Diabetes: SGLT2-Hemmer, SGLT2-Hemmer/GLP-1RA gegen kardiovaskuläre Ereignisse

SGLT2, GLP-1-Rezeptor-Agonisten und deren Kombination sind mit einem signifikant verringerten Risiko für Herzinsuffizienz bei Patienten mit Diabetes Typ 2 verbunden

18.02.2022 Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes kann die derzeitige Anwendung von Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SGLT2i) und SGLT2i in Kombination mit Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1RA) vorteilhaft für die Vorbeugung von schwerwiegenden unerwünschten kardialen und zerebrovaskulären Ereignissen (MACCE) sein, während SGLT2, GLP-1RA und ihre Kombination Herzversagen vorbeugen können laut einer in Diabetes Care veröffentlichten Studie.

Die Studie

Dr. Alison K. Wright von der Universität Manchester in Großbritannien und Kollegen untersuchten in drei verschachtelten Fall-Kontroll-Studien, an denen Patienten mit Typ-2-Diabetes teilnahmen, den Zusammenhang zwischen der aktuellen Einnahme von SGLT2-Hemmern, GLP-1-Rezeptor-Agonisten und deren Kombination und dem Risiko für MACCE und Herzversagen. Jeder Patient, bei dem ein Ereignis auftrat, wurde mit bis zu 20 Kontrollpersonen abgeglichen.

Die Forscher fanden heraus, dass 5,5 Prozent der 336.334 Menschen mit Typ-2-Diabetes und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein MACCE erlitten, und dass 4,2 Prozent der 411.206 Menschen mit Typ-2-Diabetes und ohne Herzinsuffizienz ein Herzinsuffizienz-Ereignis aufwiesen.

Schwerwiegende unerwünschte kardiale und zerebrovaskuläre Ereignisse

Die bereinigte gepoolte Odds Ratio für MACCE betrug 0,82 (95 Prozent Konfidenzintervall [KI], 0,73 bis 0,92) für SGLT2i, 0,93 (95 Prozent KI, 0,81 bis 1,06) für GLP-1RA und 0,70 (95 Prozent KI, 0,50 bis 0,98) für SGLT2i/GLP-1RA-Kombinationspräparate im Vergleich zu anderen Kombinationspräparaten.

Herzinsuffizienz

Die entsprechenden Odds Ratios für Herzinsuffizienz lagen bei 0,49 (95 Prozent CI, 0,42 bis 0,58), 0,82 (95 Prozent CI, 0,71 bis 0,95) und 0,43 (95 Prozent CI, 0,28 bis 0,64).

Klinische Studien zu diesen Wirkstoffen und ihrer Kombination sind im Rahmen der Primärprävention erforderlich, um die Wirksamkeit und Kosteneffizienz zu bewerten, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Diabetes Care – doi.org/10.2337/dc21-1113

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