Trastuzumab-Duocarmazin

Kombination von Herceptin mit Duocarmazin gegen Brustkrebs bei Frauen

30.06.2019 Indem man das Chemotherapeutikum Duocarmazin an das antikörperbasierte Präparat Herceptin (Wirkstoff Trastuzumab) koppelt, kann man wirksam Frauen mit Brustkrebs behandeln, die keine anderen Behandlungsmöglichkeiten haben, laut einer in The Lancet Oncology veröffentlichten Studie.

Die Kombinationsbehandlung aus Trastuzumab und Duocarmazin hielt Brustkrebs bei Frauen mit HER2-positivem Mammakarzinom, die auf bestehende Medikamente nicht mehr ansprachen, in Schach.

Wirksamkeit

Neben der Wirksamkeit bei Frauen mit einem hohen HER2-Spiegel in ihrem Tumor war es auch bei einer Gruppe von Frauen mit einem niedrigeren HER2-Proteinspiegel aktiv, die derzeit keine Behandlungsmöglichkeiten haben, schreiben die Studienautoren um Udai Banerji vom The Institute of Cancer Research, London.

In der Studie lebten Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs 7,6 Monate nach Beginn der Behandlung ohne Krankheitsprogression, während Frauen mit niedrigerem HER2-Spiegel ein progressionsfreies Überleben von 4,9 Monaten hatten, was zeigt, dass das Medikament die Lebensdauer für Patienten verlängerte, denen andere Behandlungsmöglichkeiten verwehrt waren.

Die Behandlung war bei Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs wirksam, die auf bestehende Medikamente nicht mehr ansprachen, und sie war nicht nur bei Frauen mit einem hohen HER2-Spiegel in ihrem Tumor wirksam, sondern auch bei einer Gruppe von Frauen mit einem niedrigeren HER2-Proteinspiegel, die derzeit keine Behandlungsmöglichkeiten haben.

Wirkweise des Konjugats

Der Antikörper Trastuzumab dient als Hilfsfaktor für das beigefügte Medikament Duocarmazin und spürt das HER2-Protein auf der Oberfläche der Krebszellen auf.

Sobald diese beiden Medikamente – die durch einen „Linker“ verknüpft sind, um das Antikörper-Medikamenten-Konjugat zu bilden – in die Krebszelle integriert sind, wird der Linker durch Enzyme innerhalb der Zelle aufgebrochen, um das zytotoxische Medikament freizusetzen, was zu DNA-Schäden in der Krebszelle führt.

Dieser Ansatz ermöglicht es, das Medikament (Duocarmazin) direkt an die Ziel-Krebszellen zu bringen.

Da diese Methode selektiv auf die Krebszellen abzielt, minimiert sie die Schäden an den umgebenden gesunden Zellen und reduziert Toxizität und Nebenwirkungen beim Patienten, schreiben die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet Oncology





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