Bupropion (Elontril, Wellbutrin) Erfahrungen

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu: Bupropion; weitere Erfahrungsberichte zu diesem Wirkstoff unter Zyban Erfahrungen.


Erfahrungsbericht: Wellbutrin Absetzen Gewicht

12.07.2018 Kommentar von Alma:
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, Wellbutrin abzusetzen (300 – 150- 75). Die Absetzungserscheinungen sind leider sehr heftig: hohe Gereiztheit, sehr starke Müdigkeit, Depression kommt zurück und va ständig Heißhunger und Blähungen.
Obwohl ich aber NICHT mehr essen (genaue Dokumentation), nehme ich zu!
Bei der Einnahme konnte ich ganz normal essen, ohne zuzunehmen. Hatte eher weniger Hunger, die Essensmenge aber dennoch nie reduziert, was mir sehr wichtig war.
Kann es sein, dass Wellbutrin den Stoffwechsel beschleunigt hatte und dieser, jetzt nach dem Absetzen, sicher wieder verlangsamt? Oder sind das nur Wassereinlagerungen und ich nehme wieder ab?

Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen!
Alles Liebe und Danke
Alma

Mein Erfahrungsbericht zu Wellbutrin bzw Elontril

11.05.2017 Kommentar von Salzburger:
Hallo ihr Lieben,

ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit Wellbutrin (auch als Elontril bekannt) schildern:

In den ersten zwei Wochen wenig Wirkung (150 mg), dann deutlich mehr Antrieb und Motivation.
Angst blieb gleich. Ich leide übrigens an einer Generalisierten Angststörung und Depressionen.

Zwei Wochen später haben dann die Nebenwirkungen immer stärker zugenommen:

– Fieber
– Gesichtsröte
– Kopfschmerzen (gerade noch ohne Kopfschmerz-Tabletten aushaltbar) – Müdigkeitsattacken
– Schwindel
– Muskelzuckungen

Langer Rede kurzer Sinn: ich wollte ja von Cipralex 20 mg auf 150 mg Wellbutrin wechseln. Nach 6 Wochen nun aber Abbruch (ich habe 6 Wochen parallel 10 mg Cipralex und 150 mg Wellbutrin genommen) und wieder nur mehr 20 mg Cipralex.

Absetzen geht sehr gut – bis jetzt keine Entzugssymptome (scheinen bei SNRI generell weniger zu sein). Ausschleichen in dem Sinn wie bei SSRIs kann man ohnehin nicht, da Wellutrin retardierend wirkt und daher auch die geringste Dosis von 150mg (Tablette) nicht geteilt werden darf.

Na ja, dann muss ich weitersuchen. Ich wollte ja ein Medi, dass mir die Libido nicht killt. Cipralex macht das leider bei mir.

Erfahrungen bei SAD Saisonal affektive Störung

17.10.2015 Kommentar von anonnym:
Dieses Medikament hat alles in meinem Leben zum Guten gebracht. Ich habe es wegen meiner saisonal affektiven Störung genommen.
Ich hatte vorher Paroxetin und Citalopram genommen und sie halfen mir überhaupt nicht. Noch dazu bekam ich vom Paroxetin große Magen-Darm-Trakt-Probleme und unter Citalopram immer irres Herzklopfen und was wirklich schlimm war, war diese enorme Übelkeit, die immer wieder auftauchte. Aber ich hatte auch echt große Probleme. Im Winter ging es mir immer wirklich dreckig und dieses Medikament hat mir echt mein Leben gerettet. Die Nebenwirkungen waren auch gering und hielten nur die ersten zwei Wochen an.

Entwöhnung von Bupropion/Prozac

13.09.2014 – Kommentar von regen:
Meine Frage: Ich habe einen 17 Jahre alter Sohn, der auf 300 mg pro Tag einmal pro Tag ist .. und er nimmt auch 10 mg Prozac pro Tag. Ich wollte wissen, welches sind die einfachsten Möglichkeiten, um ihn von diesen Medikamenten zu entwöhnen?danke

23.09.2014 – re: Entwöhnung – Kommentar von burgunder:
Hallo regen, Ich nehme 300mg Bupropion, und ich habe es in der Vergangenheit ohne große Probleme absetzen können. Es verursacht so gut wie keine Entzugserscheinungen. Ich habe 300mg cold turkey ohne Probleme abgesetzt, aber es ist wahrscheinlich besser für eine Weile wieder auf 150mg zu gehen und dann raus.

Die SSRIs, wie Prozac, sind ein wenig komplizierter. Sie können etwas Angst und andere beunruhigende Entzugserscheinungen für ein paar Tage machen. Ich schlage vor, ihn von Prozac ganz allmählich und langsam zu entwöhnen (Arzt fragen), jede Woche eine Halbierung der Dosis für einen Monat (man kann sich da einen Tabletten-Splitter kaufen), und das sollte die Symptome lindern.

16.03.2015 – re: regen- Kommentar von Bleem:
Der einzig sichere Weg, um Medikamente zu entziehen ist mit einem Arzt zusammen. Bitte konsultieren Sie den Arzt Ihres Sohnes, bevor Sie ihn von Bupropion oder Prozac absetzen.
Kurze Frage: warum wollen Sie ihn von den Medikamenten absetzen? Wirken sie nicht? Oder reagiert er nicht gut auf sie…zu viele schwere Nebenwirkungen?

Elontril und Lithium gegen schwere Depression und ADS

03.08.2019 Erfahrung von Maja:
Ich bekomme seit 2,5 Jahren Elontril sofort aufdosiert auf 300mg plus 600 mg Lithium gegen meine schwere Depression und ADS.
Die ständige Erschöpfung ließ Schritt für Schritt nach, in meinem Hirn wurde es heller, bis ich nach 2 Jahren 3 Stunden belastbar war (anfangs max 30 Min), ein Gewinn an Lebensqualität. Fast alle Symptome waren rückläufig, nur mentale Fähigkeiten sind katastrophal, Kurz-bis Langzeitgedächtnis extrem schlecht, bin blitzschnell überfordert und es folgt ein Tief, wenn ich mich nicht schone.
Aber jetzt sind alle geistigen Aktivitäten deutlich schlechter geworden und ich befürchte einen Wirkungsverlust des Elontril, kann das sein? Vielleicht kennt sich jemand damit aus?

Weitere Erfahrungsberichte

Emi sagte am 28.11.2021:
Hallo
nehme seit 2 Wochen das Medikament. Habe Tinnitus bekommen .-( war schon beim HNO der sagt „kann mal nichts machen“….

Hatte das jemand von euch auch? Und ist es wieder weg gegangen???

Vielen Dank schon mal

Jens B sagte am 12.01.2022:
Mir wurde Elontril gegen meine schwere Depression verordnet. Zunächst für eine Woche 150 mg. Dann wurde die Dosis auf 300 mg erhöht, die ich täglich morgens nehme. Obwohl die Einnahme seit sechs Wochen geschieht, ist keine antidepressive Wirkung auszumachen. Dafür schlafe ich sehr schlecht, habe ständig einen extrem trockenen Mund, Verstopfungen und unangenehme Hitzewallungen als Nebenwirkungen. Der Arzt sagt, ich soll das Medikament in der Dosis weiter nehmen. Ich bin sehr frustriert, weil es gar nicht hilft.

Ruby sagte am 07.03.2022:
Leide seit 2 Jahren unter Depressionen. Anfangs kam ich noch ohne Medikamente klar. Aber nach einem Jahr wurden sie merklich stärker. Ich hatte vor allem mit schweren Schlafstörungen zu kämpfen (teilweise nur 3-4 Stunden mit Ein- und Durchschlafstörungen sowie frühes Erwachen). Bupropion war das 5. Antidepressiva, das ich verschrieben bekommen habe, innerhalb von 15 Monaten. Und endlich, endlich, endlich hat Mal eins gewirkt. Die ersten zwei Wochen 150mg haben gar keine Wirkung gezeigt. Danach auf 300mg hoch. Danach hat sich meine Stimmung langsam aber stetig gebessert. Mein Schlaf wurde auch nach weiteren 3 Wochen nach und nach besser. Mein ständiger Heißhunger unter dem vorherigen AD (Escitalopram) ließ endlich nach und ich kam endlich mit dem Abnehmen voran. Mittlerweile nach 2 Monaten Einnahme, lässt das aber auch wieder nach. Bupropion hat mich gerettet. Will es aber in ein paar Monaten absetzen, nach Rücksprache mit meinem Arzt. Da ich schwanger werden will

Lena sagte am 09.04.2022:
– Depression, Ängste, starke Antriebslosigkeit, 3 Monate Elontril 150mg dann auf 300mg erhöht –

Ich hab noch nie einen Erfahrungsbericht oder sonst einen Kommentar im Internet hinterlassen.
Bei so einem wichtigen Thema, möchte ich es aber zum ersten mal tun.
Ich habe ELONTRIL 150mg drei Monate eingenommen (und daraufhin aktuell drei Weitere 300mg). Dabei hatte ich keine Nebenwirkungen (in den ersten 5 Tagen, etwas Kopfschmerzen / Druck auf dem Kopf und meine Augen / Sinne waren etwas überempfindlich / ermüdend. Es war aber nicht stark und ich habe sehr darauf geachtet, ob es Veränderungen in meinem Körper gibt, vielleicht also auch nur psychosomatisch / etwas eingebildet!?
Jedenfalls habe ich keinen krassen Antrieb gespürt.
Der Grund warum ich mich nach langen Überlegungen und Arztbesuchen für das Medikament entschieden habe, ist, dass ich für einige Jahre sehr antriebslos war (früher aber nicht), eine rezidivierende Depression, Traurigkeit, sowie Ängste (z.b. sehr hohe Studienkreditschulden, soziale Ängste, Verlustängste…) habe, vor denen ich eher weggerannt bin bzw. keine Energie hatte, dem dauerhaft stark entgegenzutreten.
Doch mit dem Medikament kam ganz langsam ein Antrieb, er war Minimal, aber da, sehr soft, was ich gut fand, anstatt dass es zu krass reingeballert hätte. Es hat sich fast natürlich angefühlt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch gleichzeitig (in einer guten Phase) eine neue Therapeutin gefunden habe und in dieser Verhaltenstherapie in Kombination mit ELONTRIL / BUPROPION viel öffnen/heilen/akzeptieren und voranbringen konnte.
Außerdem gibt es for free tolle Selbsthilfegruppen für Depression/Ängste/Selbstwert (nicht nur für anonyme Alkoholiker, wie man es teilweise bisschen klischeehaft auf Filmen kennt) von der Stadt, die mir auch gut tun.
Jedenfalls habe ich nach drei Monaten auf 300mg (Bupropion) erhöht.
Ebenfalls keine Nebenwirkungen.
Und jetzt habe wieder Antrieb. Nicht 100%, habe immer noch Phasen, in welchen ich mich etwas antriebslos fühle und erwische, aber im Großen und Ganzen habe ich Antrieb, habe sehr viel hinbekommen, habe meine Ängste ziemlich gut in Griff bekommen, weil ich Dinge und meine Ängste eben angehe.
Das Medikament hat mir keine gute Laune gezaubert und nicht meine Ängste genommen, überhaupt nicht, aber es hat mir wohl Antrieb gegeben und ich kann mit der daraus resultierenden Kraft meine Ängste angehen und glücklicher werden und bin es schon.
Deswegen ist das Medikament für mich sehr gut und hat mein Leben sehr zum Positiven verändert.
Ich habe trotzdem noch etwas Sorgen bzw. Respekt davor, wie es wird, wenn ich es absetzen werde.
Allgemein habe ich sau Respekt vor diesem Medikament / Antidepressiva; man sollte es nicht leichtfertig nehmen, aber wenn es auf die eigenen Symptome sehr gut zutrifft, kann es in Kombination mit einer Therapie eine große Hilfe sein. Mir hilft es sehr.


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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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