Dapagliflozin (Forxiga)

Dapagliflozin ist ein Antidiabetikum, das bei Typ-2-Diabetes eingesetzt wird.
Es ist ein SGLT-2-Inhibitor.

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FDA verstärkt Nieren-Warnung für Diabetes-Medikamente

15.06.2016 Die US-Food and Drug Administration (FDA) hat die bestehende Warnung vor dem Risiko einer akuten Nierenschädigung für die Typ-2-Diabetes-Medikamente Canagliflozin (Invokana, Invokamet) und Dapagliflozin (Farxiga bzw. Forxiga, Xigduo XR) verstärkt.

Basierend auf den jüngsten Berichten hat die FDA Warnhinweise auf den Arzneimitteletiketten überarbeitet, um Informationen zu akutem Nierenversagen und Empfehlungen hinzuzufügen, um dieses Risiko zu minimieren.

Patienten

Patienten sollten sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sie Anzeichen und Symptome einer akuten Nierenschädigung bemerken. Dies ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der die Nieren ihre Arbeit plötzlich stoppen, so dass gefährliche Mengen an Abfällen im Körper aufgebaut werden.

Anzeichen und Symptome der akuten Nierenschädigung können sein: reduzierter Urin oder Schwellungen in den Beinen oder Füßen. Die Patienten sollten nicht aufhören, ihre Medikamente zu nehmen, ohne vorher mit ihrem Arzt zu sprechen. Es kann zu einem unkontrollierten Blutzuckerspiegel führen, der schädlich sein kann.

Ärzte

Ärzte sollten Faktoren berücksichtigen, die Patienten mit Nierenschäden prädisponieren können, bevor sie eine Behandlung mit Canagliflozin oder Dapagliflozin starten. Dazu gehören vermindertes Blutvolumen; chronische Niereninsuffizienz; kongestive Herzinsuffizienz; und die Einnahme anderer Medikamente wie Diuretika, Blutdruck-Medikamente wie Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) und nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAID).

Beurteilen Sie die Nierenfunktion vor Beginn der Behandlung mit Canagliflozin oder Dapagliflozin und überwachen Sie sie regelmäßig danach. Wenn akutes Nierenversagen auftritt, sollte sofort das Medikament gestoppt und die Nierenfunktion behandelt werden.

Fallberichte

Von März 2013, als Canagliflozin genehmigt wurde, bis Oktober 2015 erhielt die FDA Berichte 101 bestätigter Fälle akuten Nierenversagens (in Verbindung mit der Einnahme von Canagliflozin oder Dapagliflozin), wobei einige eine Hospitalisierung und Dialyse erforderten. Diese Zahl umfasst nur die bei der FDA eingereichten Berichte.

In etwa der Hälfte der Fälle traten die Ereignisse der akuten Nierenschädigung innerhalb von 1 Monat nach Beginn der Behandlung auf, und die meisten Patienten erholten sich nach der Absetzung. Einige Fälle traten bei Patienten auf, die jünger als 65 Jahre alt waren. Einige Patienten waren dehydriert, hatten einen niedrigen Blutdruck, oder nahmen andere Arzneimittel ein, die die Nieren beeinflussen können.
© arznei-news.de – Quelle: FDA, Juni 2016

EU genehmigt Diabetesmedikament Forxiga

Die Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb Co. und AstraZeneca PLC informieren, dass ihre experimentelle Diabetespille mit dem Wirkstoff Dapagliflozin in der Europäischen Union genehmigt wurde.

Diabetespille Forxiga

Forxiga, mit dem Wirkstoff Dapagliflozin, eine einmal-pro-Tag Tablette für Erwachsene mit Typ 2 Diabetes, ist das erste genehmigte Medikament einer neuen Klasse, genannt SGLT2 Hemmer.

Funktionsweise von Dapagliflozin

Chemisch als Dapagliflozin bekannt, funktioniert Forxiga unabhängig von Insulin, um überschüssigen Blutzucker aus dem Körper zu entfernen, anders als andere Typ 2 Diabetesmedikamente.

Dapagliflozin

Dapagliflozin

Es kann allein oder mit Insulin oder anderen Arzneimitteln, die Blutzucker senken, eingenommen werden.

Bislang keine Genehmigung in USA: unzureichende Daten

Im letzten Januar, sagte die U.S. Food and Drug Administration, dass sie das Medikament nicht ohne weitere Daten genehmigen würde.

Bristol-Myers sagte, dass die beiden Pharmaunternehmen nun weitere Daten andauernder Patientenstudien liefern und ein weiteres Mal die Genehmigung bei der FDA Mitte 2013 beantragen wollen.

© arznei-news.de – Quelle: Bristol-Myers Squibb Co. und AstraZeneca PLC, Nov. 2012

Posititive Real-World-Daten

13.06.2017 AstraZeneca hat Ergebnisse aus einer Real-World-Analyse veröffentlicht, die potenziell einen früheren und breiteren Einsatz der SGLT-2-Inhibitor-Klasse von Medikamenten in der Diabetes-Behandlung unterstützen.

Die Daten von mehr als 30.000 Patienten mit Typ-II-Diabetes, deren Ergebnisse bei den 77. Scientific Sessions der American Diabetes Association vorgestellt wurden, zeigen eine signifikante Senkung der

  • Krankenhausaufenthalte wegen Nierenerkrankungen um 62 Prozent,
  • Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz (HF) um 37 Prozent und
  • Mortalität jeglicher Ursache um 27 Prozent

bei Patienten, die mit Forxiga (Wirkstoff Dapagliflozin; Handelsname in den USA Farxiga) behandelt wurden gegenüber DPP-4-Inhibitoren.

Auch eine Drei-Länder-Analyse von fast 100.000 Patienten mit Typ-II-Diabetes zeigte eine signifikante Senkung der Rate des CV-Todes um 47 Prozent und Krankenhausaufenthalten aufgrund von HF um 30 Prozent für Patienten, die erstmalig SGLT-2 einnahmen gegenüber anderen Diabetes-Medikamenten.

Der Pharmakonzern veröffentlichte auch die Ergebnisse einer aktualisierten Sicherheitsanalyse von Daten, die aus 30 klinischen Phase IIb / III Studien zu Forxiga zusammengefasst wurden, und die keine neuen Sicherheitssignale zeigten, sowie eine Inzidenz von unerwünschten Ereignissen, die den Kontrollgruppen generell ähnlich war.

Auch gab es keine signifikanten Unterschiede bei den Amputationen unterer Gliedmaßen, wobei acht (0,1 Prozent) Patienten in der Forxiga und sieben (0,2 Prozent) in der Kontrollgruppe betroffen waren.

Dapagliflozin ist derzeit als Ergänzung zu Diät und Sport zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen mit Typ-II-Diabetes zugelassen, ist aber nicht für die Senkung des Risikos von CV-Ereignissen, Tod oder Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz indiziert.

Die Studie DECLARE zu kardiovaskulären Ergebnisse läuft derzeit noch und wird voraussichtlich spätestens 2019 Daten liefern, schreibt das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quelle: AstraZeneca, Juni 2017

Dapagliflozin bietet signifikante Vorteile für Typ 1 Diabetiker

14.09.2017 Eine Mehrheit der mit Dapagliflozin (Handelsname Forxiga) behandelten Patienten zeigte einen signifikanten Rückgang ihres Blutzuckerspiegels laut einer neuen in The Lancet Diabetes und Endocrinology veröffentlichten Studie.

Die Teilnehmer von DEPICT-1 – einer 24-wöchigen, doppelblinden, randomisierten, dreiarmigen Phase 3 Multicenter-Studie – waren 833 Patienten im Alter von 18-75 Jahren, die einen unzureichend kontrollierten Blutzucker mit einem mittleren Baseline-Hämoglobin A1C (HbA1c) im Schnitt von 8,53 hatten. HbA1C-Spiegel für Typ 1 Diabetiker gelten als optimal, wenn sie unter sieben liegen, schreiben die Studienautoren.

In der Studie reduzierte etwa die Hälfte der Patienten unter Forxiga ihren HbA1C-Spiegel um mehr als 0,5 Prozent ohne einen starken Abfall im Blutzucker (Hypoglykämie). Die Forscher erklärten, dass jede Reduktion von HbA1c um etwa 0,5 Prozent als signifikant gilt und zur Zulassung des Medikaments als Antidiabetikum führen können. Sie stellten jedoch fest, dass die Ergebnisse eine weitere Bestätigung benötigen, bevor das Medikament von der FDA für den Einsatz bei Typ 1 Diabetes genehmigt werden kann.

Ein interessanter Aspekt der aktuellen Studie ist laut den Forschern, dass – im Gegensatz zur früheren Pilotstudie mit Dapagliflozin – keine Ketoazidose-Fälle beobachtet wurden; eine gefährliche Komplikation, die auftritt, wenn sich Säuren und Substanzen (Ketone) im Blut aufgrund des Mangels an Insulin ansammeln.
© arznei-news.de – Quelle: The Lancet Diabetes und Endocrinology, Sept. 2017

DECLARE-TIMI 58: Positive kardiovaskuläre Resultate bei Patienten mit T2D

25.09.2018 AstraZeneca hat positive Ergebnisse der Phase-III-Studie DECLARE-TIMI 58 für Forxiga (Dapagliflozin) publiziert. Die Studie evaluierte die kardiovaskulären Resultate von Forxiga vs. Placebo über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren – in 33 Ländern und bei mehr als 17.000 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes (T2D), die mehrere kardiovaskuläre Risikofaktoren oder eine etablierte kardiovaskuläre Erkrankung aufwiesen.

In der Studie DECLARE (Dapagliflozin Effect on Cardiovascular Events)-TIMI 58 erreichte das Medikament den primären Sicherheitsendpunkt der Nichtunterlegenheit bei schweren unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen (MACE).

Es erreichte eine statistisch signifikante Reduktion des kombinierten Endpunkts des Krankenhausaufenthaltes wegen Herzinsuffizienz oder kardiovaskulären Tod, einem der beiden primären Wirksamkeitsendpunkte.

Darüber hinaus wurden unter Forxiga weniger MACE-Ereignisse für einen anderen primären Wirksamkeitsendpunkt beobachtet, der jedoch keine statistische Signifikanz erreichte.

Die Daten von DECLARE-TIMI 58 bestätigen das etablierte Sicherheitsprofil von Dapagliflozin.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca

Metformin oder Insulin + Forxiga bei T2D: Verbesserung der glykämischen Parameter

07.10.2018 Forscher setzten kontinuierliche Glukoseüberwachung (CGM) ein, um die Auswirkungen der Zusatzbehandlung mit Dapagliflozin (Handelsname Forxiga) zu einem Behandlungsschema von Metformin oder Insulin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) zu bewerten.

Sie fanden signifikante Verringerungen der mittleren Glukose und anderer glykämischer Faktoren, wobei größere Verbesserungen bei Patienten zu beobachten waren, die Metformin einnahmen – im Vergleich zu Insulin.

Tägliche Schwankungen der Glukose

Es wurden die täglichen Schwankungen der Glukose in der Woche vor der Einnahme von Dapagliflozin und in der letzten Woche der Behandlung bestimmt. CGM konnte die Auswirkungen auf die mittlere gesamte Glukosekonzentration, Nüchternplasmaglukose, postprandiale Glukose, Verweildauer im Zielglukosebereich und Glukosevariabilität zeigen.

Das 24-h-MG (mittlere Glukose) sank um 18,2 mg/dL unter Dapagliflozin und erhöhte sich um 5,8 mg/dL unter Placebo (P < 0,001), schreiben die Forscher um Robert R. Henry von der University of California San Diego School of Medicine im Fachblatt Diabetes Technology & Therapeutics.

Zeit im Glukose-Zielbereich

Die Zeit, die im Glukose-Zielbereich (70-180 mg/dL) verbracht wurde, stieg im Vergleich zu Placebo (69,6% vs. 52,9%; P < 0,001) signifikant an, wobei auch die Zeit, die im hypoglykämischen Bereich (<70 mg/dL) verbracht wurde, leicht zunahm (0,3%), beruhend auf der Hintergrund-Insulintherapie.

Postprandiale Glukose und Gesamtglukosevariabilität

Dapagliflozin reduzierte die postprandiale Glukose und verringerte die Gesamtglukosevariabilität signifikant. Es traten nur wenige Fälle symptomatischer Hypoglykämie auf.

Das häufigste unerwünschte Ereignis war Harnwegsinfektion (6% in jedem Behandlungsarm).
© arznei-news.de – Quellenangabe: Diabetes Technology & Therapeutics – doi.org/10.1089/dia.2018.0052

Dapagliflozin wirksam gegen Herzinsuffizienz bei Diabetes-Patienten

19.03.2019 In Circulation veröffentlichte Studienergebnisse zeigen, dass AstraZenecas Forxiga (Dapagliflozin) das relative Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) um 16% gegenüber Placebo bei Patienten mit Typ-II-Diabetes, die einen früheren Herzinfarkt hatten, senkte.

Auch in einer zweiten vordefinierten Teilanalyse von Daten aus der DECLARE-TIMI 58 Studie reduzierte der SGLT2-Inhibitor das relative Risiko eines Krankenhausaufenthaltes wegen Herzinsuffizienz bei Patienten mit der Erkrankung, unabhängig von ihrem Status der Ejektionsfraktion, ein Maß für den Prozentsatz des Blutes, das das Herz bei jeder Kontraktion verlässt, sagte AstraZeneca.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca – https://dx.doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.119.040130

DECLARE-TIMI 58: Forxiga erhält Nierenfunktion

17.06.2019 Auf dem Treffen der American Diabetes Association (ADA) in San Francisco vorgestellte Daten zeigen, dass AstraZenecas Forxiga eine 47%ige Reduktion des Verbundes aus Nierenfunktionsverlust, terminaler Nierenerkrankung (ESRD) oder Nierenversagen in einer vorab festgelegten Analyse in der Phase III Studie DECLARE-TIMI 58 im Vergleich zu Placebo erreichte.

Der Natriumglukose-Co-Transporter 2 (SGLT2)-Inhibitor Dapagliflozin wurde bei 17.160 Patienten mit Typ-II-Diabetes und überwiegend erhaltener Nierenfunktion untersucht, unabhängig von der zugrundeliegenden atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankung.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca

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