Pembrolizumab (Keytruda) – Nierenzellkarzinom

Einsatz des Medikamentes bei (s. dort): Hodgkin-Lymphom, B-Zell-Lymphom, Melanom – Schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs (Kolorektalkarzinom), Lungenkrebs (NSCLC), Kopf- und Halskrebs, Mesotheliom, Magenkrebs, Magenkarzinom, Nierenzellkarzinom, Prostatakrebs, Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Zeigt verbessertes Gesamtansprechen in Phase 2 Nierenzellkarzinom-Studie

09.06.2018 Eine Phase-2-Studie mit Keytruda (Pembrolizumab) zeigte eine Gesamtansprechrate (ORR) von etwa 40% als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom.

Die Zwischenergebnisse der Phase 2-Studie KEYNOTE-427 zeigten eine ORR von 38,2% bei Patienten, die eine Keytruda-Monotherapie als Erstlinientherapie erhielten. Es ist der primäre Endpunkt der Studie.

Wirkweise

Pembrolizumab bindet an einen Rezeptor namens programmed cell death-1 und blockiert die Interaktion zwischen PD-1 und dessen Liganden PD-L1 und PD-L2, wodurch der PD-1-Rezeptor daran gehindert wird, T-Zellen auszuschalten.

Die ORR betrug 50,0% bei Patienten in einer vordefinierten und explorativen Subgruppenanalyse auf Basis des PD-L1-Status, deren Tumoren PD-L1 exprimierten.

Die ORR betrug 42% bei Patienten mit intermediärem/schlechtem prognostischen Risiko in einer vordefinierten explorativen Subgruppenanalyse auf der Grundlage des Risikomodells des International Metastatic Renal Cell Carcinoma Database Consortium (IMDC).

Keynote-427

Keynote-427 ist eine einarmige, offene, nicht-randomisierte Multikohorten- und Phase-2-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit von Keytruda als Monotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom, die keine vorherige systemische Therapie erhalten haben.

Der primäre Endpunkt der Studie ist das ORR; sekundäre Endpunkte sind die Ansprechzeit, die Krankheitskontrollrate, das progressionsfreie Überleben, das Gesamtüberleben sowie die Sicherheit und Verträglichkeit.

In der Keynote-427-Studie rekrutierte Merck/MSD 275 Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom in zwei Kohorten, darunter Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom in Kohorte A und Patienten mit nicht-klarem Nierenzellkarzinom in Kohorte B.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD

Kombination mit Inlyta zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei Behandlung von Nierenkrebs

20.10.2018 Eine zulassungsrelevante Phase-III-Studie zur Untersuchung der Kombination von MSDs Anti-PD-1-Therapie Keytruda (Wirkstoff Pembrolizumab) und Pfizers Tyrosinkinase-Hemmer Inlyta (Wirkstoff Axitinib) hat einen signifikanten Vorteil sowohl für das Gesamtüberleben (OS) als auch für das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten mit Nierenkrebs gezeigt.

MSD schreibt, dass die KEYNOTE-426-Studie beide primären Endpunkte erreicht hat: Sie demonstrierte statistisch und klinisch signifikante Verbesserungen bei OS und PFS in der Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem oder metastasierendem Nierenzellkarzinom (RCC) im Vergleich zur Sunitinib-Monotherapie.

Die Studie erreichte auch den wichtigsten sekundären Endpunkt der objektiven Ansprechrate (ORR) mit signifikanten Verbesserungen für die Kombination Keytruda / Inlyta im Vergleich zu Sutent (Wirkstoff Sunitinib).

Die Ergebnisse für OS, PFS und ORR waren unabhängig von der PD-L1-Expression und über alle Risikogruppen hinweg konsistent, während das Sicherheitsprofil der Kombination generell mit dem in zuvor berichteten Studien für jede Therapie einherging, stellte MSD fest.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD

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