Bluthochdruck-Medikamente mit Lippenkrebs verbunden

Herz-Kreislauf-Arzneimittel – Bluthochdruck-Medikamente

Der Wirkstoff Nifedipin

Laut einer neuen Studie erhöhen mehrere Bluthochdruck-Medikamente, wie Adalat, Aprical, Buconif oder Cardipin, die den Wirkstoff Nifedipin enthalten, das Risiko von Lippenkrebs bei hellhäutigen Personen, möglicherweise weil die Arzneimittel die Empfänglichkeit für Sonnenschäden steigern.

Lippenkrebs

Lippenkrebs ist sehr selten, sogar bei jenen, die diese Medikamente nehmen, und die vorläufigen Befunde sollten Patienten nicht davon abhalten, sie einzunehmen, warnte einer der Forscher, Dr. Gary Friedman, vom Kaiser Permanente Medical Care Program der Northern California in Oakland.

„Wir möchten betonen, dass das Risiko für Lippenkrebs, welches von Nifedipin ausgeht eher gering ist, und dass dieser Krebs leicht zu behandeln und nicht lebensbedrohlich ist“.

Auch Schutz vor der Sonne, wie Sonnencreme und und ein Hut kann Schäden durch die Sonne abwehren, die zu Lippenkrebs führen können, sagte Friedman.

Die Studie: Krebs und verschiedene Medikamente

Friedman und Kollegen stießen auf die mögliche Verbindung, als sie prüften, ob verschiedene Medikamente in Verbindung mit höheren Krebs-Raten stehen.

Die Bluthochdruck-Medikamente, die sie untersuchten, waren: Hydrochlorothiazid; der ACE Hemmer lisinopril; und der Calcium Kanal Blocker Nifedipin (Handelsnamen: Adalat, Nifediac, Cordipin, Nifedical, Procardia, Buconif und Aprical).

Für die am 7. August in der Zeitschrift Archives of Internal Medicine veröffentlichten Studie, verwendeten die Forscher Daten von Patienten des Kaiser Permanente Gesundheitsplans und verglichen mehr als 700 Patienten in Nord-Kalifornien mit Lippenkrebs mit beinahe 23.000 Personen einer Kontrolle Gruppe.

Sie stellten fest, dass hellhäutige Personen, die einige dieser Medikamente nahmen, um ein viermal größeres Risiko haben, Lippenkrebs in einer Zeit von fünf Jahren zu bekommen, sagte Friedman. Das Risiko schien mit Dauer der Verwendung zu steigen. Das normale Risiko ist etwa 1 zu 100.000, sagte er.

Welche Medikamente sind (nicht) betroffen ?

Der Betablocker Atenolol (Markennamen Atenil, Atehexal, Atenolan, Atenolol, Cardaxen, Senormin oder Tenormin), ein Blutdruck-Medikament, dass das Risiko für Sonnenschäden nicht steigert, schien auch nicht das Risiko für Lippenkrebs anzuheben. Und die Befunde für Lisonipril waren schwächer als jene für Hydrochlorothiazid, HCTZ/Triamteren und Nifedipin.

Die Studie wurde vom U.S. National Cancer Institut finanziert.

© arznei-news.de – Quelle: Archives of Internal Medicine



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