einer Testosteronersatztherapie. Nach im Durchschnitt 3,1 Jahren nach der Operation testeten sie die Patienten auf ein biochemisches Wiederauftreten des Krebses, durch Messung der prostataspezifischen Antigenwerte (PSA) angezeigt.

Nach der Testosteron-Ersatztherapie

Sie fanden heraus, dass der Krebs nur bei etwa 5% der behandelten Patienten aufgetreten war, während der Krebs bei 15% der Patienten, die kein Testosteron erhielten, auftrat. Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen den Gruppen fanden sie insgesamt fast eine Verdreifachung um drei Jahre der Auftretensrate von Prostatakarzinomen.

Thomas Ahlering kommentiert, dass dies eine große Überraschung war. Nicht nur, dass der Testosteronersatz das Wiederauftreten nicht erhöht hat, er hatte auch die Wiederauftrittsraten tatsächlich gesenkt. Während das Testosteron den Prostatakrebs nicht an sich heilt, verlangsamt es das Wachstum des Krebses und gibt durchschnittlich 1,5 Jahre mehr, bevor Spuren von Krebs gefunden werden können.

Die Forscher wussten bereits, dass Testosteron bei physiologischen Markern wie Muskelmasse, besserem Cholesterin- und Triglyceridspiegel und erhöhter sexueller Aktivität helfen kann, so dass dies eine Win-Win-Situation zu sein scheint.
© arznei-news.de – Quellenangabe: European Association of Urology

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