Lenvatinib (Lenvima): Nierenkrebs, Nierenzellkarzinom

FDA: Breakthrough-Therapie-Status – Nierenzellkarzinom

30.07.2015 Die FDA hat Eisais vielversprechendes Krebsmedikament Lenvima Breakthrough-Therapie-Status für Nierenzellkarzinom gewährt.

Er basiert auf den Ergebnissen einer Phase-II-Studie, die zeigten, dass der Wirkstoff Lenvatinib plus Novartis Afinitor (Everolimus) „signifikant“ das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zu Afinitor allein verlängert. Als Monotherapie verlängerte es ebenfalls das PFS im Vergleich zu Afinitor.

Das Medikament ist bereits in mehreren Ländern als Lenvima zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs zugelassen, und es wird auch bei verschiedenen anderen Tumorarten erprobt einschließlich Leberzellkarzinom, Endometriumkarzinom und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

Darüber hinaus hat sich Eisai mit Merck zusammengetan, um das Medikament in Kombination mit dessen Krebs-Immuntherapie-Medikament Keytruda (Pembrolizumab) zu testen.

Das Medikament ist ein Mehrfachrezeptor-Tyrosinkinase (RTK) Inhibitor mit einem neuen Bindungsmodus, der selektiv die Kinaseaktivitäten mehrerer Rezeptoren der Tumorproliferation hemmt.
© arznei-news.de – Quelle: Eisai, Juli 2015

Nierenzellkarzinom: FDA-Zulassung

16.05.2016 Eisais Lenvima hat eine zweite Indikation in den USA mit der Genehmigung für die Behandlung von Nierenzellkarzinom (der häufigsten Form von Nierenkrebs) erhalten.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration hat den Einsatz des Wirkstoffes Lenvatinib zusammen mit Afinitor (Everolimus) für Patienten mit fortgeschrittenem RCC freigegeben, deren Erkrankung trotz vorheriger anti-angiogener Therapie fortschritt.

Die Zulassung basiert auf Daten aus einer Phase-II-Studie (Studie 205), die zeigten, dass unter der Kombination Lenvima plus Afinitor das mittlere progressionsfreie Überleben fast dreimal so hoch war wie unter Afinitor allein (medianes PFS 14,6 Monate gegenüber 5,5 Monate).

Die Kombinationstherapie senkte das Risiko von Krankheitsprogression oder Tod um 63% im Vergleich zu Everolimus allein, während die objektiven Ansprechraten bei 37% gegenüber 6% lagen.

Auf der sicheren Seite sind die häufigsten Nebenwirkungen (mehr als 30%) gewesen: Durchfall, Müdigkeit, Arthralgie / Myalgie, verminderter Appetit, Erbrechen, Übelkeit, Stomatitis / orale Entzündung, Hypertonie, periphere Ödeme, Husten, Bauchschmerzen, Atemnot, Hautausschlag, Gewichtsabnahme, hämorrhagische Ereignisse und Proteinurie.
© arznei-news.de – Quelle: Eisai, Mai 2016

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