Denosumab: Osteoporose

Osteoporose-Medikament sicher in Langzeit-Studie

17.03.2017 Eine neue im Fachblatt Journal of Bone and Mineral Research veröffentlichte Studie berichtet über die kurzfristige und langfristige Sicherheit von Denosumab, einem monoklonalen Antikörper, der zur Behandlung von postmenopausaler Osteoporose eingesetzt wird.

Unerwünschte Ereignisse, die in einer kritischen klinischen Studie bei drei Jahren behandelten Frauen im Alter von 60 bis 90 Jahren festgestellt wurden, zeigten keine Tendenz, nach weiteren 3 Jahren Behandlung häufiger zu werden laut der Studie.

Darüber hinaus wurden bei Frauen, die nach 3 Jahren Placebo zu 3 Jahre Denosumab wechselten, kein verstärktes Auftreten der Nebenwirkungen im Vergleich zu Frauen, die in den ersten 3 Jahren behandelt wurden, festgestellt.

Dies stehe im Einklang mit einem ausgezeichneten Sicherheits und Verträglichkeitsprofil für Denosumab bei der Behandlung von Osteoporose, sagte Studienautor Dr. Nelson Watts. Vor allem bei älteren Frauen in der Langzeitbehandlung konnten viele, wenn nicht alle unerwünschten Ereignisse als „Lebensereignisse“ klassifiziert werden – Ereignisse, die aufgetreten wären, ob man an der Studie teilnahm oder nicht.
© arznei-news.de – Quelle: Journal of Bone and Mineral Research, März 2017

Medikament reduziert glukokortikoidbedingten Knochenverlust

30.04.2018 Dr. Kenneth Saag von der Alabama at Birmingham Universität und Kollegen verglichen den monoklonalen Antikörper Denosumab mit einer Standardbehandlung für Glukokortikoid-induzierte sekundäre Osteoporose, dem Bisphosphonat Risedronat.

Knochendichte in der unteren Wirbelsäule

In den 12-Monats-Ergebnissen ihrer 24-monatigen Studie haben sie festgestellt, dass Denosumab dem Medikament Risedronat überlegen war, gemessen an der erhöhten Knochendichte in der unteren Wirbelsäule.

Die Doppelblindstudie mit 795 Patienten aus 79 Gesundheitszentren in Europa, Lateinamerika, Asien und Nordamerika wurde in der Fachzeitschrift The Lancet Diabetes & Endocrinology publiziert. Von den Patienten nahmen 505 Patienten kontinuierlich Glukokortikoide und dies seit mindestens drei Monaten, und 290 Patienten erhielten seit weniger als drei Monaten Glukokortikoide.

Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt. Die eine Gruppe bekam alle sechs Monate eine Injektion Denosumab unter die Haut und nahm jeden Tag eine Placebo-Pille. Die Risedronat-Gruppe bekam alle sechs Monate eine Placebospritze und nahm täglich oral Risedronat ein.

Hüfte und Oberschenkelhals

Neben der überlegenen Knochendichte der Lendenwirbelsäule unter Denosumab nach 12 Monaten fanden die Forscher auch heraus, dass der Wirkstoff der Risedronat-Behandlung in Bezug auf die Knochendichte der gesamten Hüfte und am Oberschenkelhals des Femurs, dem großen Knochen des Oberschenkels, überlegen war.

Die beiden Behandlungsgruppen hatten ähnliche Sicherheitsprofile.

Die Wissenschaftler bemerkten, dass die Studie Denosumab mit Risedronat verglich, so dass über die relative Leistung von Denosumab im Vergleich zu anderen Osteoporose-Behandlungen als Risedronat noch keine Aussage getroffen werden kann.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Alabama at Birmingham Universität; The Lancet Diabetes & Endocrinology – DOI: 10.1016/S2213-8587(18)30075-5



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