Escitalopram (Cipralex) absetzen – Erfahrungen

Weitere Erfahrungsberichte zu diesem Medikament sind unter Escitalopram (Cipralex) Erfahrungen zu lesen. Weitere Infos, News zum Medikament unter

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Nutzererfahrungen zu Escitalopram (Cipralex); weitere Erfahrungsberichte zu diesem Medikament sind unter Escitalopram (Cipralex) Erfahrungen. Die vollständigen Erfahrungsberichte sind im Anschluss darunter zu finden.

  • Absetzsymptome: Viele Nutzer berichten von Symptomen wie Schwindel, Herzrasen, Übelkeit und Schlafproblemen beim Absetzen von Escitalopram.
  • Therapiebegleitung: Einige Nutzer empfehlen, das Medikament nur in Absprache mit einem Arzt und begleitend zu einer Therapie abzusetzen.
  • Individuelle Erfahrungen: Die Erfahrungen mit dem Absetzen variieren stark; manche berichten von geringen Nebenwirkungen, während andere intensive Symptome erleben.
  • Unterstützung und Selbstvertrauen: Nutzer betonen die Wichtigkeit von Unterstützung durch Familie oder Therapeuten sowie das Aufbauen von Selbstvertrauen während des Absetzprozesses.

Bitte beachten Sie, dass dies subjektive Erfahrungsberichte von Nutzern sind und medizinische Beratung durch einen Facharzt nicht ersetzen können. Für eine individuelle Beratung sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Weitere Nutzerberichte zu Escitalopram (Cipralex) absetzen

Beiträge zu “Escitalopram (Cipralex) absetzen – Erfahrungen”

  1. Wenn ich alle diese Erfahrungen lese, muss ich sagen, ich hab wohl Glück gehabt. Ich habe 6 Jahre Escitalopram eingenommen und beim Absetzen absolut keine Probleme gehabt. Habe mich streng an die Anweisungen meines Arztes gehalten und das Medi über eines halbes Jahr gezogen ausgeschlichen. Null Probleme.

  2. Mein Erfahrungsbericht: Ich habe Escitalopram (Cipralex) über 7 genommen und es hat mir sehr gegen meine schweren Depressionen geholfen. Zeitgleich habe ich mehrere Psychotherapien gemacht, schließlich hat mir ein psychodynamischer Psychotherapeut sehr geholfen und ich beschloß Cipralex abzusetzen. Und angesichts der ganzen Horrormeldungen über das Absetzen war ich völlig baff: außer hin und wieder ein leichtes Schwindelgefühl, hatte ich keine Absetzerscheinungen. Ausgeschlichen hatte ich es natürlich streng nach Vorgabe des Arztes. Ich habe vorher und während des Absetzens viel Sport gemacht und mich vegan ernährt.

  3. Absetzen war kein Spaß. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, starkes Unwohlsein.

  4. Ich nehme erst seit 4 Tagen 5mg Escitalopram Beta.Ich vertrage sie leider überhaupt nicht. Mein Arzt sagt nach nur 4 Tagen kann ich einfach die Einnahme beenden??

  5. hallo

    ich nahm 6,5 jahre 20mg cipralex. ich hatte in dieser zeit immer starke, wandernde gelenkschmerzen, abends oft grippeähnliche symptome und leichte temperatur, starker tinnitus und dieses sehr unangenehme rastern beim kopfdrehen mit schwindel. psychisch ging es mir mit cipralex besser. als pfegefachfrau HF wusste ich genau, dass man diese medis langsam ausschleichen sollte. vor einem jahr eollte ich den selbstversuch sofort absetzen machen! das war die reinste katastrophe mit massivsten absetzsymptomen! ich musste notgedrungen wieder 10 mg eeiternehmen. nach einem monat gings mir etwas besser. nun, vor 5 wochen einen erneuten versuch: 10 mg in drei wochen suksessive ausgeschlichen; seit 2 wochen kein cipralex mehr. leider leide ich unter stsrken kopfschmerzen, extreme müdigkeit,starken schwindel, herzrssen, erhöhter puls, tinnitus….- ich fühle mich rinfach nicht hut. nun kriege ich plötzlich panikattacken, weil ich angst habe, diese nebenwirkungen nicht mehr loszuwerden! aber ich kämpfe weiter; ich will nie mehr solche medikamente zu mir nehmen. e we ie lange dauern diese NW wohl an???….wird das änzlich verschwinden?….

    bin gespannt auf viele antworten…..

  6. Hallo in die große Runde,
    ich habe gestern Nacht dieses Forum entdeckt, weil ich nach Schlaflosigkeit als Absetzsymptom zu Escitalopram gesucht habe.

    Ich nehme derzeit 10mg, bis vor einigen Wochen waren es 15mg als Höchstdosis bisher. Es ist das zweite Mal seit 5 Jahren, dass ich auf Grund sehr gravierender Erlebnisse mit dem Medikament in Berührung kam.

    Nachdem ich vor zwei Jahren endlich wieder mit Gesprächstherapie angefangen hatte, wollte ich dieses Jahr so allmählich wieder absetzen. Da ich die zweite Dosis (morgens 10mg, mittags 5mg) immer häufiger vergessen hatte, war ich im Grunde schon beim Absetzen und wollte das innere Chaos nicht weiter unterstützen, so dass ich die Mittagsdosis ganz weggelassen hatte, ging soweit gut ohne Probleme.

    Interessant wurde es vor einer Woche: Ich bekam einen grippalen Infekt, unterkühlte mich zudem und ärgerte mich parallel wahrscheinlich sehr über eine Umbaumaßnahme unseres Vermieters und ihre Art und Weise, auf die ich als Mieter leider nicht Einfluss nehmen kann.

    Als Folge auf den Versuch, mich einmal kräftig zu ärgern und nicht unter dem Medikament emotionsfrei alles hinzunehmen bekam ich eine Panikattacke. Da es die zweite große Attacke (neben all den anderen) genau während eines Infekts war (davor während Corona), suchte ich einen Zusammenhang, wenn auch vielleicht eine verrückte Idee.

    Die Lösung ist eigentlich sehr einfach: Ich denke, dass unser Immunsystem mit Mineralien (und auch Vitaminen) arbeitet. Gerade Mineralien sind oft aber unterbewertet in ihrer Wichtigkeit. Ich merke, wie schnell ich durch Fußsalzbäder mit Meersalz (bekannte Drogerie, TotesMeerBadesalz, 1,5kg) Infekte loswerde, egal ob Atemwege oder Magen.

    Ich merke aber auch, dass Mineralien meine Nerven vermutlich stärken. Wenn ein Infekt (und dieser ist gerade sehr hartnäckig) meine Reserven aufgebraucht hat, zudem ich mit einem unveränderbaren Umstand des Vermieters zu kämpfen habe, wie wahrscheinlich ist dann mit einer geringeren Dosis eine Panikattacke (leider über Tage ein schwankender Zustand mit Angst)?

    Ich möchte diesen Gedanken in diesem Forum zu Eurer Unterstützung weitergeben: Denkt bitta an Euren Mineralhaushalt! Nerven, Muskeln wie das Herz und Zellen zum Halten der Flüssigkeit brauchen alle EIN UND DASSELBE Mineral, Kalium. Aber vielleicht braucht der Mensch so viel mehr als komplex zusammenwirkende Mineralien, dass ein Cocktail das beste ist. Der Körper zieht sich eh, was er braucht und gibt über die Elektrolyse ins Fußbad überschüssige Mineralien wieder ab.

    (10 El Salz in ein warm-heißes Fußbad für 10min jeden Abend vor dem Schlafen)

    Ich hoffe, es probiert jemand aus, liebe Grüße

  7. Merkwürdig finde ich es, dass so viele damit Probleme haben. Ich habe mich genau an die Anweisungen meines Arztes gehalten und nur sehr leichte Absetzprobleme gehabt.

  8. Ich leide seit Kindheit an einer Schlafstörung. Bei uns liegt Depression und Schlafstörung in der Familie. Ich bemerkte, dass ich während Einnahme von Escitalopram (Cipralex) keine Schlafverbesserung hatte. Setzte dieses Medikament ab und konnte nach 10 Tagen absetzen wieder Schlafen. Irgendwann kamen die Schlafstörungen wieder welche ich mit Benzos angegangen bin. Nahm während drei Tagen täglich 10 mg Escitalopram. Setzte dieses wieder ab und ich kann wieder ohne Einnahmen von Benzos ca. 2 Wochen später wieder Schlafen. Ich schlafe oberflächlich, bin aber damit zufrieden. Bin gespannt wie lange die Wirkung wieder anhält.

  9. Ich habe Escitalopram während ca. 15 Jahren genommen. Gegen meine Depressionen hat es jeweils gut geholfen. Da ich auch unter chronischer Migräne (Stress) leide, empfahlen mir die Ärzte, es weiter zu nehmen. Dies half aber nicht gegen meine täglichern Kopfschmerzen und die Migräne und so beschloss ich, Escitalopram abzusetzen. Zwei Versuche scheiterten kläglich. Beim ersten Versuch landete ich auf der Notfallstation aufgrund einer heftigen Panikattacke, starkem Schwindel, Gehirn Zip usw. Beim dritten Mal entschloss ich mich für eine sehr lange Ausschleichphase: Von 20 mg auf 10mg (5 mg Schritte in einem Monat). Danach stellte ich auf Tropfen um und begann, 1mg ((1 Trp) pro 2 Monate (!) zu redzuzieren. Ab 6 mg spürte ich Dünnhäutigkeit, leichter Schwindel, Herzklopfen, Rastlosigkeit, mehr Migräne, mehr Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme. Als ich bei 2 mg war, kamen noch Schlaflosigkeit, Gehirn Zip, Appetitlosigkeit, starker Schwindel, Panikgefühle, Herzrasen dazu. Trotz alldem blieb ich standhaft und versuchte, durchzuhalten. Die Schlaflosigkeit war am schlimmsten. Das hat mit dem erhöhten Cortisolspiegel zu tun (Stressreaktion des autonomen Nervensystem). Ich änderte meine abendlichen Mahlzeiten (keine Kohlenhydrate ), Spaziergänge abends, Meditation und auch kurzzeitig Medikamente. 6 Wochen nach Entzug, also 0mg Escitalopram, konnte ich wieder schlafen und hatte keine Symptome mehr. Fazit: Ich hatte einen sehr schweren Entzug, bin super glücklich, dass es jetzt endlich geklappt hat. Gebt niemals auf. Es gelingt!

  10. Ich habe ca. 4 Jahre lang Sertralin genommen und von einem Tag auf den anderen wegen einer Schwangerschaft abgesetzt. Damals hatte ich keine Absetzschwierigkeiten. Nach 5 Jahren begannen wieder depressive Stimmungen, Angstzustände, Gewichtsabnahme….. Der Arzt verschrieb mir daraufhin Cipralex, welche ich jetzt ca. 14 Jahre durchgenommen habe. Nachdem es mir wirklich gut ging, nahm ich lange Zeit (Monate) nur eine halbe Tablette (5mg), welche ich auch immer wieder vergaß. Im erbst 21 setzte ich das Medikament vollständig ab. 4 -5 Monate hatte ich immer wieder sehr starke Herzschmerzen (Stechen, Brennen, ….), so dass ich an einen Herzinfarkt dachte. Diese sind nun vorbei, aber seit einem Jahr kommen die depressiven Stimmungen wieder. Ich stelle mein ganzes Leben in Frage usw. Ich war nun bei einer Ärztin, welche mir wieder Escitalopram verschreiben möchte. Ich will diese aber nicht nehmen, da ich keine Angststörungen habe. Ich will zwar wieder mehr Antriebskraft und Motivation haben, aber mir mein Leben mittels Medikamenten nicht „schönreden“. In den letzten Jahren war ich sportlich sehr aktiv, bin sogar Halbmarathon gelaufen. Seit einem Jahr kann ich mich aber zu keinem effektiven Train ing aufraffen, ich bin körperlich müde, erschöpft und kraftlos. Das frustriert mich zusätzlich. Ich weiß jetzt nicht, was ich bzgl. Medikation machen soll?

  11. Leide seit frühester Kindheit an einer Angststörung mit massiven Panikattacken. War viele Jahre Dauergast in der Notaufnahme….. immer OB!
    Es hat ca. 20 Jahre gedauert, bis eine Psychologin erkannte, dass es sich um eine Art von Depression handelt!….. und ebenso lange nahm ich Cipralex. Hat mir wirklich sehr gut geholfen und ich war all die Jahre nahezu beschwerdefrei. Hab mich oft mit dem Gedanken getragen das Medikament abzusetzen, doch die Angst davor wieder eine Panikattacke zu erleiden hat mich stets davon abgehalten.
    Im Spätsommer letzten Jahres war ich dann endlich bereit, fühlte mich stark genug, außerdem wollte ich endlich meine Schwierigkeiten mit der Libido loswerden. Habe immer nur 10mg Cipralex genommen, diese dann über Monate vorschriftsmäßig ausschleichen lassen. Das ging überraschend problemlos, bis ich endgültig keine mehr nahm. Etwa zwei Wochen später kamen dann sehr plötzlich die Nebenwirkungen…… Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und extreme Alpträume! Das alles verschwand nach ca. drei/vier Wochen….. was blieb sind massive Stimmungsschwankungen!….Ungeduld, Heulerei und Aggressionen wechseln sich ab! Ich hoffe, dass dieser Zustand bald vergeht, denn weder ich, noch meine Umwelt kann das noch lange ertragen!
    Allen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, wünsche ich von Herzen Kraft , Mut und Durchhaltevermögen….. ihr seid nicht alleine!

  12. Hallo zusammen, ich habe seit November bis Anfang Juli Escitalopram genommen. Am Anfang 20 mg dann ab April 10 mg zum Ausschleichen. In der ersten Woche nach dem Absetzen ging es mir ganz normal. Dann bekam ich Durchfall, Übelkeit , Herzrasen und massive Unruhe. Das dauert nun bereits seit einer Woche und nur durch Zufall bin auf dieses Portal gestoßen und habe gelesen was ihr schreibt und ja, die Symptome und die Gedanken kenne ich. Aber andererseits denke ich, wenn diese Entzugserscheinungen normal sind , sind sie ja auch irgendwann wieder weg :-)

  13. Hallo zusammen
    Ich habe auf Grund einer Angststörung 10 Jahre lang Escitalopram.. Zuletzt 5 mg.. genommen. Vor 10 Wochen habe ich aprupt abgesetzt und rückwirkend betrachtet hatte ich nach ca 4 Wochen die ersten Absetznebenwirkungen… Anspannung, Aggressionen, Heulattacken, Unruhe.. Ich hab dann vor 3 Wochen wieder mit 5 mg angefangen und es ging mir sofort besser allerdings nach 1 Woche fingen an Durchfall, Darmkrämpfe, extreme Anspannung, Schlaflosigkeit, Träume.. Daraufhin habe ich sofort wieder abgesetzt.. Symptome bleiben unverändert. Jetzt werde ich organisch gerade von oben nach unten durchgecheckt.. Bisher ohne Befund. Ich gehe also davon aus das die Ursache meiner Beschwerden das aprupte Absetzen ist. Was denkt ihr?

  14. Nehme seit 8 Monaten Escitaloprame aufgrund von mittelstarker bis starker Depression. Aufgrund meines Zustands nahm ich in Absprache mit meinem Psychiater schon in kurzer Zeit 20 mg. Nun schleiche ich aus, da das Medikament nicht den erhofften Effekt hat. Ich reduziere im 2 Wochen Rhythmus immer um die Hälfte. Bin jetzt bei 10mg und habe bis jetzt keine Nebenwirkungen bemerkt. Wie schon vor meiner Medikation habe ich gute und schlechte und richtig ätzende Tage, ein stetes Auf und Ab…
    Ich wünsche allen, die das hier lesen nur das Beste!

  15. Ich melde mich nun nochmal (hatte 5/2021 schonmal berichtet), weil auch mal positive Berichte hier erscheinen sollten. Sonst verliert man ja schon den Mut, bevor man überhaupt angefangen hat auszuschleichen!

    Ich gehe davon aus, dass jeder Bericht hier der Wahrheit entspricht, aber man muss auch berücksichtigen, dass man natürlich eher dazu neigt, zu googeln und berichten, wenn etwas NICHT wunschgemäß verläuft. Insofern kann sollte man die vielen negativen Berichte mit Sicherheit nicht verallgemeinern.

    Also: ich habe Cipralex 10 mg 1,5 Jahre genommen (ja, nicht lang, aber angeblich ist die Einnahmedauer bzgl Absetzeerscheinungen nebensächlich). Ich habe binnen 4 Monaten in 2,5 mg Schritten auf 0 herunterdosiert. Von 10 auf 7,5 mg hatte ich so gut wie keine Begleiterscheinungen. Bei den anderen Herabstufungen kam jeweils nach ein paar Tagen eine mittelstarke innere Unruhe und Gereiztheit auf, gleichzeitig Durchschlafstörungen und leichter Schwindel. Diese Symptome dauerten jeweils 1-2 Wochen an und verschwanden so prompt wie sie einsetzten.

    Am unangenehmsten war die Stufe von 7,5 auf 5 mg. Hier gesellten sich zu den beschriebenen Symptomen eigenartige „Gehirnblitze“ mehrfach täglich. Ich weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll, es war wie eine Art Stromschlag im Gehirn.

    Das klingt jetzt wahrscheinlich etwas schlimmer, als es für mich war. Mir war bewusst, dass das vorübergehende und „legitime“ Absetzerscheinungen sind und dass sie wieder vorbeigehen. Es war für mich gut auszuhalten. Ich habe dann, sobald diese Symptome verschwunden waren, jeweils nochmals ca 3-4 Wochen gewartet und dann weiter reduziert.
    Die letzte Stufe – von 2,5 auf 0 habe ich direkt vor dem Urlaub genommen. Das war für mich eine gute Idee, denn im Urlaub hat sich die Unruhe ganz gut kompensieren lassen.

    Seit August bin ich nun „clean“ und fühle mich gut. In den ersten 2,3 Monaten war dann aber dennoch deutlich erkennbar, dass die Medikamente doch einiges für mich „geleistet“ hatten und die Realität nun wieder „härter“ und „brutaler“ wirkte. Das war schon eine Umstellung.

    Zusammenfassend war für Cipralex für mich eine gute, hilfreiche Unterstützung in einer Krisenphase, die ich zum Glück auch wieder glimpflich ausschleichen konnte. Ich würde es wieder nehmen.

  16. Hallo,
    Ich setze gerade mehr unfreiwillig escitalopram 20 mg. abrupt ab. Ich werde es wahrscheinlich ausschleichen müssen. Es ist kaum auszuhalten:
    Schwindel, Brain-Zaps (Stromschläge beim Bewegen des kopfes), Herzrasen oder Klopfen, Unruhe und Nervosität, plötzliche Lach und Trauerattaken, Magenprobleme, Durchfall, zucken, Panik und Angst, Müde ohne schlafen zu können etc.
    Leute, setzt das Antidepressiva NIEMALS abrupt ab. Es ist sehr schlimm. So stelle ich mir einen kalten herroinentzug vor. Ich nehme das Medikament seit 3 Jahren.

  17. Ich find es schön, dass neben den ganzen Erfahrungen, die nicht unbedingt bestärkend waren, genau am Ende eine positive Erfahrung steht. Ich habe Citalopram 10 mg genommen seit Februar 2015 und bin seit Januar 2022 ohne Bedarf. Emotional teilweise durchaus die letzten Wochen sehr durchwachsen, was ich allerdings auch anderen Faktoren zuschreiben kann. Körperliche Symptome habe ich keine wahrgenommen. Ich schließe mich an und sage, die Einstellung spielt eine große Rolle. Daher möchte ich ebenfalls klar sagen, es geht und nur Mut.

  18. Hallo zusammen,
    ich habe aufgrund von plötzlich einsetzenden Panikattacken, extremer innerer Unruhe und dadurch bedingter depressiver Stimmung 7 Monate lang Escitalopram 10 mg genommen. Auslöser war bei mir vermutlich enormer Unistress – Unmengen an Hausarbeiten, Masterarbeit zum Abschluss etc. Hinzu kamen noch private Probleme (Trennung). Mir ging es wirklich noch nie so schlecht in meinem Leben.

    Da sich meine Lebensumstände mittlerweile sehr verändert haben (Uniabschluss, toller Partner) habe ich vor 3 Monaten beschlossen, das Escitalopram abzusetzen. Ich wollte so lange warten, bis ich wirklich keinen Gedanken mehr an Angst und Panik verschwende und mich wirklich vollkommen stabil fühle.

    Ich habe (ja, in Absprache mit meinem
    Psychiater) das Escitalopram wirklich schnell abgesetzt. 2 Wochen lang anstatt der 10 mg nur noch 5 mg und ab dann gar nichts mehr. Ich war auf alles eingestellt, wusste ja, dass zahlreiche absetzerscheinungen auftreten können. Und was soll ich sagen? Bis auf ein wenig Benommenheit / Schwindel und Magen-/Darmprobleme ist überhaupt gar nichts passiert. Ich hatte aber auch null Komma null Angst davor, was kommen würde. Ich war auf alles eingestellt und wusste, dass ich stark genug bin, damit umzugehen. Ich denke, dass so, so viel von der eigenen Einstellung abhängt und der Tatsache, ob man eben schon bereit ist zum absetzen oder nicht. Ich habe mich so sehr gefreut darauf abzusetzen und ohne Tabletten zu sein, dass ich einfach nur glücklich war. Ich nehme die Tabletten nun seit 2,5 Monaten nicht mehr und fühle mich sehr gut! Die Tabletten haben mir damals sehr geholfen und ich bereue es keine Sekunde, sie genommen zu haben. Und auch das absetzen klappt, wenn man selbst die passende Einstellung, den Mut dazu hat und man einfach bereit ist. Ich drücke euch allen die Daumen – ich schafft das auch!
    Ganz liebe Grüße :-)

  19. Ich bin seit über 15 Jahren depressiv, habe viele verschiedene Mittel genommen und habe damals Venlafaxin von jetzt auf gleich abgesetzt, auf Grund von Scheangerschaft. Damals ohne jegliche Nebenwirkungen oder Absetzerscheinungen.

    Hatte dann tatsächlich auch viele Jahre keine Depressionen mehr…
    Depressionen waren weg, dafür traten plötzlich panikattacken auf.
    Habe jetzt insgesamt knapp 2 Jahre escitalopram 15 mg genommen und habe alle 10 Tage 5 mg weniger genommen… war bis zu den 5 mg absolut kein Problem… aber seit dem ich bei Null angelangt bin… ist es einfach nur noch ein Kampf.
    Ich Kämpfe mit starken Kopfschmerzen, schwindel , übelkeit, kompletter Verwirrtheit, emotional ohne Ende, könnte den ganzen Tag heulen… bin aber auch gleichermaßen in blöden Situationen total aggressiv und genervt.
    Aber das schlimmste ist dieses komische Gefühl im Kopf, dass mich bei Bewegung alle paar Minuten überkommt… wie so ein stoß im Kopf und dann fängt meine Lippe an zu kribbeln. Ich kann es absolut nicht beschreiben, weil es ein ganz ekeliges Gefühl ist.. was einfach nicht leicht zu beschreiben ist.
    Kennt jemand dieses Gefühl? Weiss jemand was ich meine ?
    Ich werde es aber hoffentlich durchziehen. Nehme jetzt zum schlafen gehen 50mg Trazodon.

    Ich wünsche allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen beim Absetzen. Ihr schafft das

  20. Ich hatte vor gut 12 Jahren meine erste depressive Phase, was spät con Ärzten erkannt wurde. Mit Citalopram und viel Bewegung und Entspannung konnte das überwunden werden. Ausschleichen funktionierte und Jahre lang keine Depression mehr. 2020 dann erneut in die Depression, Klinikaufenthalt, Behandlung mit Escitalopram. Das hat mir in einigen Wochen sehr gut aus dem Keller geholfen. Mir ging es blendend, auch dann beim Ausschleichen und Monate danach. Aktuell bin ich in der dritten depressiven Episode und klettere mit Mitrazapin und Escitalopram in Kombi bergauf. Dank des Mitrazapin (7,5 mg) kann ich recht gut schlafen, was unter Escitalopram einige Wochen nach Dosisstart sonst extrem schwer fällt. Die Kombi greift gut. Ich werde sie wohl noch einige Zeit benötigen, bis es mir wieder richtig gut geht. Werde dann aber wieder ausschleichen versuchen und prüfen, ob ich mental stabiler bleiben kann. Nebenwirkungen hatte ich hin und wieder, vor allem bei Dosiserhöhungen am Start mit Escitalopram, die gingen aber relativ rasch weg. Beim Ausschleichen hatte ich keinerlei Probleme. Das verlief damals mit Citalopram und Escitalopram reibungslos, ohne jegliche Nebenwirkungen. Es kann also auch gut gehen….ich denke das sollte auch einmal gesagt werden. Ich habe allerdings die Ernährung komplett umgestellt, 30 kg abgenommen, Mache regelmäßig Sport, sowie Entspannung und Meditation…

  21. Wenn ich das alles hier lese, verlässt mich der Mut. Ich nehme Cipralex seit gut 10 Jahren (zuerst 10 mg, dann 5mg seit gut 1 Jahr, ohne irgendwelche Veränderungen zu spüren. Ich wollte dann einmal von 5 mg auf 0 gehen – da ging es mir nach 3 Tagen bereits psychisch deutlich schlechter und ich hab wieder die 5 mg genommen. Nun wollte ich eigentlich ausschleichen (nachdem ich zwei stressige, längerandauernde Lebenssituationen hinter mich gebracht habe), aber mir kommen hier Zweifel.

  22. Habe 44 Monate ( von 1 bis wieder Null ) Escitalopram 20 mg eingenommen!
    Und bin 31 Monate auf Null!
    Leide immer noch an Erschöpfung ob Einkauf oder sportliche Betätigung!
    Nur kleine Spaziergänge möglich, keine Kraft Übungen!
    35 Jahre Bodybuilding gemacht! Seit absetzen ( bei 5 mg ) fing die Erschöpfung an !

  23. Von Citalopram zu Escitalopram zu Johanniskraut?
    Hallo, meine erste Erfahrung mit einem synthetischen Antidepressivum hatte ich vor ca. 17 Jahren mit Moclobemid, einem MAO-A-Hemmer. Dieses bewirkte zwar eine Stimmungsaufhellung, allerdings auch eine soziale Enthemmung, die über ein konstruktives Maß hinausging. Daher setzte ich es damals nach einigen Monaten wieder ab und begann eine Psychotherapie. Das Absetzen des Moclobemids war übrigens gar kein Problem! Es gab keinerlei Entzugs- oder Absetzsymptome. Nach mehreren Jahren Psychotherapie ging es mir immer schlechter. Zwar nicht wegen der Therapie, aber sie half halt auch nicht. Ich war schwer depressiv, hatte Ängste und Panik und war insgesamt sehr leicht reizbar, einfach neurotisch. Zu diesem Zeitpunkt begann ich mit der Einnahme von 20mg Citalopram (10mg die erste Woche) als Citalopramhydrobromid (wird gleich noch wichtig). Zudem wurde mir noch Lorazepam als Beruhigungsmittel bei Bedarf verschrieben. Lorazepam nehme ich immer noch bei Bedarf, eher selten und in großen Abständen, aber in manchen Situationen ist es wirklich hilfreich. Ich nehme es nie mehrmals hintereinander. Eine Abhängigkeitsproblematik ist bei mir diesbezüglich nie entstanden. Nun zum Citalopram: Ich hatte heftigste Nebenwirkungen in den ersten Wochen (einen Großteil der in der Packungsbeilage aufgeführten), allerdings bemerkte ich damals bereits nach drei Tagen Einnahme von 10mg eine Besserung der Angstsymptomatik. Nach 10 Tagen Einnahme (7 Tage 10mg, 3 Tage 20mg) stellte ich den Beginn einer Verbesserung meiner Depressionssymptomatik fest. Gleichzeitig bemerkte ich, dass die Nebenwirkungen zwar sehr langsam, aber doch stetig zurückgingen. Nach sechs Wochen waren die meisten Nebenwirkungen verschwunden und ich fühlte mich so stabil, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Einen geplanten Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik sagte ich ab, da ich und auch meine damalige Psychiaterin schlicht keine Notwendigkeit mehr dafür sahen. Eine Nebenwirkung, die immer blieb, war, dass ich ca. eine dreiviertel Stunde nach der Einnahme des Citalopramhydrobromids stark müde wurde für ca. eine Stunde. Ich konnte das Citalopram daher nie morgens einnehmen. Ansonsten war ich doch recht begeistert, muss ich zugeben. Insbesondere hatte das Citalopram auch nicht eine soziale Enthemmung wie das Moclobemid zur Folge. Insgesamt nahm ich das Citalopram für 13 Jahre bevor ich im Jahr 2020 auf Escitalopram wechselte. In den 13 Jahren versuchte ich dreimal, das Citalopram abzusetzen. Alle Versuche scheiterten. Die ersten beiden Male kam ich gar nicht weit. Beim letzten Versuch half mir sehr, dass ich vor dem Absetzen meinen Vitamin-D-Blutspiegel auf ein ordentliches Niveau brachte (>70ng/ml bzw. 175 nmol/ml). Zudem ergänzte ich ander Mikronährstoffe wie Magnesium, Zink, Methylfolat (B9) und andere B-Vitamine. Innerhalb von drei Monaten Ausschleichen erreichte ich tatsächlich 0mg Citalopram und dies ohne irgendwelche Symptome. Ich dachte bereits, ich hätte es geschafft und dachte sogar: „War es vielleicht all die Jahre einfach nur ein Vitamin-D-Mangel gewesen?!“ Aber nachdem ich ca. vier Wochen auf 0mg gewesen war, begannen die Symptome und wurden von Tag zu Tag stärker: Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Reizbarkeit, Nervosität und auch die Depression kam zurück, schlimmer als zuvor. Es war eine Mischung aus völlig neuartigen, noch nie dagewesenen Symptomen (innerhalb einer Woche nahm ich 10kg ab!) und der bekannten Depression, allerdings jetzt noch stärker. Ich wusste mir nach einiger Zeit nicht anders zu helfen als erneut 20mg Citalopram einzunehmen. Nach einigen Wochen war dann auch wieder alles „gut“. Mein Psychiater schlug mir danach vor, auf Escitalopram zu wechseln, da es die „modernere Variante“ von Citalopram sei. Der Wechsel war völlig unkompliziert. Ich berichtete dem Psychiater sogar, dass mich das Escitalopram (als Escitalopramoxalat) nach der Einnahme nicht müde machte im Gegensatz zum Citalopram (als Hydrobrmid). Der Psychiater meinte, das könne nicht sein, da Citalopram aktivierend wirke. Nach einiger Internet-Recherche wurde mir dann klar, dass auch tatsächlich nicht der Wirkstoff Citalopram die Müdigkeit ausgelöst hatte, sondern die Bromverbindung Citalopramhydrobromid Schuld war. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden bromhaltige Mittel in Deutschland als Einschlafhilfe verschrieben. Nach ca. einem dreiviertel Jahr täglicher Einnahme von 10mg Escitalopram(oxalat) begann ich erneut einen Ausschleichversuch. Dieses Mal hatte ich mir extra noch L-Tryptophan und 5-HTP besorgt, um entsprechend intervenieren zu können und für ausreichend Serotonin im Körper zu sorgen. Alles half nicht. Wieder begannen die Symptome nach ca. vier Wochen auf 0mg, so dass ich erneut 10mg Escitalopram nahm und nach zwei Wochen wieder alles „gut“ war.
    Am kommenden Montag habe ich einen Termin bei einem neuen Psychiater (wegen Umzugs) und werde mit ihm folgende Idee besprechen: Ich möchte von Escitalopram auf das natürliche Antidepressivum Johanniskraut (hochdosiert, 900mg Extrakt) umstellen. Nach allerneuesten (!) Studien steht Johanniskraut (Es-)Citalopram in der Wirkung in nichts nach, nicht einmal bei schweren Depressionen (!), hat jedoch deutlich weniger Nebenwirkungen. Letzteres soll auch für ein Absetzen/Ausschleichen gelten. Meine Idee ist nun sozusagen, die Absetzsymptome aufzutrennen in diejenigen die beim Wechsel von Escitalopram auf Johanniskraut entstehen und diejenigen, die dann ggf. noch beim Ausschleichen/Absetzen des Johanniskraut entstehen. Denn die Übelkeit, der Durchfall und der Schwindel wären für sich vielleicht noch erträglich gewesen, wenn nicht zusätzlich noch das erneute Auftreten von Reizbarkeit und Depression usw. dazukämen würden.

  24. Hallo an alle Mitleidenden, ich habe vor 10 Jahren begonnen erst Citalopram und dann Escitalopram einzunehmen ( 5, 10, 15, 20 mg). Da ich mich wieder gut fühle, begann ich Anfang 2021 das Medikament unter ärztlicher Kontrolle auszuschleichen und habe es am 1.1.2022 ganz abgesetzt. Zuletzt habe ich aller 2 Tg. 5 mg für 4 Wochen eingenommen. Lt. Doktor ging diese Dosis nicht noch weiter zu verringern (habe ich nun im Forum aber anders gelesen).
    In der 1. Woche danach fühlte ich mich wohl. Aber dann ging es langsam los:
    Nackenschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Ohrgeräusche. Nicht durchgängig, mal stärker mal weniger stark. Psychisch geht es mir gut.
    Zu möglichen Absetzungserscheinungen wurde ich vom Arzt nicht informiert. Und ich dachte, bei so langem Ausschleichen sind keine mehr vorhanden. Weit gefehlt, wie das auch in euren Berichten zu lesen ist.
    Ich frage mich nun wie lange das so weitergehen soll. Kann mir jemand darüber berichten. Ich hoffe doch nicht noch Monate.
    Ich will unbedingt durchhalten und das „Zeug“ nicht mehr einnehmen.
    Danke für Antworten und ich wünsche allen Durchhaltevermögen.

  25. Hallo! Hab 1.5 Jahre Escitalopram 10mg genommen und es nun, wegen vieler Nebenwirkungen, ausgeschlichen. Besonders körperlich geht es mir seitdem richtig schlecht, die schlimmsten Symptome sind starke Übelkeit mit Erbrechen, unerträgliches Kribbeln in den Beinen und Schlaflosigkeit. Hat jemand ein paar gute Tipps für mich, wie ich die Symptome verringern könnte? Gegen die Übelkeit nehme ich bereits Vomex, allerdings kommt es kaum dagegen an und verstärkt das Kribbeln in den Beinen nur.. Vielen Dank für eure Hilfe!!

  26. Hallo zusammen,
    hier ein kleiner Erfahrungsbericht zum Ausschleichen von Escitalopram:
    Habe Escitalopram ca. 6-7 Jahre genommen und vor ca. 1,5 Jahren unter Absprache mit dem Hausarzt entschieden, es abzusetzen. Dies habe ich dann in Eigenregie auch extrem langsam getan, eben bis jetzt. Von 20mg auf 20/15 im Wechsel, auf 15, auf 15/10 im Wechsel usw… Ich habe mir so lang Zeit gelassen, weil vorherige Versuche durch zu schnelles Absetzen gescheitert waren. Ich hatte wirklich wenig bis keine Symptome bis vor kurzem.
    Seit 3 Wochen bin ich nun auf null und seither haben die Symptome begonnen: Erst 1 Woche übertriebene Emotionalität (Heulen bei der kleinsten Kleinigkeit, Überforderungsgefühle, Sensibilität ), dann 4 Tage Schlafstörungen (Herzrasen vor dem Schlafengehen, Albträume), dann Apathie (habe mich gefühlt wie benebelt, war nicht so gut beim Autofahren) und nun seit 3 Tagen übertriebene Muskelschmerzen in den Waden (wie starker Muskelkater). Kopfschmerzen und Schwindel sind regelmäßig, aber nicht durchgängig seit 3 Wochen vorhanden.
    Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass selbst diese lange Ausschleichzeit von 1,5-2 Jahren nicht vor den Entzugssymptomen bewahrt. Noch schlimmer finde ich, dass innerhalb der Forschung scheinbar keinerlei Interesse daran besteht, in diesem Bereich für mehr Aufklärung zu sorgen. Aber klar, sonst würde sich ja nichts verkaufen.
    Psychisch geht es mir übrigens dennoch recht gut. Immerhin :)

  27. Hey! Ich habe Escitalopram 5mg in Tropfen 3 Monate genommen aufgrund von Zwangsgedanken. Nun bin ich gerade dabei Sie auszuschleichen. So wie ich sie im 3 Tages Takt (Erst 1, dann 2, dann 3 Tropfen usw…) eingeschlichen habe, schleiche ich sie auch jetzt wieder aus. Es funktioniert ziemlich gut mit erwarteten Nebenwirkungen wie Schwindel/Übelkeit, allerdings auszuhalten.

  28. Hallo, ihr Lieben, ich habe seit mindestens 8 Jahren täglich 20 mg escitalopram wegen Depressionen , Angst und Antriebsschwäche genommen. Vor 17 Tagen wurde das Medikament wegen einer geplanten EKT abgesetzt. Seitdem habe ich noch häufiger Angst, Selbstmordgedanken, starken Tinnitus sowie ständig Herzrhythmusstörungen und Schwächegefühl. Starke Schmerzen am ganzen Körper trotz Hydromorphon. Hat jemand von euch auch diese Erfahrung mit den Schmerzen? Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

  29. Hallo ihr Lieben, ich setze gerade meine Escitalopram Tropfen ab. Von 14 auf 9 habe ich schon mal gemeistert, mit Angst- und Schwindelsymptomen. Heute habe ich nur noch 7 genommen. Fühle mich total aufgeputscht! Ich denke, es lässt irgendwann nach wenn die Rezeptoren sich allmählich abbauen. Ich finde es immer hilfreich, Erklärungen dafür zu haben. Ich soll stattdessen Johanniskraut nehmen. Ich nehme es momentan auch schon parallel. Ich denke auch, dass solche Mittel Angst oft nur unterdrücken und nicht wesentlich/ im Kern dazu beitragen, gesünder zu werden. Alles Liebe euch

  30. Das ist wirklich spannend zu lesen, wenn man einen ähnlichen Weg beschritten hat. Versch. AD, Neuroleptika, Tranquilizer genommen, bis Diagnose Bipolar gestellt werden konnte. Von da an Cipralex 20 mg und Lamotrigin 200 mg und wegen mega Einschlafproblemen Zolpidem 10 mg später 5 mg genommen. Aufgrund meiner Brustkrebserkrankung vor einem Jahr mit einigen unangenehmen Nebenwirkungen durch Chemo, Bestrahlung und Antihormontherapie habe ich mich seit einigen Monaten auf den Weg gemacht, cipralex und lamotrigin gänzlich abzusetzen. Meine Hoffnung, keinen chemischen Cocktail zu provozieren und vielleicht so einige Nebenwirkungen zu minimieren. Das die Kurzfassung…

    Ich habe glaube keine der Absetzsymptome mehr, aber ich fühle mich jetzt anders. Ich gehe seit 20 Jahren nicht mehr arbeiten. Habe also eigentlich keinen Stress oder Druck, so dass ich mich viel erholen müsste…. Nach dem Absetzen, nehme nur noch 25 mg Lamotrigin, fühle ich mich freudlos… laufe langsam, um mich nicht zu stressen, sitze viel rum und habe wenig Energie. Alles irgendwie in Zeitlupe und möglichst wenig Anstrengung. Ich bin innerlich gereizt und ungeduldig… will viel, schaffe fast nix. Ich bin nicht depressiv, eben einfach anders als vorher. Gefällt mir gar nicht. Will aber nicht zurück. Ich hoffe, der Zustand verändert sich noch zum positiven.

    Alles Gute euch…

  31. Hallo, ich habe 9 Jahre Escitalopram wegen einer Angststörung genommen. Mit 5 mg begonnen. Dann auf 10 mg. Im Laufe der Jahre war ich sogar schon mal auf 20 mg. Vor 2 Jahren beschloss ich dieses Medikament, mit Rücksprache meiner Nervenärztin, langsam auszuschleichen. Es lief gut. Schwierigkeiten bereitet mir die letzten 5mg. Ich habe in der Phase von Tabletten auf Tropfen umgestellt. Nach 3 Tropfen habe ich dann einfach aufgehört. War vielleicht nicht gut. Nach einer guten Woche fing es am Symptomen wie Schwindel, starke Kopfschmerzen, Schwitzen, körperliche Schwäche, Angst, Herzrasen, höherer Blutdruck. Gestern Morgen habe ich aus Verzweiflung einfach 5 Tropfen Escitalopram genommen und innerhalb einer Stunde ging es mir wieder besser. Aber ich will dieses Medikamente nicht mehr. Nun sitze ich hier und mache mir Gedanken, wie ich weiter verfahren soll. Nehme ich für einen Monat wieder die niedrige Dosierung und reduziere die 3 mg diesmal bis auf 0 oder halte ich die Absetztsymtome aus. Irgendwann muss es ja aufhören. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg auf euren Absetzweg.

  32. Ich nehme seit 5 Jahren Cipralex, anfangs 10mg später wegen zu starken Depressionen 30mg. Seit zwei Jahren komme ich gut klar mit 20mg, möchte diese Dosis reduzieren mit der Hoffnung das ich irgendwann ohne AD leben kann.
    Die Absetzsymptomatik bereitet mir Sorgen…
    Diejenigen welche schon länger am Absetzen sind – wie geht es euch heute, sind Schwindel und die enorme Gereiztheit verschwunden?

  33. Ich habe wegen einer schweren Depression nach Rückenop und Schmerzsyndrom erst Escitalopram, dann noch zusätzlich Venlafaxin verschrieben bekommen, als Höchstdosis im April Escitalopram 40 mg und Venlafaxin 150 mg. Das habe ich genau 3 Wochen durchgehalten, hatte gefühlt jede Nebenwirkung auf dem Beipackzettel, furchtbar. Hab’s dann vorsichtig reduziert, jetzt bin ich bei 50 mg Venlafaxin und 25 mg Escitalopram. Seit der letzten Dosisreduktion von Escitalopram von 27.5 auf 25 mg habe ich wieder heftige Symptome ( richtig gut ging’s mir eh nie, Benommenheit, Übelkeit, oft Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwäche waren immer da). Die Symptome jetzt sind ca morgens bzw Vormittags am stärksten. Starkes Schwitzen, alles im Kopf dreht sich, Übelkeit, Kopfschmerzen, va.I’m Nacken, Zittern, man fühlt sich einfach echt elend (wer kennt das hier nicht..). So muss sich ein Drogensüchtiger fühlen…
    So 2 Stunden nach Einnahme der Medis wird’s dann langsam besser, sodass ich überhaupt den Tag bewältigen kann. Ich weiß auch schon gar nicht mehr, was sind NW, was Absetz- bzw Dosisreduzierungssymtome. Ich bin echt verzweifelt, eigentlich sollte ich ab Oktober ne Wiedereingliederung machen, was ich auch will, aber so krieg ich kaum den Alltag geregelt.
    Falls ihr bis hierhin gelesen habt, danke schonmal! Vielleicht hat ja jemand noch einen guten Tipp?!
    Euch Allen alles Gute!!

  34. Hallo zusammen,
    ich nehme seit 11 Monaten Escitalopram. Anfangs Tropfen für Tropfen eingeschlichen bis 10 mg. Jetzt geht es mir insgesamt gut. Leider leide ich fast von Beginn an unter starker Müdigkeit, ich komme morgens kaum aus dem Bett. Jetzt hat mir die Ärztin empfohlen, wieder ganz langsam mit Tropfen zu reduzieren. Hab erst angefangen, bin bei 9 mg. Habe vor mir Zeit zu lassen und hoffe die Nebenwirkungen werden sich in Grenzen halten.

  35. Hallo!
    Habe seit 43 Jahren eine generalisierte Angsstörung. Analyse, Gesprächs-, Gestalt-, Verhaltenstherapien gemacht, 2 Klinikaufenthalte hinter mir. Habe 2013 das erste Mal Tabletten genommen. Citalipram, 30 mg bis 2020, das Leben war super!!!!! Nach langsamen Ausschleichen war ich im Mai 20 durch,es ging mir total gut. Dann der Absolute Rückschlag im November, nichts ging mehr. Nur noch Angst von morgens bis abends. Im Februar in die psychosomatische Klinik, seit 6 Wochen wieder Medis , diesmal Escitalopram, erst 10, dann 15 mg mit der Option, noch 5 mg mehr zu nehmen. Gaaaaaanz langsam geht’s mir wieder besser. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, eines Tages langfristig keine Medis mehr zu brauchen. Aber offensichtlich ist die Zeit noch nicht da…. Euch allen besonderen Menschen da draußen wünsche ich Glück, Kraft und Zufriedenheit!!

  36. Ich habe wegen Angststörungen und Depression 6 Jahre lang täglich 10 mg escitalophram genommen. Jetzt habe ich das Medikament innerhalb drei Monaten sehr, sehr langsam ausgeschlichen.
    Vor zwei Woche hatte ich meinen letzten Tropfen.
    Die Absetzsympthome haben nache ca. 5 Tagen eingesetzt.
    -Mir ist dauernd sehr schwindlig, bin unfähig körperlich etwas zu machen.
    – Ich habe schlimme darmkrämpfe und Durchfall
    -seit zwei tagen ist auch noch Übelkeit dazugekommen, heute sitze ich den ganzen Tag mit dem „Kotzkessel“ da und bin unfähig mich zu bewegen, so schlecht ist mir. Für mich der absolute Horror.
    -Psychisch geht es mir so weit gut, hatte zweimal eine Panikattacke in der Nacht, seither aber nicht mehr.
    Die körperlichen Sympthome empfinde ich aber als äusserst schlimm, der Zustand macht mich völlig fertig.
    Ich war guter Dinge und wegen des langsamen Ausschleichens hab ich absolut nicht mit diesen Sympthomen gerechnet…

  37. Ich habe seit November 2019 5mg Escitalopram genommen, als Unterstützung zum Absetzen von Zypralex. Nachdem ich im Juli Zypralex nach 2 Jahren ausschleichen (10 mg Dosis, also wirklich sehr sehr langsam) fertig war, habe ich im Jänner begonnen Escitalopram abzusetzen. Auf anraten von meinem Psychiater, haben wir das gaaaaanz langsam gemacht. 4 Wochen lang abwechselnd 2,5 und 5 mg, dann 4 Wochen 2,5 und so weiter. Bis ich alle 6 Tage nur noch 2,5 mg genommen hab. Manchmal waren die Abstände etwas kürzer oder länger, je nachdem wie ich mich gefühlt habe. Ich hatte fast keine Absetzerscheinungen. Hin und wieder war ich etwas trauriger und unruhiger. Nach dem absetzen, ca. in der zweiten Woche etwas gereizter. Jz bin ich 6 Wochen Tabletten frei und fühle mich großartig und selbstbewusst. Ich hatte schon durch die Therapie und Unterstützung meiner Familie und Freunde seit zwei Jahren keine Panikattacke mehr und die Angst, dass sie durch das Absetzen wieder kommen, war komplett unbegründet. Ich Rate jedem, egal was der Arzt sagt, so langsam wie möglich auszuschleichen. Was machen ein paar Monate mehr aus, nach 20 Jahren Medikation.

  38. Ich habe das Escitalopram über 5 Jahre aufgrund von Panikattacken genommen, die höchste Dosis lag bei 17,5 mg. für einige Wochen. Ich würde sagen, ich habe über 5 Jahre lang im Durchschnitt 5 mg genommen. So wie viele hier auch berichten, wollte ich diese Abhängigkeit nicht mehr in meinem Leben haben, zumal dieses Medikament was seine Nebenwirkungen betrifft nicht zu unterschätzen ist. Ich habe im September 2020 begonnen es auszuschleichen, Tropfen für Tropfen. Die letzten 3 mg waren die reinste Hölle auf Erden. Nun bin ich seit März frei davon. Die Panik ist wieder da, aber der Kopf ist klar und ich habe nicht mehr diese Depression wie ich sie mit Escitalopram hatte. Das Medikament hat wunderbar geholfen bezüglich der Panik, allerdings war beim Absetzen der reinste Horror. Man kann es schaffen, aber es ist ein brutaler Kampf. Wichtig ist den Körper gut mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen, damit er den Entzug übersteht. Vor allen Dingen Magnesium und die B Vitamine sind essenziell. Ich wünsche allen hier viel Glück, ihr schafft es, aber es ist ein harter Weg, jedoch nicht unmöglich. Leider ist die ärztliche Aufklärung über mögliche Absetzerscheinungen gleich 0,00. jeder der sich ein wenig müde und traurig fühlt, bekommt es verschrieben ohne über die Folgen der Einnahme richtig informiert zu werden, leider.

  39. Hallo an alle Betroffenen hier,
    Nachdem ich die gesamten Berichte gelesen habe, weiß ich, dass es sich mehr als lohnt alles durchzustehen.

    Ich habe Escitalopram 21 Jahre genommen, meist in 10mg und mal auch zwischendurch in 20mg. Dies nur, wenn besondere Umstände waren (Trauerfall in der engsten Familie). Die Einnahme erfolgte aufgrund schwerer Depressionen durch körperlicher Misshandlungen und daraus resultierender Verfolgungs- und Existenzängste etc.

    In der gesamten Zeit habe ich mindestens 8-10 Mal versucht, das Medikament abzusetzen, aber leider ohne Erfolg. Sobald ich unter 5mg war, setzten Beschwerden ein, wie beidseitiger Tinnitus mit Druck auf den Ohren und vor allem Nachts. Schlafstörungen, überreizt in Form von arbeiten, arbeiten, arbeiten. So wie der kleine Hase der Batteriefirma aus dem TV :), gereizt bei kleinsten Dingen und Schlaflosigkeit.

    Nun musste ich aber absetzen, da sich bei mir eine Autoimmunerkrankung ergab, die mit Histaminausschüttung zu tun hat und ich unter sehr starker Nesselsucht leide.

    Da Antidepressiva Histamin unterdrücken, ist mein Körper völlig durcheinander und produziert Histamin wo er nur kann, egal was ich esse, anfasse, ob Stress, Hunger, traurig etc.

    Also, habe ich mit Tropfen langsam ausgeschlichen und bin jetzt seit 6 Tagen ganz ohne. Am Anfang habe ich nichts gemerkt, doch jetzt sind die oben genannten Probleme alle wieder zurück.
    Aber, ich werde da irgendwie durch müssen. Am schlimmsten ist für mich der nächtliche Tinnitus, der gefühlt aus dem Nacken kommt, auf beiden Ohren Druck im Sekundentakt verursacht und 1-2 Stunden an Zeit braucht, bis es weg ist. Das ist dann die Zeit, in der ich schlaflos in der Küche sitze, Vitamin C und Magnesium zu mir nehme und hoffe, dass es bald aufhört. Körperlich geht es mir aber soweit ganz gut. Schwindel geht leicht und auch Muskelschmerzen ganz leicht. Aber auch wieder überdreht, nervös und auch leicht aggressiv, was ich sonst überhaupt nicht bin.

    Wenn jemand ähnliche Erfahrungen mit dem Tinnitus gemacht und einen Tipp für mich hat, wäre ich sehr dankbar!

  40. Ich habe nun 1,5 Jahre Cipralex 10 mg genommen, davor ein paar Monate (eher erfolglos) Lyrika. Grund ist eine Angststörung mit hypochondrischem Schwerpunkt.
    Ich muss sagen, dass ich anfangs generell gegenüber Psychopharmaka sehr skeptisch war, aber es nicht bereut habe. Mir ging es in den letzten 1,5 Jahren wirklich „gut“, was gerade für einen Hypochonder in einer Pandemie durchaus erwähnenswert ist;-)
    Ich habe nun auch 2 Jahre lang eine Gesprächstherapie gemacht, die mir sehr gut getan hat. Ich fühle mich durchwegs gestärkt und „reif“ für den Versuch, Cipralex abzusetzen.
    Auf Empfehlung des Psychiaters und auch auf eigenen Wunsch, hier auf Nummer sicher zu gehen, werden wir gemächlich ausschleichen. Seit gut 2 Wochen nehme ich daher 7,5 mg und merke bislang keine nennenswerten Symptome. Möglicherweise eine etwas gesteigerte innere Unruhe, aber das ist ja durchaus subjektiv und in meinem Leben tut sich derzeit auch einiges.
    Ich denke, ich werde in 3-4 Wochen auf 5 mg herunterdosieren und schön wäre es, im Lauf des Sommers medikamentenfrei zu sein.
    Ich versuche, es entspannt zu sehen (bzw gelingt mir das bislang) – ich hoffe, es gelingt und falls nicht, dann weiss ich ja nun, dass es ein Medikament gibt, das mir gut hilft. Dieses Wissen gibt mit Sicherheit.

    Ich werde weiter hier berichten. Alles Gute allen anderen „Ausschleichern“:-)

  41. Seit 2008 Citalopram 20mg , wegen besserer Verträglichkeit (starker Müdigkeit tagsüber ) auf Escitalopram 10 umgestiegen und 2015 auf 20mg Escitalopram . Wegen immer mal wieder auftretenden manischen Schüben (mit Aggressivität ) und der Kreuzreaktion von Hormon , Blutdruck und Immunsuppressiva-Tabletten , wollte ich schon mehrmals (langsam ausschleichend) EP absetzen , habe es aber bis heute noch nicht geschafft. Die Entzugserscheinungen kommen mir wie die Hölle vor. Habe es auch mit Unterstützung von Diazepam-tropfen probiert , leider . Vermutlich klappt es nicht weil ich ein Suchtmensch bin . Vom Rauchen 30 tägl. konnte ich mich vor 20 Jahren trennen, vom Alkohol konnte ich mich vor wenigen Jahren verabschieden , ABER mit EP habe ich sehr große Probleme. Aber ich werde es wieder versuchen……

  42. Knapp 2 Jahre Cipralex 10mg genommen wegen Angststörung. Ca. 4 Wochen auf 5mg runter, dann ganz aufgehört.
    Hate beim Absetzen leichte Übelkeit. Sonst keine körperlichen Beschwerden.
    Jedoch seit ca 6 Wochen sehr starke Stimmungsschwankungen. Weine wenn etwas nicht klappt, wenn mich etwas rührt, wenn ich wütend bin…zudem bin ich sehr oft wütend, sehr gereizt, teils aggressiv. Diese Wut kenne ich von mir gar nicht.

  43. Habe zwei ein halb Jahre Escitalopram 10 mg genommen wegen Ängste und A nfangs schwere Panik Attacken. Mit Hilfe von Therapeuten und Medis gut hin bekommen. Nun will ich ausschleichen und es dann komplett ab setzen. Seit ca 4 Wochen von 10 mg auf 5 mg. Habe starke Kopfschmerzen, Schwindel, Ruhe Puls von 100. Und sehr sehr niedrigen Blutdruck. Körperlich geht es mit garnicht gut, erschöpft und Kraft los. Morgen will ich anfangen von 5 mg auf 2.5 mg. Ich hoffe das diese Begleit Erscheinungen bald verschwinden.

  44. Hallo,
    ich habe Cipralex 2 Wochen auf 5mlg zum Einstieg genommen. Dann immer zwei 5mgl tabletten auf einmal, um die Dosis zu erhöhen. Alles schön. Es ging mir gut. Dann habe ich direkt 10mlg verschrieben bekommen u. der Spaß ging los.
    Muskelzittern, kribbelndes Taubheitsgegühl in Armen u. Beinen, panische Angst vorm Einschlafen, weil ich zum Teil echt heftige Träume hatte, und und und.
    Dann bin ich nach 2 weiteren Wochen wieder runter auf 5 aber es hörte nicht auf. In der Nacht und am Morgen habe ich weiter gezittert wie blöde. Depressiv wurde ich auch wieder. Zum Teil hatte ich dann auch noch das Gefühl meine Muskeln zum Atmen würden einschlafen.
    Nach wieder 2 Wochen hab ich es von 5mlg aus einfach abgesetzt. Nicht sonderlich schlau, aber ich konnte nicht mehr. Hatte das Gefühl, seit Wochen nicht mehr ordentlich geschlafen zu haben.
    Dummerweise kamen dann die Nachwirkungen:
    Zittern, kribbeln in den Beinen u. Armen, irre Träume und Orientierungslosigkeit, kurze Schwindelanfälle im Sekundentakt, Schlaflosigkeit und ich bin jetzt, 13 Tage nach dem Absetzen immer noch unfassbar leicht reizbar. Sehr aggressiv, was ich in dem Ausmaß nicht von mir kenne.

    Ich hoffe, ich konnte mit meiner Erfahrung weiterhelfen und würde mich freuen, wenn jemand kommentieren würde, daß die Aggression auch bei anderen aufgetreten sind:)

    Liebe Grüße

  45. Ich habe zehn Jahre lang Cipralex genommen, zuerst 5mg, dann 10mg, dann 20mg. Das Leben erschien mir das erste Mal nach langer Zeit wirklich lebenswert mit den Medikamenten. Letztes Jahr ausgeschlichen, über neun Monate. Am Anfang mit Psychiater, später dann alleine. Die körperlichen Entzugssymptome hielten einige Wochen an (vor allem Schwindel), aber gingen dann weg. Die psychischen sind immer noch da – es ist schwer durchzuhalten, besonders in der jetzigen Zeit. Ich frage mich, ob das eine Rückkehr der Depression ist oder noch Entzugssymptome. Jeder Tag ist ein Kampf und ein Krampf. Manchmal glaube ich, es wird besser, dann wieder nicht. Die Berichte hier geben Hoffnung. Danke.

  46. Hallo!
    Habe jetzt auch mal wieder im Netz gesucht, wie andere mit dem absetzen klar kommen. Man sollte da ja immer vorsichtig sein, damit man sich nicht die falschen, für uns nicht guten, Informationen rein zieht.
    Aber diese Seite gefällt mir recht gut!
    Ich habe jetzt auch ca. 14 Jahre lang Citalopram und Escitalopram genommen. Hatte aufgrund persönlicher Schicksalsschläge arge Angstzustände und PA gehabt. War nicht mehr lebensfähig und bin dann Mithilfe von Psychologin und Medis wieder ins Leben zurück gekommen.
    Wie auch oben schon einige schrieben bereue ich es auch nicht! Es gab für mich keinen anderen Weg, damals.
    Jetzt hatte ich die letzten zwei Jahre nur noch 5mg Escitalopram, welche ich über 3 Wochen jetzt halbiert hatte und seit vier Tagen habe ich komplett weggelassen.
    Habe immer mal Absetzsymptome aber da muss ich wohl durch. Vorallem Übelkeit und mitunter fühlt es sich an als hätte ich eine Attacke. Aber da ich weiß weshalb es mir so geht komme ich damit klar. Es war auch damals für mich sehr wichtig alles über die Erkrankung zu erfahren, was möglich war. Je mehr ich es verstand umso besser konnte ich damit umgehen. Und ich glaube auch beim absetzen ist es wichtig immer vor Augen zu haben dass man ja weiß weshalb es einem gerade so oder so geht! Dann sollte man die Kraft haben dass durchzustehen. Ich denke wenn man da durch ist kann man stolz sein. Und immer daran denken dass es vorbei geht. Uns haben keine Ängste und Attacken umgebracht, auch wenn wir es mitunter glaubten dass es so endet. Also bringt uns das absetzen auch nicht um, auch wenn es mitunter unangenehm ist.

  47. Hallo, auch ich habe cipralex seit 2007 genommen und langsam Ausgeschluchten und abgesetzt. Ist jetzt 4 Tage her. Stehe völlig neben mir, Kopfschmerzen und Schwindel ohne Ende. Sogar beim Essen oder anderen Bewegungen am Kopf. Der reinste Wahnsinn. Aber ich ziehe es durch. Weiter wurde mir nachts mehrmals schlecht aber ging vorbei. Ich hoffe nicht zu lange diese absetzerscheinungen zu haben. Aber dennoch glaube ich das es die richtige Entscheidung ist. Durchhalten und auf baldige Besserung hoffen.

Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Medikament gemacht, oder haben Sie eine Frage dazu?

Hat das Medikament geholfen (Dosierung, Dauer der Anwendung)? Was hat sich verbessert / verschlechtert? Welche Nebenwirkungen haben Sie bemerkt?


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