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Diabetes-Medikamente und Nierensteine

SGLT-2-Hemmer und das Nephrolithiasis-Risiko bei Patienten mit Typ-2-Diabetes

Diabetes-Medikamente und Nierensteine

01.02.2024 Die Zahl der Nierensteine nimmt in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt zu. Typ-2-Diabetes wird mit einem erhöhten Risiko für Nierensteine in Verbindung gebracht, aber einige Behandlungsformen für diese Erkrankung können auch das Risiko für Nierensteine senken.

In einer von Forschern des Mass General Brigham geleiteten Studie fanden Forscher heraus, dass ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Natrium-Glukose-Contratransporter-2-Hemmern (SGLT2-Hemmer) und einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Nierensteinen besteht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht.

Forscher des Brigham and Women’s Hospital und des Massachusetts General Hospital haben die Analyse gemeinsam durchgeführt. Die Studie umfasste Daten aus drei landesweiten Datenbanken von Patienten mit Diabetes Typ 2, die in der klinischen Routinepraxis behandelt wurden. Das Team analysierte Informationen von 716.406 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, die mit der Einnahme eines SGLT2-Hemmers oder zweier anderer Klassen von Diabetesmedikamenten, die als GLP1-Rezeptor-Agonisten oder Dipeptidylpeptidase-4 (DPP4)-Hemmer bekannt sind, begonnen hatten.

Patienten, die mit der Einnahme von SGLT2-Hemmern begannen, hatten ein um 30 % geringeres Risiko für die Entwicklung von Nierensteinen als Patienten, die GLP1-Agonisten einnahmen, und ein etwa 25 % geringeres Risiko als Patienten, die DPP4-Hemmer einnahmen. Die Ergebnisse waren unabhängig von Geschlecht, Rasse/ethnischer Zugehörigkeit, chronischer Nierenerkrankung und Fettleibigkeit.

„Unsere Ergebnisse könnten dazu beitragen, klinische Entscheidungen für Patienten mit Diabetes zu treffen, bei denen ein Risiko für die Entwicklung von Nierensteinen besteht“, sagte die korrespondierende Autorin Dr. Julie Paik von der Abteilung für Pharmakoepidemiologie und Pharmakoökonomie und der Abteilung für Nierenmedizin am Brigham and Women’s Hospital.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Internal Medicine (2024). DOI: 10.1001/jamainternmed.2023.7660

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