Methylprednisolon

Schmerzmittel – Entzündungshemmer – Corticosteroide

Methylprednisolon ist ein Corticosteroid bzw. Glukokortikoid und wird bei allergischen und Autoimmunerkrankungen, Hautkrankheiten und in der Krebs- und Schmerztherapie eingesetzt.

Tote in USA durch pilzverseuchtes Methylprednisolon

Soweit bekannt, sind gibt es bereits 64 Fälle von Meningitis aufgrund eines pilzverseuchten Schmerzmittels aufgetreten; es soll sich dabei um das Corticosteroid Methylprednisolon handeln. Es gab sieben Tote und die Zahl der Meningitis-Opfer steigt anscheinend weiter.

Pilz-Meningitis durch Rückenmarksinjektion

Methylprednisolon

Methylprednisolon

Patienten in mind. 23 Staaten der USA wurden gewarnt, dass die Rückenmarksinjektionen des Corticosteroids, die sie erhielten, eine seltene und tödliche Pilz-Meningitis übertrugen.

Alle Fälle sind verbunden mit Rückenmarksinjektionen eines Corticostereoids, genannt Methylprednisolon-Acetat. Das Medikament, ohne Konservierungsmittel, wird hergestellt von der Firma New England Compounding Center (NECC) in Framingham, Mass., USA.

Corticosteroide sind eine Gruppe von Steroiden, die in der Nebennierenrinde gebildet werden.

Symptome, Behandlung von Pilz-Meningitis

Es kann vier Wochen dauern, bis diese Symptome erscheinen. Wenn sie es tun, beginnen sie allmählich und können aussehen wie die Symptome anderer Infektionen:

  • Fieber
  • Neue oder sich verschlimmernde Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schlaganfallsymptome wie Schwäche und Verwirrung

„Es kann sein, dass Patienten leichte Symptome haben, die nicht Meningitis typisch sind“, sagt Park. „Wenn Patienten neue oder sich verschlechternde Symptome, auch leichte Symptome haben, sollten sie sofort untersucht werden“.
Tests der Rückenflüssigkeit zeigen, ob eine Person infiziert ist. Der Pilz, der die Infektion verursacht ist Aspergillus.

Nebenwirkungen

Die wichtigsten Nebenwirkungen von Methylprednisolon sind:

  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Gewichtszunahme bis hin zur Stammfettsucht,
  • grauer Star,
  • Osteoporose,
  • Diabetes mellitus
  • und Psychosen.

© arznei-news.de – Quelle: FDA, Okt. 2012

IgA-Nephropathie: Erhöhtes Risiko für schwere Infektionen

02.08.2017 Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) weist auf eine im Fachblatt JAMA veröffentlichte Forschungsarbeit, wonach es bei der Behandlung von IgA-Nephropathie durch die orale Steroidtherapie mit Methylprednisolon zu einem Erreichen des primären Endpunkts aber auch zu schweren Nebenwirkungen, insbesondere Infektionen, gekommen ist.

Der kombinierte primäre Endpunkt – das Erreichen der Dialysepflichtigkeit, Tod aufgrund von Nierenversagen oder „40%iger Abfall der Nierenfunktion“ wurde von 20 Patienten aus der Placebogruppe, aber nur von acht Patienten aus der Methylprednisolon-Gruppe erreicht.

„Dieser Therapieerfolg hatte allerdings seinen Preis“, sagte Koautor Professor Dr. Jürgen Floege, Past-Präsident der DGfN, „denn das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen war unter der oralen Therapie mit Methylprednisolon signifikant höher. Es ist also Vorsicht geboten. Unverändert liegt der Schwerpunkt der Therapie auf supportiven Maßnahmen, die leider in der TESTING-Studie nicht voll ausgeschöpft wurden.“

Schwerwiegende Nebenwirkungen, darunter vor allem schwere Infektionen, traten bei 20 Patienten (14,7%) in der Methylprednisolon-Gruppe auf, aber nur bei vier Patienten (3,2%) in der Placebogruppe (p= 0,001). Zwei Patienten verstarben; aus Sicherheitsgründen wurde die Studie vorzeitig abgebrochen.

„Derzeit sieht es so aus, als ob wir unseren Patienten mit dieser Therapie potenziell mehr schaden als nutzen“, sagte Floege. „Die höhere Wirksamkeit geht offensichtlich zu Lasten der Sicherheit“.
© arznei-news.de – Quelle: DGfN, The TESTING Randomized Clinical Trial. JAMA 2017. Epub Aug 1., Aug. 2017



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