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Tolperison und Überempfindlichkeitsreaktionen Rote-Hand-Brief

Muskelrelaxantien, zentral wirkend

Tolperison bzw. Tolperisonhaltige Medikamente zeigen ein Risiko für schwere Hautreaktionen. Weiterhin soll die Indikation auf die symptomatische Behandlung von Spastizität nach Schlaganfall bei Erwachsenen eingeschränkt werden.

Risiko schwerer Hautreaktionen

Tolperison
Tolperison

Die Hersteller und Vertreiber von Tolperison-haltigen Arzneimitteln haben in Übereinstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und der European Medicines Agency einen Rote-Hand-Brief herausgegeben, in dem vor dem Risiko von schweren Hautreaktionen bzw. schweren Überempfindlichkeitsreaktionen gewarnt wird.

Patienten sollten auf dieses Risiko hingewiesen werden und bei Symptomen sollte die Behandlung mit Tolperison bzw. tolperisonhaltigen Arzneimitteln abgebrochen werden.

Die Überempfindlichkeitsreaktionen sind eher leicht bis moderat. Es kam allerdings auch schon zu anaphylatischen Reaktionen.

Indikation: Spastizität nach einem Schlaganfall

Im Rote-Hand-Brief wurde auch darauf hingewiesen, dass tolperisonhaltige Medikamente bzw. Tolpersion nur bei:
„Symptomatische Behandlung von Spastizität nach einem Schlaganfall bei Erwachsenen“ angewendet werden dürfen.
Sicherheit und Wirksamkeit stehen nicht mehr in einem guten Nutzen-Risiko-Verhältnis  für andere Indikationen.

© arznei-news.de – Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Feb. 2013





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.



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