Valproinsäure, Valproat und ADHS

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Pränatale Valproat-Exposition verbunden mit erhöhtem ADHS-Risiko

06.01.2019 Der Einsatz des Antiepileptikums Valproat (Salz der Valproinsäure) während der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) beim Nachwuchs verbunden laut einer in JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Dr. Jakob Christensen vom Aarhus University Hospital in Dänemark und Kollegen sammelten Daten von allen lebenden Einzelkindern in Dänemark (1997 bis 2011; 913.302 Kinder) und folgten ihnen bis 2015.

Salze der Valproinsäure und andere Antiepileptika

Daten aus dem dänischen nationalen Arzneimittel-Verschreibungsregister lieferten Informationen über die pränatale (vor der Geburt) Exposition gegenüber Antiepileptika. Die Wissenschaftler ermittelten die ADHS-Diagnosen aus dem dänischen nationalen Verschreibungsregister bzw. dem dänischen psychiatrischen zentralen Forschungsregister.

Die Forscher fanden heraus, dass 580 Kinder während der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt waren und 8,4 Prozent von ihnen hatten ADHS gegenüber 3,2 Prozent der 912.722 nicht-exponierten Kindern.

Nur bei Valproat erhöhtes Risiko

Das Risiko für ADHS war bei Kindern mit pränataler Valproat-Exposition um 48 Prozent erhöht im Vergleich zu nicht exponierten Kindern. Bei nicht exponierten Kindern betrug das absolute 15-jährige Risiko für ADHS 4,6 Prozent gegenüber 11,0 Prozent bei Kindern, die in der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt waren.

Es wurden keine Zusammenhänge zwischen anderen Antiepileptika und ADHS festgestellt.

Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen, dass die Beratung beim Einsatz von Valproat in der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter angeraten ist, schließen die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2019;2(1):e186606. doi:10.1001/jamanetworkopen.2018.6606

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