Veliparib bei Eierstockkrebs / Ovarialkarzinom

PARP-Hemmer plus Chemotherapie verbessert das progressionsfreie Überleben von Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs

05.10.2019 Forscher der University of Texas MD Anderson Cancer Center berichten über Studienergebnisse, wonach die Erstbehandlung mit dem PARP-Hemmer Veliparib in Kombination mit einer Chemotherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit neu diagnostiziertem, metastasierendem, hochgradig serösem Eierstockkrebs signifikant erhöhte laut den Ergebnissen der VELIA-Studie.

Die randomisierte Phase-III-Studie wurde von Forschern der GOG Foundation geleitet und an 202 Standorten in 10 Ländern durchgeführt. Die Studienergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2019 vorgestellt.

Bei Patientinnen mit BRCA-Mutationen hatten diejenigen, die die Kombinationstherapie mit anschließender Veliparib-Erhaltungstherapie einnahmen, ein medianes PFS von 34,7 Monaten, verglichen mit 22 Monaten im Kontrollarm mit Chemotherapie plus Placebo, gefolgt von Placebo. Auch betrug die PFS 31,9 Monate in der Kombinationstherapie im Vergleich zu 20,5 Monaten im Kontrollarm bei Patientinnen mit einem homologen Rekombinationsmangel (HR-Mangel).

Über alle Studienteilnehmerinnen hinweg erreichte die Veliparib-Kombinationstherapie ein PFS von 23,5 Monaten, verglichen mit 17,3 Monaten im Kontrollarm.

Die Kombination wurde im Allgemeinen gut vertragen und zeigte keine unerwarteten Toxizitäten. Nebenwirkungen unter Veliparib in Kombination mit Chemotherapie waren erhöhte Anämie und Thrombozytopenie, und Übelkeit und Erschöpfung insgesamt.

In allen Studienpopulationen führte eine Behandlung mit Carboplatin, Paclitaxel und Veliparib-Induktionstherapie gefolgt von einer Veliparib-Erhaltungstherapie zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben als die reine Carboplatin- und Paclitaxel-Induktionstherapie, schließen die Studienautoren um Robert L. Coleman.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1909707



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