Atogepant beugt Migräne bei Erwachsenen vor

Im Vergleich zu Placebo stieg die Ansprechrate in allen Dosisstufen von Atogepant an

16.06.2022 Atogepant scheint bei der präventiven Behandlung von Migräne wirksam und gut verträglich zu sein laut einer in JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Die Studie

Dr. Richard B. Lipton vom Albert Einstein College of Medicine und dem Montefiore Headache Center in New York City und Kollegen untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit von Atogepant zur präventiven Behandlung von Migräne vom 14. Dezember 2018 bis zum 19. Juni 2020 bei Erwachsenen mit vier bis 14 Migränetagen pro Monat, die an 128 US-amerikanischen Standorten behandelt wurden.

Die Analyse umfasste Patienten, die nach dem Zufallsprinzip 10 mg Atogepant (214 Patienten), 30 mg Atogepant (223 Patienten), 60 mg Atogepant (222 Patienten) oder Placebo (214 Patienten) einmal täglich über 12 Wochen erhielten.

Ansprechen

Die Forscher fanden heraus, dass eine ≥50-prozentige Verringerung der mittleren monatlichen Migränetage (MMD) bei

  • 55,6 Prozent der mit 10 mg Atogepant behandelten Patienten (Odds Ratio: 3,1),
  • 58,7 Prozent der mit 30 mg Atogepant behandelten Patienten (Odds Ratio: 3,5),
  • 60,8 Prozent der mit 60 mg Atogepant behandelten Patienten (Odds Ratio: 3,8) und
  • 29 Prozent der mit Placebo behandelten Patienten erreicht wurde.

Eine ≥25-prozentige Verringerung des 12-Wochen-Mittelwerts der MMD wurde von 73,4, 77,1, 81,1 bzw. 58,9 Prozent erreicht, während eine ≥75-prozentige Verringerung der mittleren MMD von 30,4, 29,6, 37,8 bzw. 10,7 Prozent erreicht wurde.

Eine 100-prozentige Verringerung der mittleren MMD wurde von

  • 7,9 Prozent unter 10 mg,
  • 4,9 Prozent unter 30 mg und
  • 7,7 Prozent unter 60 mg Atogepant gegenüber
  • 0,9 Prozent unter Placebo erreicht.

„Bei allen Dosierungen war Atogepant während der 12-wöchigen doppelblinden Behandlungsperiode, beginnend in den ersten 4 Wochen, wirksam, was durch eine signifikante Verringerung der mittleren MMD bei jeder Responderschwelle belegt wird“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2022;5(6):e2215499. doi:10.1001/jamanetworkopen.2022.15499

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