Antikonvulsiva und HIV-Medikamente

Vorsicht: Mögliche Wechselwirkungen zwischen HIV-Medikamenten und Antiepileptika

Antiepileptische Medikamente, sogenannte Antiepileptika oder Antikonvulsiva, sollten auf Grund potenzieller Wechselwirkungen zwischen den antiepileptischen Medikamenten und antiretroviralen Wirkstoffen (ARV) mit Vorsicht bei Personen mit HIV/AIDS angewendet werden laut einer von der American Academy of Neurology herausgegebenen neuen Richtlinie, online gestellt am 4. Januar in Neurology.

Gretchen L. Birbeck, M.D., M.P.H., von der Michigan State University in East Lansing und Kollegen überprüften die verfügbare Forschungsliteratur, um Richtlinien für die Auswahl von Antiepileptika für Patienten mit HIV/AIDS zu entwickeln.

Die Forscher stellten fest, dass bis zu 55 Prozent der Patienten, die die HIV-Medikamente einnehmen, eine Indikation für eine Antiepileptika-ARV Kombinationstherapie hatten. Für Patienten, die antiepileptische Medikamente und ARV erhalten, bieten die Richtlinien medikamentenspezifische Dosierungsänderungen für die Aufrechterhaltung der optimalen Serenkonzentrationen an.

Richtlinien

Die Richtlinien zeigen auch auf, wenn eine Dosierungsänderung nicht für bestimmte antiepileptische Medikamente – ARV-Kombinationen notwendig ist, und empfehlen, dass Patienten beraten werden sollten, wenn der Bedarf nach einer Dosisanpassung in ihrem Fall unklar ist.

Die Forscher merken an, dass Patienten, die Protease-Hemmer oder nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI – nonnucleoside reverse transcriptase inhibitors) nehmen, keine enzym-induzierende Antikonvulsiva gegeben werden sollten; und wenn dies nicht vermieden werden kann, sollte die Wirksamkeit der ARV-Kur überwacht werden.

Forschung zu Kombination

Zukünftige Forschungen bezüglich Antiepileptikum-HIV-Medikament-Kombinationen sind erforderlich, schreiben die Forscher.
Spezielle Priorität sollte einer Studie über ‚firstline‘ Antiepileptika-HIV-Kombinationen zukommen, die in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen verwendet werden, wo ’secondline‘ Mittel nicht verfügbar sind, schreiben die Autoren.

Mehrere der Studienautoren offenbarten finanzielle Verbindungen zur Pharma- und Biotech-Industrie.

Quelle: Neurology, Jan. 2012





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