Enobosarm bei Brustkrebs

Enobosarm hat antitumorale Aktivität bei ER-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenen Brustkrebs

Enobosarm bei Brustkrebs

28.02.2024 Der orale selektive Androgenrezeptor-Modulator Enobosarm hat eine antitumorale Wirkung und kann bei Patientinnen mit Östrogenrezeptor (ER)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2)-negativem fortgeschrittenen Brustkrebs einen klinischen Nutzen bringen, so das Ergebnis einer in The Lancet Oncology veröffentlichten Studie.

Dr. Carlo Palmieri vom Clatterbridge Cancer Centre NHS Foundation Trust in Liverpool, England, und Kollegen untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit von Enobosarm bei Frauen mit ER-positivem, HER2-negativem und Androgenrezeptor (AR)-positivem Krebs. Postmenopausale Frauen mit zuvor behandeltem ER-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs wurden in eine randomisierte Studie aufgenommen, die an 35 Zentren in neun Ländern durchgeführt wurde.

Die Teilnehmerinnen wurden nach dem Zufallsprinzip auf 9 mg oder 18 mg orales Enobosarm pro Tag verteilt (72 bzw. 64 Patientinnen). Die auswertbare Population umfasste 50 bzw. 52 Patientinnen). Die Patientinnen wurden im Median 7,5 Monate lang beobachtet.

  • Die Forscher fanden heraus, dass 32 Prozent der Patientinnen in der 9-mg- und 29 Prozent in der 18-mg-Gruppe nach 24 Wochen einen klinischen Nutzen zeigten.
  • Insgesamt traten bei 8 Prozent der Patientinnen in der 9-mg-Gruppe und bei 16 Prozent in der 18-mg-Gruppe unerwünschte Ereignisse des Grades 3 oder 4 auf, am häufigsten erhöhte hepatische Transaminasen, Hyperkalzämie und Erschöpfung.

„Die Daten dieser Studie liefern den Nachweis für die Wirksamkeit und Sicherheit eines neuartigen selektiven AR-Modulators – Enobosarm – bei AR-positivem, ER-positivem und HER2-negativem metastasierendem Brustkrebs und unterstützen damit die Annahme, dass die Aktivierung des AR antitumorale Wirkungen entfalten kann“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet Oncology – DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(24)00004-4

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