Aripiprazol (Abilify) bei Schizophrenie

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

  • 2013 Langwirkendes Aripiprazol: Schizophrenie EU-Zulassung  … zum Artikel
  • 13.07.2016 Vergleich mit Quetiapin bei der Behandlung von Schizophrenie … zum Artikel
  • Weitere Infos, News zum Medikament Aripiprazol

Langwirkendes Aripiprazol: Schizophrenie EU-Zulassung

Otsuka und Lundbeck haben eine positive CHMP-Empfehlung zur Zulassung in Europa für Abilify Maintena (Wirkstoff Aripiprazol) erhalten, eine einmal monatliche Injektion zur Behandlung von Schizophrenie.

  • Wenn von der Europäischen Kommission genehmigt, würde Abilify Maintena der einzige partielle Dopamin-D2-Agonist in einmal monatlich, injizierbarer Form für die Behandlung von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten sein, die mit oralem Aripiprazol stabilisiert werden.
  • Die Verringerung des Risikos für einen Rückfall ist eine wichtige Überlegung bei der Behandlung von schizophrenen Patienten. Klinische Studien zeigten, dass Abilify Maintena das Risiko eines Rückfalls bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie im Vergleich zur Placebogabe reduziert.
  • Die Zulassung dieser neuen Verabreichungsform von Aripiprazol bietet den schizophrenen Patienten in Europa eine wirksame und gut verträgliche alternative Behandlungsmöglichkeit.

Wirksamkeit / Sicherheit von Abilify Maintena

Die Wirksamkeit des langwirkenden Aripiprazol / Abilify Maintena wurde in zwei doppelblinden/randomisierten Phase-III-Studien über 38 und 52 Wochen nachgewiesen.

Die Sicherheit von Abilify Maintena war vergleichbar mit oralem Aripiprazol. Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen, die bei einigen der Patienten der beiden klinischen Studien festgestellt wurden, waren: Gewichtszunahme, Akathisie, Schlaflosigkeit und Schmerzen an der Injektionsstelle.

Update: Das Medikament wurde in der EU Ende 2013 für die Behandlung von Schizophrenie zugelassen.

© arznei-news.de – Quelle: EMA, Sept./Nov. 2013

Vergleich mit Quetiapin bei der Behandlung von Schizophrenie

13.07.2016 Fast 75 % der Menschen mit Schizophrenie haben ständige Probleme mit wiederkehrenden psychotischen Episoden.

Variabilität

Antipsychotika sind sowohl bei der akuten als auch chronischen (Erhaltungstherapie) Behandlung der Schizophrenie und anderen psychotischen Störungen wirksam. Sie unterscheiden sich pharmakologisch, pharmakokinetisch, in der Gesamteffizienz/Wirksamkeit und Verträglichkeit, aber wahrscheinlich noch wichtiger: Ansprechen und Verträglichkeit unterscheiden sich zwischen den Patienten.

Diese Variabilität des individuellen Ansprechens bedeutet, dass es keine klare Erstlinien-Antispsychotika passend für alle Patienten gibt, sagten die Studienautoren Saeed S. Shafti und Hamid Kaviani von der University of Social Welfare and Rehabilitation Sciences bzw. Razi Psychiatric Hospital.

Obwohl immer mehr darauf hindeutet, dass die meisten atypischen Antipsychotika mehr Vorteile gegenüber den typischen Antipsychotia haben, gibt es wenige langfristige Studien dazu.

Quetiapin

Quetiapin ist ein Antipsychotikum der zweiten Generation (syn. atypische Antipsychotika, oder Atypika) mit einer geringen Tendenz für lokomotorische (die Fortbewegung, den Gang betreffende) Nebenwirkungen.

Es wird für die Behandlung von Schizophrenie und andere psychotische Störungen verschrieben.

Aripiprazol, ein partieller Agonist des Dopamin D2 Rezeptors, ist ein neues Antipsychotikum, das für die Erhaltungstherapie von Schizophrenie und bipolarer Störung eingesetzt wird.

Da Aripiprazol und Quetiapin im Vergleich mit älteren atypischen Antipsychotika – wie Olanzapin und Risperidon, zu den neuesten und sichersten Atypika zählen, wurden sie deshalb von den Forschern in der aktuellen Bewertung miteinander verglichen.

Vergleich

50 schizophrene Patienten wurden für die Teilnahme an einer 12-wöchigen Doppelblindstudie zwei vergleichbaren Gruppen zugeteilt, wobei die eine Quetiapin und die andere Gruppe Aripiprazol erhielt.

Laut den Ergebnissen der Studie konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Medikamenten bezüglich der Verbesserung positiver und negativer Symptome bei Schizophrenie festgestellt werden.

Die Symptome wurden über Scale for Assessment of Negative Symptoms (SANS), Scale for Assessment of Positive Symptoms (SAPS), Clinical Global Impressions-Severity Scale (CGI-S), Simpson Angus Scale (SAS), und Schedule for Assessment of Insight (SAI) erfasst.

Positiv- und Negativsymptomatik

Zum Beispiel: Während beide Medikamente Wirksamkeit bei der Linderung der Positiv-Symptomatik demonstrierten, war ihre Wirkung in Bezug auf die negativen Symptome nicht so deutlich.

Die generelle Psychopathologie zeigte sich ebenfalls deutlich verbessert. Auch hinsichtlich der extrapsyramidalen Nebenwirkungen schnitt weder Quetiapin noch Aripiprazol deutlich besser oder schlechter ab.

© arznei-news.de – Quellenangabe: University of Social Welfare and Rehabilitation Sciences, Current Psychopharmacology – DOI:10.2174/2211556005666160301231207; Juli 2016


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