Tocilizumab – Lungenerkrankung / Lungenfibrose

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Tocilizumab (RoActemra, Actemra) verhindert das Fortschreiten einer frühen systemischen Sklerose-assoziierten interstitiellen Lungenerkrankung

01.04.2021 Eine vom Michigan Medicine’s Scleroderma Program geleitete und in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatology veröffentlichte Studie ergab, dass Tocilizumab (RoActemra, Actemra) Lungenerkrankungen bei Patienten mit systemischer Sklerose verhindern oder aufhalten kann, wenn sie früh genug im Krankheitsverlauf erkannt werden.

Die systemische Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung und die schwerste Form der Sklerodermie, der Verdickung und Verhärtung der Haut. Sie kann innere Organe befallen und Lungenerkrankungen sind die häufigste Todesursache, sagt Studienautor Dinesh Khanna.

Wenn sie unerkannt und unbehandelt bleibt, können Patienten mit systemischer Sklerose einen raschen Rückgang der Lungenfunktion erleiden. Und leider ist diese Lungenerkrankung irreversibel, schreiben die Forscher.

Die FocuSSced-Studie war eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-3-Studie, die die Auswirkungen von Tocilizumab auf den Erhalt der Lungenfunktion bei Patienten mit leichter, mittlerer und schwerer Lungenvernarbung (Lungenfibrose) untersuchen sollte.

Das Forscherteam fand heraus, dass bei den 210 Studienteilnehmern die Behandlung mit Tocilizumab über einen Zeitraum von 48 Wochen im Vergleich zu Placebo die forcierte Vitalkapazität stabilisierte, d. h. die Gesamtmenge der bei forcierter Atmung ausgeatmeten Luft.

Die Studienergebnisse legen nahe, dass es für eine ausgewählte Gruppe von Patienten mit systemischer Sklerose ein Zeitfenster gibt, in dem das entzündungshemmende Medikament irreversible Lungenschäden aufhalten oder verhindern kann.

Und die FDA stimmt dem zu: Erst kürzlich hat sie Tocilizumab zur Verlangsamung der Abnahme der Lungenfunktion bei erwachsenen Patienten mit systemischer Sklerose-assoziierter interstitieller Lungenerkrankung zugelassen. Dennoch ist weitere Forschung nötig, um diese komplexe Krankheit besser zu verstehen, schreiben die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Arthritis & Rheumatology – doi.org/10.1002/art.41668.

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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