Studie zu Bemarituzumab bei Magen- und gastroösophagealen Karzinomen

Phase-2-Studie Fight zeigt weiterhin verbessertes Gesamtüberleben unter Bemarituzumab plus Chemotherapie bei Patienten mit FGFR2b+ Magen- und gastroösophagealen Karzinomen

05.06.2021 Amgen hat aktualisierte Ergebnisse für das Studienpräparat Bemarituzumab in Kombination mit Chemotherapie aus der Phase-2-Studie FIGHT bekanntgegeben. Die Studie untersuchte Bemarituzumab plus Chemotherapie (mFOLFOX6) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie bei Patienten mit FGFR2b-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenen Magen- oder gastroösophagealem Übergangskarzinom (GEJ) in der Erstlinienbehandlung.

Die neuen Daten umfassen das mediane Gesamtüberleben (OS), einen sekundären Endpunkt, der bei längerer Nachbeobachtung erreicht wurde, sowie zusätzliche Analysen von Patientensubgruppen.

Wirksamkeit; Gesamtüberleben

Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 12,5 Monaten führte die Zugabe von Bemarituzumab zur Chemotherapie bei allen randomisierten Patienten zu einem medianen OS von 19,2 Monaten gegenüber 13,5 Monaten für die Chemotherapie allein (n=155, HR: 0,6; 95% CI: 0,38, 0,94). In einer explorativen, vorspezifizierten Subgruppenanalyse betrug bei Patienten mit >10% Tumorzellen, die FGFR2b überexprimieren, das mediane OS unter Bemarituzumab 25,4 Monate versus 11,1 Monate (n=96, HR: 0,41; 95% CI: 0,23, 0,74).

Sicherheit; Nebenwirkungen

Die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen aller Schweregrade war im Bemarituzumab-plus-Chemotherapie-Arm und im reinen Chemotherapie-Arm der Studie ähnlich (100% bzw. 98,7%).

Die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen bezüglich der Hornhaut war im Bemarituzumab-plus-Chemotherapie-Arm höher als im Chemotherapie-Arm (alle unerwünschten Ereignisse 67,1 % versus 10,4 %), wobei das häufigste unerwünschte Ereignis bezüglich der Hornhaut das trockene Auge war (26,3 %). Die Mehrzahl der Hornhaut-Nebenwirkungen war reversibel.

Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung 2021 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt.

Der Wirkstoff Bemarituzumab

Bemarituzumab (anti-FGFR2b) ist ein Phase-3-bereiter, potenziell erster zielgerichteter Antikörper seiner Klasse, der spezifische Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs) daran hindern soll, FGFR2b zu binden und zu aktivieren, wodurch mehrere nachgeschaltete Pro-Tumor-Signalwege gehemmt und das Fortschreiten von Krebs möglicherweise verlangsamt werden.

Bemarituzumab wird für die Behandlung von Magenkrebs und Karzinom des gastroösophagealen Übergangs als gezielte Therapie für Tumoren, die FGFR2b überexprimieren, entwickelt. Das Unternehmen evaluiert auch das Potenzial von Bemarituzumab bei anderen Krebsarten, die FGFR2b überexprimieren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Amgen.





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