Chlorthalidon wirksam bei Behandlung von Bluthochdruck bei Nierenerkrankung

Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 4 und schlecht eingestelltem Bluthochdruck verbessert niedrig dosiertes Chlorthalidon die Blutdruckkontrolle

13.11.2021 Im Vergleich zu Placebo verbessert die Behandlung mit Chlorthalidon die Blutdruckkontrolle nach 12 Wochen bei Patienten mit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung und schlecht eingestelltem Bluthochdruck. Dies geht aus einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Rajiv Agarwal von der Indiana University School of Medicine in Indianapolis und seine Kollegen teilten 160 Patienten mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 4 und schlecht kontrolliertem Bluthochdruck im Verhältnis 1:1 nach dem Zufallsprinzip entweder Chlorthalidon in einer Anfangsdosis von 12,5 mg/Tag, die bei Bedarf alle vier Wochen bis zu einer Höchstdosis von 50 mg/Tag im Bedarffalle erhöht wurde, oder Placebo zu.

Insgesamt hatten 76 Prozent der Patienten einen Diabetes mellitus und 60 Prozent erhielten Schleifendiuretika.

Zu Beginn der Studie wurden den Patienten im Durchschnitt 3,4 ± 1,4 blutdrucksenkende Medikamente verschrieben. Die Forscher stellten fest, dass die bereinigte Veränderung des systolischen 24-Stunden-Blutdrucks von Studienbeginn bis 12 Wochen in der Chlorthalidon- bzw. Placebogruppe -11,0 mm Hg bzw. -0,5 mm Hg betrug.

Die prozentuale Veränderung des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses im Urin war in der Chlorthalidon-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe von Studienbeginn bis 12 Wochen um 50 Prozentpunkte geringer.

Im Vergleich zur Placebogruppe traten in der Chlorthalidongruppe häufiger Hypokaliämie, reversible Erhöhungen des Serumkreatininspiegels, Hyperglykämie, Schwindel und Hyperurikämie auf.

Der zeitliche Verlauf der Blutdruckveränderungen legt nahe, dass der größte Teil der Blutdrucksenkung innerhalb von vier Wochen nach Beginn der Therapie mit 12,5 mg Chlorthalidon auftrat, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine, 2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2110730





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