Corona: Dexamethason bei COVID-19

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Dexamethason reduzierte in Studie die Todesfälle bei schwer erkrankten COVID-19-Patienten

16.06.2020 Eine im März 2020 gestartete Studie hat ihre Ergebnisse veröffentlicht und gezeigt, dass Dexamethason die Todesfälle bei beatmeten COVID-19-Patienten um ein Drittel reduziert hat.

Die RECOVERY-Studie wurde als randomisierte klinische Studie angelegt, um eine Reihe potenzieller Behandlungsoptionen für COVID-19 zu testen, darunter die niedrig dosierte Steroidbehandlung Dexamethason. Mehr als 11.500 Patienten aus über 175 Krankenhäusern des National Health Service (NHS) in Großbritannien wurden aufgenommen.

Insgesamt erhielten 2.104 Patienten 10 Tage lang einmal täglich 6 mg Dexamethason (entweder über den Mund oder durch intravenöse Injektion) und wurden mit 4.321 Patienten verglichen, die allein mit der üblichen Behandlung behandelt wurden.

Unter den Patienten, die nur die übliche Versorgung erhielten, war die 28-Tage-Mortalität am höchsten bei denjenigen, die eine Beatmung benötigten (41 Prozent), mittelhoch bei den Patienten, die nur Sauerstoff benötigten (25 Prozent) und am niedrigsten bei denjenigen, die keine respiratorische Intervention benötigten (13 Prozent).

Die Studie zeigt, dass Dexamethason die Todesfälle bei beatmeten Patienten um ein Drittel und bei anderen Patienten, die nur Sauerstoff erhielten, um ein Fünftel reduzierte. Bei den Patienten, die keine Atmungsunterstützung benötigten, gab es keinen Nutzen.

Die Forscher kommen aufgrund dieser Ergebnisse zu dem Schluss, dass ein Todesfall durch die Behandlung von etwa acht beatmeten Patienten oder etwa 25 Patienten, die allein Sauerstoff benötigen, verhindert werden könnte.

„Dies ist ein äußerst begrüßenswertes Ergebnis“, sagte einer der Studienleiter, Peter Horby von der Universität Oxford, in einer Erklärung. Der Überlebensvorteil sei bei sehr kranken Patienten, die eine Sauerstoffbehandlung benötigen, klar und groß, so dass Dexamethason bei diesen Patienten nun zur Standardbehandlung werden sollte, sagte er.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Universität Oxford.





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