Datopotamab-Deruxtecan

Datopotamab-Deruxtecan zeigt vielversprechende frühe klinische Aktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

29.01.2021 AstraZeneca berichtet über ermutigende Ergebnisse zum Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Datopotamab-Deruxtecan bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC).

Aktualisierte Ergebnisse der Phase-I-Studie TROPION-PanTumor01 zeigen eine vielversprechende klinische Aktivität für Datopotamab-Deruxtecan, ein TROP2-direktes ADC, bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC.

Wirksamkeit, Ansprechen

In der Phase-I-Studie TROPION-PanTumor01 wurde bei 159 Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, die unterschiedliche Dosierungen von Datopotamab-Deruxtecan (4mg/kg, 6mg/kg oder 8mg/kg) erhielten, eine objektive Ansprechrate (ORR) zwischen 21 und 25 % beobachtet, wie durch eine unabhängige zentrale Überprüfung festgestellt wurde (Stand: 4. September 2020).

Vollständiges oder partielles Ansprechen wurde bei 32 Patienten beobachtet; zusätzlich gab es bei fünf Patienten ein noch unbestätigtes Ansprechen. Die Wirksamkeitsdaten sind vorläufig, da die Nachbeobachtung in den verschiedenen Dosisgruppen noch nicht abgeschlossen ist, aber die vorläufigen Wirksamkeitsergebnisse könnten die Dauerhaftigkeit der klinischen Aktivität unterstützen, schreibt das Unternehmen.

Es wurde eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 67 bis 80 % mit einem medianen progressionsfreien Überleben (PFS) von 4,3 bis 8,2 Monaten über die drei Dosen von Datopotamab-Deruxtecan beobachtet.

Die Mehrheit der Patienten allen drei Dosierungen wurde zuvor mit drei oder mehr vorherigen Therapielinien behandelt, einschließlich platinbasierter Chemotherapie (94%) oder Immuntherapie (84%). Die mediane Dauer der Nachbeobachtung betrug 7,4 Monate. Zum Zeitpunkt des Cutoffs der Daten waren 39% der Patienten weiterhin mit Datopotamab-Deruxtecan behandelt worden.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Datopotamab-Deruxtecan zeigte in der Phase-I-Studie TROPION-PanTumor01 ein überschaubares Sicherheitsprofil, das mit den bisher berichteten Ergebnissen übereinstimmt. Insgesamt wurden die Dosierungen von 4mg/kg und 6mg/kg besser vertragen als die 8mg/kg-Dosis.

Zu den häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen (TEAE) des Grades 3 oder höher gehörten Schleimhautentzündungen, Anämie, Stomatitis und Erschöpfung, wobei bei Patienten, die mit der 8mg/kg-Dosis behandelt wurden, insgesamt höhere Raten auftraten. 14 Fälle (8%) von interstitieller Lungenerkrankung (ILD) traten auf, wie von einem unabhängigen Entscheidungsgremium festgestellt wurde.

Die Mehrzahl der ILD-Fälle (12/14) wurde in der 8mg/kg-Kohorte beobachtet, darunter drei Todesfälle (Grad 5). Ein ILD-Ereignis des Grades 3 wurde unter der 4mg/kg-Dosis und ein ILD-Ereignis des Grades 2 unter der 6mg/kg-Dosis beobachtet.

Basierend auf den Ergebnissen zur Wirksamkeit und Sicherheit wurde die 6mg/kg-Dosis als empfohlene Dosis für die Phase-III-Zulassungsstudie TROPION-Lung01 bestimmt.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca.



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