COVID-Impfstoff Tozinameran schützt Heranwachsende vor schwerem Krankheitsverlauf

Studie untersuchte Schutz durch Tozinameran gegen die Omicron-Variante bei Kindern und Jugendlichen

05.04.2022 Laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie bietet die Impfung mit Tozinameran (Comirnaty, Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff) bei Heranwachsenden einen Schutz vor einer kritischen COVID-19-Infektion während der Omicron-Prävalenz, und einen geringeren Schutz vor einer Omicron-assoziierten Krankenhausaufnahme.

Ashley M. Price vom COVID-19 Response Team der U.S. Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta und Kollegen untersuchten die Wirksamkeit des Impfstoffs Tozinameran gegen COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 18 Jahren anhand einer Fall-Kontroll-Studie mit negativem Testdesign. Die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Impfung (zwei Dosen des Tozinameran-Impfstoffs) 14 Tage vor der Erkrankung wurde bei den Fallpatienten (1.185 Patienten) und den Kontrollpersonen (1.627 Patienten) in den Zeiträumen verglichen, in denen die Delta-Variante (1. Juli 2021 bis 18. Dezember 2021) und die Omicron-Variante (19. Dezember 2021 bis 17. Februar 2022) vorherrschten.

88 Prozent der Patienten waren nicht geimpft und 14 Patienten starben. Die Forscher stellten fest, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs Tozinameran gegen eine Hospitalisierung wegen COVID-19 zwei bis 22 Wochen nach der Impfung bei 93 Prozent und 23 bis 44 Wochen nach der Impfung bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren bei 92 Prozent während des Zeitraums, in dem die Delta-Variante vorherrschte, lag. Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen COVID-19 betrug 40 Prozent gegen Krankenhausaufenthalte, 79 Prozent gegen kritische COVID-19-Symptome und 20 Prozent gegen nicht-kritische COVID-19-Symptome bei Jugendlichen während des omicron-prädominanten Zeitraums. Bei Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren lag die Wirksamkeit der Impfung gegen Krankenhausaufenthalte während des omicron-dominanten Zeitraums bei 68 Prozent.

„Eine fortlaufende Überwachung der Wirksamkeit des Impfstoffs gegen schweres COVID-19 wird wichtig sein, um Impfstrategien zu ermitteln, wenn die Zeit seit der Impfung zunimmt oder wenn neue Varianten des schweren akuten respiratorischen Syndroms Coronavirus 2 auftauchen“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of MedicineDOI: 10.1056/NEJMoa2202826

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