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Atezolizumab (Tecentriq) bei Zervixkarzinom

Atezolizumab plus Standardbehandlung verbessert das Überleben bei fortgeschrittenem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Atezolizumab (Tecentriq) bei Zervixkarzinom

06.01.2024 Bei Patientinnen mit metastasiertem, persistierendem oder rezidivierendem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) verbessert die Zugabe von Atezolizumab (Tecentriq) zu einer Standardbehandlung mit Bevacizumab plus einer Platinbehandlung das progressionsfreie und das Gesamtüberleben signifikant, so das Ergebnis einer in The Lancet veröffentlichten Studie.

Dr. Ana Oaknin vom Vall d’Hebron Institute of Oncology in Barcelona, Spanien, und Kollegen führten eine randomisierte Phase-3-Studie mit 410 Patienten aus 92 Zentren in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten durch, die an metastasiertem, persistierendem oder rezidivierendem Zervixkarzinom erkrankt waren, der messbar war, zuvor nicht behandelt wurde und für eine kurative Operation oder Bestrahlung nicht in Frage kam. Die Patientinnen wurden nach dem Zufallsprinzip einer Standardtherapie (Cisplatin, Paclitaxel und Bevacizumab) mit oder ohne Atezolizumab 1.200 mg zugewiesen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass das mediane progressionsfreie Überleben unter Atezolizumab + Standardtherapie 13,7 bzw. 10,4 Monate unter der Standardtherapie betrug (Hazard Ratio: 0,62).
  • Das mediane Gesamtüberleben bei der Zwischenanalyse des Gesamtüberlebens betrug 32,1 bzw. 22,8 Monate (Hazard Ratio: 0,68).
  • Insgesamt traten bei 79 Prozent der Patientinnen in der experimentellen Gruppe und bei 75 Prozent in der Standardgruppe Ereignisse vom Grad 3 oder schlechter auf.
  • Unter Atezolizumab traten vermehrt Durchfälle der Grade 1 bis 2, Arthralgien, Pyrexie und Hautausschlag auf.

„Wir glauben, dass Atezolizumab zusammen mit Bevacizumab und einer platinbasierten Chemotherapie als neue Erstlinienoption für Patientinnen mit metastasiertem, persistierendem oder rezidivierendem Gebärmutterhalskrebs in Betracht gezogen werden sollte“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(23)02405-4

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