Diabetes u. Alzheimer-Demenz: DPP-4-Hemmer könnten schützen

Geringe Amyloid-Belastung und günstige kognitive Ergebnisse bei Verwendung von DPP-4-Hemmern bei kognitiver Beeinträchtigung durch Alzheimer-Krankheit und Diabetes

13.08.2021 Bei Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit (ADCI) und Diabetes ist die Einnahme von Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren (DPP-4-Hemmer) mit einer geringen Amyloidbelastung und günstigen kognitiven Ergebnissen verbunden. Dies geht aus einer in Neurology veröffentlichten Studie hervor.

Die Studie

Dr. Seong Ho Jeong vom Yonsei University College of Medicine in Seoul, Südkorea, und Kollegen führten eine retrospektive Untersuchung von 282 Patienten mit Alzheimer-Erkrankung durch, die positiv auf 18F-Florbetaben-Amyloid-Positronenemissionstomographie-Bildern gescannt worden waren.

Die Patienten wurden nach Diabetesdiagnose und DPP-4-Hemmer-Anwendung eingeteilt: Patienten mit Diabetes, die mit DPP-4-Hemmer behandelt wurden (ADCI-DPP-4i+; 70 Patienten), Patienten mit Diabetes ohne DPP-4-Hemmer-Behandlung (ADCI-DPP-4i-; 71 Patienten) und Patienten ohne Diabetes (141 Patienten).

Amyloid-Belastung

Die Forscher fanden heraus, dass nach Anpassung auf Alter, Geschlecht, Bildung, kognitiven Status und APOE-ε4-Trägerstatus die ADCI-DPP-4i+-Gruppe eine geringere Gesamtbelastung mit Amyloid aufwies als die ADCI-DPP-4i-Gruppe oder die Gruppe ohne Diabetes (ß = 0,075 bzw. 0,054).

Darüber hinaus wies die ADCI-DPP-4i+-Gruppe im Vergleich zur ADCI-DPP-4i-Gruppe oder zur Gruppe ohne Diabetes eine geringere regionale Amyloidbelastung in temporo-parietalen Bereichen auf.

In der ADCI-DPP-4i+-Gruppe wurde im Vergleich zur ADCI-DPP-4i-Gruppe eine langsamere Abnahme bei Mini-Mental-State-Examination-Scores und des Gedächtnisabruf-Subscores festgestellt.

Unsere Studie hat nicht nur gezeigt, dass Menschen, die Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren zur Senkung des Blutzuckerspiegels einnehmen, insgesamt weniger Amyloid im Gehirn haben, sondern auch geringere Werte in Hirnregionen, die an der Alzheimer-Krankheit beteiligt sind, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: NeurologyDOI: https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000012534

Weitere Infos / News:





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Schreiben Sie bitte über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament. Aus Lesbarkeitsgründen Punkt und Komma nicht vergessen (keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift etc).

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren