Dostarlimab (Jemperli) bei Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs)

Positive Phase-III-Daten von RUBY zeigen das Potenzial von Jemperli (Dostarlimab) in Kombinationstherapie bei Patientinnen mit primärem fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom

Dostarlimab (Jemperli) bei Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs)

16.03.2024 GSK hat statistisch signifikante und klinisch aussagekräftige Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) aus Teil 1 und zum progressionsfreien Überleben (PFS) aus Teil 2 der Phase-III-Studie RUBY/ENGOT-EN6/GOG3031/NSGO bei erwachsenen Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkrebs veröffentlicht.

Phase-III-Studienprogramm RUBY

Ziel des Phase-III-Studienprogramms RUBY ist es, zu untersuchen, welche Patientinnen mit primärem fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom (Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut) möglicherweise von einer Behandlung mit Jemperli (Wirkstoff Dostarlimab) plus Chemotherapie mit oder ohne zusätzlicher Zejula (Niraparib) Erhaltungstherapie profitieren könnten.

Teil 1 der Phase-III-Studie RUBY untersucht Dostarlimab plus Standard-Chemotherapie (Carboplatin-Paclitaxel), gefolgt von Dostarlimab, im Vergleich zu Chemotherapie plus Placebo, gefolgt von Placebo.

Teil 2 der Phase-III-Studie RUBY untersucht Dostarlimab plus Standard-Chemotherapie, gefolgt von Dostarlimab plus Niraparib als Erhaltungstherapie im Vergleich zu Chemotherapie plus Placebo, gefolgt von Placebo.

Die Sicherheits- und Verträglichkeitsprofile von Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel und Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel gefolgt von Dostarlimab plus Niraparib entsprachen im Allgemeinen den bekannten Sicherheitsprofilen der einzelnen Arzneimittel.

Frühere Daten zeigten eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des PFS unter Jemperli plus Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie bei primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom mit Mismatch-Reparatur-Defekt (dMMR)/Microsatellite Instability-High (MSI-H). Diese Daten führten zu Zulassungen für diese Patientengruppe in den USA, der EU und einigen anderen Ländern.

Die nun vorgestellten Daten zeigen laut GSK einen zusätzlichen potenziellen Nutzen von Dostarlimab plus Chemotherapie, mit oder ohne Zusatz von Niraparib, in der Gesamtpopulation von Patientinnen mit primärem fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom, einschließlich Patientinnen mit mismatch repair proficient (MMRp) / microsatellitenstabilen (MSS) Tumoren, für die es derzeit keine zugelassenen immuntherapeutischen Therapien gibt.

RUBY Teil 1: Es wurde eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung der Überlebenszeit für Dostarlimab plus Chemotherapie im Vergleich zu Placebo plus Chemotherapie beobachtet, womit ein primärer Endpunkt der Studie erreicht wurde

Dostarlimab plus Chemotherapie im Vergleich zur Chemotherapie allein zeigte:

in der Gesamtpopulation:

  • eine statistisch signifikante Verringerung des Sterberisikos um 31% (Hazard Ratio [HR]: 0,69; [95% CI: 0,539-0,890])
  • eine klinisch bedeutsame Verbesserung des medianen OS um 16,4 Monate (44,6 Monate gegenüber 28,2 Monaten)

in einer vorspezifizierten explorativen Analyse der MMRp/MSS-Population:

  • einen klinisch bedeutsamen Trend zur Verringerung des Sterberisikos um 21% (HR: 0,79; [95% CI: 0,602-1,044])
  • eine klinisch bedeutsame Verbesserung des medianen Überlebens um sieben Monate (34,0 Monate gegenüber 27,0 Monaten)

RUBY Teil 2: Die Zugabe von Niraparib zu Dostarlimab in der Erhaltungsphase verbesserte das PFS bei primärem fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie signifikant und erreichte damit den primären Endpunkt der Studie

Dostarlimab plus Chemotherapie gefolgt von Dostarlimab plus Niraparib im Vergleich zu Placebo plus Chemotherapie gefolgt von Placebo zeigte:

in der Gesamtpopulation:

  • eine statistisch signifikante Verringerung des Risikos einer Krankheitsprogression oder des Todes um 40% (HR: 0,60 [95% CI: 0,43-0,82])
  • eine klinisch bedeutsame Verbesserung des medianen PFS um 6,2 Monate (14,5 Monate gegenüber 8,3 Monaten)

in der MMRp/MSS-Population:

  • eine statistisch signifikante Verringerung des Risikos einer Krankheitsprogression oder des Todes um 37% (HR: 0,63 [95% CI: 0,44-0,91])
  • eine klinisch bedeutsame Verbesserung des medianen PFS um 6,0 Monate (14,3 Monate vs. 8,3 Monate)

© arznei-news.de – Quellenangabe: GSK

News zu Dostarlimab bei Endometriumkarzinom

Die Kombination von Jemperli (Dostarlimab) und Zejula (Niraparib) verbesserte das progressionsfreie Überleben bei primärem fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom in der Phase-III-Studie RUBY Teil 2 deutlich

18.12.2023 GSK hat positive Hauptergebnisse einer vorgesehenen Analyse von Teil 2 der Phase-III-Studie RUBY/ENGOT-EN6/GOG3031/NSGO veröffentlicht, in der Jemperli (Dostarlimab) in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel), gefolgt von Dostarlimab plus Zejula (Niraparib) als Erhaltungstherapie, bei erwachsenen Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom untersucht wurde.

Die Studie, in der diese Kombination im Vergleich zu Placebo plus Chemotherapie, gefolgt von Placebo, untersucht wurde, erreichte ihren primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens (PFS), wobei ein statistisch signifikanter und klinisch bedeutsamer Nutzen sowohl in der Gesamtpopulation der Patientinnen als auch in einer Unterpopulation von Patientinnen mit Mismatch-Repair-fähigen/mikrosatellitenstabilen (MMRp/MSS) Tumoren beobachtet wurde.

Die Analyse der vollständigen Studiendaten, einschließlich des wichtigen sekundären Endpunkts des Gesamtüberlebens (OS), ist noch nicht abgeschlossen. Die OS-Daten sind noch nicht ausgereift und werden weiter verfolgt.

Das Sicherheitsprofil von Dostarlimab plus Carboplatin und Paclitaxel, gefolgt von Dostarlimab plus Niraparib, stimmte im Allgemeinen mit den bekannten Sicherheitsprofilen der einzelnen Wirkstoffe überein.

Die vollständigen Ergebnisse dieser Analyse werden auf einer bevorstehenden wissenschaftlichen Tagung vorgestellt und in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht, und den Zulassungsbehörden mitgeteilt, schreibt GSK.

© arznei-news.de – Quellenangabe: GSK

Phase-III-Studie RUBY mit Jemperli (Dostarlimab) plus Chemotherapie erreicht Endpunkt des Gesamtüberlebens bei Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom

30.10.2023 GSK berichtet über positive Hauptergebnisse einer planmäßigen Analyse von Teil 1 der Phase-III-Studie RUBY/ENGOT-EN6/GOG3031/NSGO, in der Jemperli (Dostarlimab) in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel), gefolgt von Dostarlimab als Einzelwirkstoff, im Vergleich zu Placebo plus Chemotherapie, gefolgt von Placebo, bei erwachsenen Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs) untersucht wurde.

Wirksamkeit und Sicherheit

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, das Gesamtüberleben (OS), und zeigte einen statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Nutzen für die gesamte Patientenpopulation, schreibt GSK.

Ein klinisch signifikanter Nutzen für das Gesamtüberleben wurde in beiden vordefinierten Untergruppen der Studie beobachtet: Mismatch-Reparatur-defiziente (dMMR) / Mikrosatelliteninstabilität-hoch (MSI-H) und Mismatch-Reparatur-profiziente (MMRp) / Mikrosatelliten-stabile (MSS) Patientenuntergruppen. Das Überleben ist einer von zwei primären Endpunkten in der RUBY-Studie Teil 1.

Zuvor hatte die Studie ihren anderen primären Endpunkt, das progressionsfreie Überleben (PFS), erreicht und eine 72%ige bzw. 36%ige Verringerung des Risikos eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes in der dMMR/MSI-H-Population (HR: 0,28 [95% CI: 0,16-0,50]) bzw. in der Gesamtpatientenpopulation (HR: 0,64 [95% CI: 0,51-0,80]) nachgewiesen.

Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Dostarlimab plus Carboplatin und Paclitaxel entsprach im Allgemeinen den bekannten Sicherheitsprofilen der einzelnen Wirkstoffe. Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (≥ 25 %) bei Patienten, die Dostarlimab plus Chemotherapie erhielten, waren Übelkeit, Alopezie, Erschöpfung, periphere Neuropathie, Anämie, Arthralgie, Verstopfung, Diarrhöe und Myalgie.

Die vollständigen Ergebnisse dieser jüngsten Analyse der Studie werden in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht und auf einer bevorstehenden wissenschaftlichen Tagung vorgestellt.

Über RUBY

RUBY ist eine zweiteilige globale, randomisierte, doppelblinde, multizentrische Phase-III-Studie für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom. In Teil 1 wird Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel, gefolgt von Dostarlimab, gegenüber Carboplatin-Paclitaxel plus Placebo, gefolgt von Placebo, untersucht. In Teil 2 wird Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel, gefolgt von Dostarlimab plus Niraparib, gegenüber Placebo plus Carboplatin-Paclitaxel, gefolgt von Placebo, untersucht.

Die dualen primären Endpunkte in Teil 1 sind das vom Studienarzt bewertete PFS auf der Grundlage der Response Evaluation Criteria in Solid Tumors v1.1 und das OS. Der statistische Analyseplan umfasste vordefinierte Analysen des PFS in der dMMR/MSI-H- und ITT-Population sowie des OS in der Gesamtpopulation. Darüber hinaus wurden vorab spezifizierte explorative Analysen zum PFS und OS in der MMRp/MSS-Population und zum OS in den dMMR/MSI-H-Populationen durchgeführt.

Teil 1 der RUBY-Studie umfasste eine breite Population, darunter auch Histologien, die häufig von klinischen Studien ausgeschlossen werden, und etwa 10 % der Patientinnen hatten ein Karzinosarkom und 20 % ein seröses Karzinom. In Teil 2 ist der primäre Endpunkt das vom Studienarzt bewertete PFS. Zu den sekundären Endpunkten in Teil 1 und Teil 2 gehören das PFS nach verblindeter, unabhängiger zentraler Überprüfung, die Gesamtansprechrate, die Dauer des Ansprechens, die Krankheitskontrollrate, die von den Patientinnen gemeldeten Ergebnisse sowie die Sicherheit und Verträglichkeit.

© arznei-news.de – Quellenangabe: GSK

EU: Endometriumkarzinom (Krebs des Gebärmutterkörpers) – CHMP-Zulassungsempfehlung für Jemperli

26.02.2021 Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) empfiehlt die Zulassung von Jemperli (aktive Substanz ist Dostarlimab) der Firma GlaxoSmithKline als Lösung zur Infusion (500 mg Dostarlimab pro 10 ml) für die Behandlung bestimmter Arten von wiederkehrendem oder fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (Krebs des Gebärmutterkörpers).

Der Wirkstoff von Jemperli ist Dostarlimab, ein antineoplastischer monoklonaler Antikörper (ATC-Code: L01XC40), der T-Zell-Reaktionen, einschließlich Anti-Tumor-Ansprechen, durch Blockade der PD-1-Bindung an die Liganden PD L1 und PD L2 potenziert.

Der Nutzen von Jemperli sind die Auswirkungen auf die objektive Ansprechrate und die Dauer des Ansprechens bei Patientinnen mit Mismatch-Reparatur-defizientem (dMMR) oder mit hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) rezidivierten oder fortgeschrittenen Endometriumkarzinom, die zuvor behandelt wurden.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Anämie, Übelkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Pruritus, Hautausschlag, Myalgie, Pyrexie und Hypothyreose.

Die vollständige Indikation bei Zulassung wäre:

Jemperli ist indiziert als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patientinnen mit rezidivierendem oder fortgeschrittenem Mismatch-Reparatur-defizienten (dMMR)/ hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) Endometriumkarzinom, das während oder nach einer vorherigen Behandlung mit einem platinhaltigen Regime fortgeschritten ist.
© arznei-news.de – Quelle: EMA

EU: Rezidivierendes oder fortgeschrittenes Endometriumkarzinom – Die Europäische Kommission erteilt JEMPERLI die Zulassung

27.04.2021 Die Europäische Kommission hat am 22.04.2021 dem Medikament JEMPERLI (Wirkstoff ist Dostarlimab) der Firma GlaxoSmithKline (Ireland) Limited die Zulassung für die folgende Indikation erteilt:

JEMPERLI ist als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen mit rezidivierendem oder fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (endometrial cancer, EC) mit Mismatch-Reparatur- Defizienz (dMMR)/hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) angezeigt, das während oder nach einer vorherigen Behandlung mit einer Platin-basierten Therapie progredient ist.
© arznei-news.de – Quelle: EC

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