Antidepressivum Fluvoxamin kann COVID-19-Patienten retten

19.08.2021 Ein preiswertes, oral einzunehmendes Antidepressivum kann das Leben von COVID-19-Patienten retten und die Zahl der Krankenhauseinweisungen um bis zu 30 Prozent senken laut einer Studie unter der Leitung der McMaster University.

Die TOGETHER-Studie

Der McMaster-Forscher Ed Mills und sein Team behandelten zwischen dem 20. Januar und dem 6. August dieses Jahres 738 zufällig ausgewählte brasilianische COVID-19-Patienten mit Fluvoxamin, während weitere 733 ein Placebo erhielten.

Jeder Patient, der während der Studie Fluvoxamin erhielt, wurde 28 Tage lang überwacht, um seinen Gesundheitszustand zu bestimmen und festzustellen, ob er noch eine Krankenhausbehandlung benötigt.

Die Forscher stellten fest, dass bei den mit Fluvoxamin behandelten Patienten etwa 30 % weniger gesundheitliche Probleme auftraten als bei den Patienten, die kein Fluvoxamin erhielten.

Die Fluvoxamin-Studie war Teil der größeren TOGETHER-Studie, die im Mai 2020 begann und darauf abzielt, potenzielle COVID-19-Behandlungen in einer ambulanten Umgebung zu testen.

Die Wissenschaftler der TOGETHER-Studie untersuchten acht Medikamente, darunter Hydroxychloroquin, Metformin, Kaletra und Ivermectin, aber nur Fluvoxamin hatte eine positive Wirkung auf COVID-19.

Fluvoxamin ist die einzige Behandlung, die bei frühzeitiger Verabreichung verhindern kann, dass sich COVID-19 zu einer lebensbedrohlichen Krankheit entwickelt, so Mills. Es könnte eine unserer stärksten Waffen gegen das Virus sein, und seine Wirksamkeit ist eine der wichtigsten Entdeckungen, die wir seit Beginn der Pandemie gemacht haben, sagt er.

Fluvoxamin

Darüber hinaus ist dieses billige, leicht zugängliche Medikament ein enormer Segen für die öffentliche Gesundheit, sowohl in Kanada als auch international, da es den Krankenhäusern ermöglicht, teure und manchmal riskante Behandlungen zu vermeiden, schließt er.

Fluvoxamin wird seit den 1990er Jahren eingesetzt und sein Sicherheitsprofil ist bekannt. Es wurde schon früh während der Pandemie wegen seines Potenzials zur Verringerung von Zytokinstürmen – schweren Immunreaktionen auf COVID-19, die potenziell tödliche Organschäden verursachen können – identifiziert.

© arznei-news.de – Quellenangabe: McMaster University

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