Escitalopram (Cipralex) absetzen – Erfahrungen

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Ausschleichen von Escitalopram – „Entzug“ oder Erkrankung

14.09.2015 Kommentar von Fiona:
Hallo, momentan geht es mir wirklich so schlecht, dass ich ein paar aufmunternde Worte gebrauchen könnte (wobei die Wahrheit natürlich dem Trost vorzuziehen ist ;)

Kurz zu mir:
w/29, 4 Jahre Cipralex (Escitalopram) aufgrund von Zwangsgedanken/Handlungen (Umdrehen beim Autofahren, falls ich jemanden unabsichtlich getötet hätte usw.). Es hat eine Weile gedauert, aber ich habe mich dann in Therapie begeben (kognitive Verhaltenstherapie). Nach 1,5 Jahren waren die Zwänge WEG, ich war so stolz auf mich und dann… naja. Plötzlich fing es an, dass die Gedanken in meinem Kopf nicht mehr aufhören, ich konnte nicht mehr abschalten, nicht mehr schlafen, hatte Angst vor allem und jeden (dachte wirklich, jetzt drehe ich durch, dazu kam noch, dass ich leider gegoogelt habe und dann u.a. auf „Schizophrenie“ gestoßen bin, leider kenne ich JEDES Symptom und habe mich natürlich permanent darauf abgescannt). Dann wurde mir Cipralex verschrieben… ja, sie haben geholfen, leider bin ich dann halt in immer unregelmäßigeren Abständen zur Therapie, weil es ging mir ja „gut“ (will heißen, dadurch, dass ich KEINE Ängste mehr hatte und vom Cipralex „gehemmt“ war, sah ich keine Notwendigkeit mehr, zur Therapie zu gehen).

Mir ging es – von gelegentlichen Panikattacken abgesehen – ganz gut soweit, dass ich mir dachte, nächster Schritt: Absetzen. Mit Rücksprache und langsam.

Habe sie erst halbiert von 10 auf 5 ca. 1 Monat, war schon nicht so schön von den NW her (Schwindel, Herzrasen, Brain Zapps, Übelkeit, paradoxerweise ging es mir psychisch blendend und ich dachte, ich muss nur diesen „Entzur“ durchstehen, von dem jeder sagte, es würde ihn nicht geben), von 5-2,5 (jaja, nur ein paar Brösel) fand ich weniger schlimm, habe dies etwa 3 Wochen so gemacht und am 10.8 meine LETZTE kleine Portion genommen.

Die letzten 3-5 Tage ist es sehr akut. Ich bin nicht müde, sondern hibbelig aufgedreht (Manisch?) und schlafen geht gar nicht. wobei ich sagen muss, es fing an, als ich den Entschluss fasste, wieder Arbeiten zu gehen (denn wegen den NW hatte ich mich 3 Wochen krank schreiben lassen). Von da weg wurde es kontinuierlich schlimmer. Ich habe regelrecht ANGST vor der Nacht (obwohl ich mir jetzt Trittico geholt habe, aber es hilft nicht so wirklich), da es echt zum Verrückt werden ist, wenn man nur in die Dunkelheit starrt oder mit geschlossenen Augen vor sich hindenkt und der Schlaf nicht kommen will. Dazu kommt noch ein extremer Tremor, ohne Fieber aber mit Zähneklappern und absolute Appetitlosikeit. Außerdem fange ich vermehrt an, wieder Angstgedanken zu haben, wobei ich nicht weiß, ob das „nicht nur“ eine Phänomen der Schlaflosigkeit ist.

Meine Frage nun: Sind das IMMER NOCH Absetzerscheinungen, oder eine Art „Änderung der Grunderkrankung“.

Davon abgesehen, funktioniere ich normal, was den Haushalt, den Hund und sonstige Erledigungen betrifft.

Hat jemand damit Erfahrungen?

15.09.2015 Kommentar von duge:
Hi!:)

ich nehme selber kein Medi mehr, aber ich weiss dass es mir ähnlich ging, als ich nach 1 Jahr das Paroxetin ausschlich..mir war übel, extremes zittern und der Schwindel war Horror! ich fühlte mich wie dauer-betrunken!!:(

Du hast Escitalopram 4 Jahre genommen, ich kann mir vorstellen, dass du das Medi langsamer herunterdosieren solltest. Was sagt dein Arzt dazu?

Und dass die Angst zurückkommt, kann ich irgendwie verstehen.. denn leider sind (die meisten Angststörungen) wirklich nur da, weil man sich die falschen Gedanken antrainiert hast.(das merke ich bei mir besonders gut).. da reicht der Gedanke :“oh ich hab nun das Medi abgesetzt, ich hoffe ich bekomme nicht mehr diese Ängste“ und ZACK! – da sind sie schon wieder!

du nimmst Trittico? ist ja auch ein AD.. vielleicht hast du da nur Einschleichsymptome? Wie wärs, wenn du für kurze Zeit ein Schlafmittel einnehmen würdest? damit du dich erholen kannst??? denn Schlafmangel beeinträchtigt auch das Allgemeinbefinden und dementsprechend hat man mehr Angst!

Gehst du noch zur Therapie?

05.01.2017 Kommentar von joe:
also ich hab das cipralex auch recht langsam abgesetzt, ca. 3 monate lang nur noch 5mg, dann 2.5mg.

das zittern kenne ich vom anfangssstadium des trittico. könnte auch daher kommen und die innerliche unruhe.

ich nehme derzeit dominal zum schlafen. ist ein altes neuroleptikum. das funktioniert halbwegs. schlaf ist sehr sehr wichtig. du solltest das unbedingt mit einem psychiater besprechen. mein rat!

Meine Erfahrungen mit dem Absetzen

27.02.2018 Kommentar von Alia:
Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch von meinen Erfahrungen mit dem Absetzen von Cipralex (Escitalopram) berichten.

Ich litt sehr lange unter Panikattacken und Angstzuständen, kurz vor meinem ABi habe ich dann beschlossen, dieses Antidepressivum zu nehmen. Das ist jetzt 3 Jahre her.

Mittlerweile geht es mir wieder sehr gut und ich fühle mich stabil, also war der nächste Schritt: Absetzen.

Wie vermutlich jeder hatte auch ich schrecklich Angst vor der Nebenwirkungen. Leider blieben diese auch nicht aus…

Ich nehmen Cipralex als Tropfen und habe gaaanz langsam immer einen Tropen weniger genommen (von 10 mg). Die ersten Tage nach der Reduzierung habe ich keinen Unterschied gemerkt, dann hat der Körper reagiert. Ca eine Woche hatte ich mit Nebenwirkungen zu kämpfen: Kopfweh, Schwindel, Übelkeit, Unruhe, Angst etc. wobei das eher wieder eine Angst vor der Angst war.

Nach einer Woche war das alles vorbei und als es mir dann besser ging habe ich wieder einen Tropfen weniger genommen.

Jeder verträgt das Absetzen unterschiedlich, bei manchen geht es schneller, bei mir etwas langsamer, aber das ist ok.

Wichtig ist nur, dass man sich von den Nebenwirkungen nicht entmutigen lässt. Ich bin in der Zeit auch ganz normal in die Arbeit gegangen (ich arbeite als Veranstaltungskauffrau) und hab auch was mit Freunden oder meinem Freund unternommen. Das ging trotz den Nebenwirkungen. Klar ist es nicht angenehm aber man muss sich da durch beißen und wirklich GANZ LANGSAM absetzen.

Ich fühle mich so weit stabil, dass ich das Absetzen weiter durchziehen werde, auch wenn wieder ein paar Tiefs kommen.

Ich bereue auch nicht, dass ich das je genommen habe. Klar ist das nur eine STütze und das meiste muss von einem selber kommen, aber mir hat das geholfen.

Mittlerweile nehem ich 2 Tropfen pro Tag und das Ende ist in Sicht

Bei Fragen könnt ihr gerne hier schreiben.

Liebe Grüße

Alina

07.03.2018 Kommentar von Trine:
Hi Alia,

ich habe das Ausschleichen meines SSRI`s auch gerade hinter mir. Ich hab Citalopram 40mg genommen.

Ich habe das Absetzen als furchtbar empfunden, wenn ich das mal so sagen darf. Wobei ich das Medikament auch recht schnell abgesetzt habe. Ich bin von 40mg direkt auf 20mg. Davon habe ich nichts gemerkt. Ging mir wie vorher, stimmungsmäßig usw. Nur mein Herzschlag war beschleunigt. Das ganze 1 Woche.

Dann von 20mg auf 10mg, auch 1 Woche. Hier gings mir schon schon nicht mehr so gut wie bei dem ersten Schritt. Hatte starke Unruhe, massive Übelkeit, Ruhepuls von 150, sobald ich aufgestanden bin oder mich bewegt habe noch höher, war verwirrt, hatte Empfindungsstörungen (beim bewegen der Augen starkes Rauschen im Ohr) usw. Hab echt gelitten und das nur durchgehalten, weil mein Thera mir versichert hat, dass manche Menschen so reagieren.

Von 10mg auf 0 war wie von 20mg auf 10mg. Unruhe, Empfindungsstörungen, Rhytmusstörungen usw. Hier kam noch dazu, dass ich starke Stimmungsschwankungen habe, vermehrt emotional und teil sogar aggressiv bin. Ich fange plötzlich an zu heulen wenn ein Krankenwagen an mir vorbeifährt und könnte fluchen und was durch die Gegend schmeißen wenn mal was nich auf Anhieb klappt. Beides Verhaltensweisen, die ich so nicht von mir kenne.

Seit 3 Wochen bin ich ohne SSRI. Herzfreuquenz hat sich bei 100 eingependelt, Rhytmusstörungen noch da. Stimmungsschwankungen ebenfalls noch da und stark ausgeprägt. Verwirrtheit lässt nach, Empfindungsstörungen nochh da.

Trotzdem fühle ich mich psychisch „stabil“. Ich wäre früher durchgedreht bei der massiven Anzahl und Ausprägung dieser ganzen Symptome.

Mein Tipp: Langsam an die Sache dran gehen, wenn möglich in 5mg Schritten über einen langen Zeitraum reduzieren. Würd ich so machen falls das nochmal auf mich zukommt!

16.04.2018 Kommentar von Alia:
hallo tina, danke für deine antwort. dass es bei dir so schlecht lief tut mir leid… aber wahrscheinlich hast du es wirklich zu schnell abgesetzt.

respekt dass du es trotz der nebenwirkungen durchgehalten und dich durgekämpft hast =) hut ab!

aber ich denke auch dass man das machen MUSS, sonst kommt man davon nie los. ich nehme ja cipralex in tropfenform und da kann ich es wirklich extrem langsam ausschleichen und das funktioniert ganz gut. bin mal gespannt wie es ist wenn ich gar nix mehr nehme, rechne auch mit nebenwirkungen aber es ist auszuhalten.

ich mein, als man angefangen hat das zeug zu nehmen hat man ja auch mit nebenwirkungen gekämpft aber hat es durchgezogen weil es einem einfach besser gehen soll. und jetzt muss man es eben durchziehen weil man ohne das zeug klar kommen möchte.

ich wünsch dir alles gute und dass du auch weiterhin ohne die medikamente stabil bleibst =)

seit fast 3 Jahren fast Medikamenten frei =) seit ein paar Wochen, nehm nur noch 1 Tropfen am Tag.

Ich kann nur sagen: ich fühl mich gut! =) ja echt! ich hab das cipralex soo langsam ausschleichen lassen und ich bin davon überzeugt, dass es uch ohne klappen wird. klar waren nebenwirkungen dabei, aber die konnte man schon wegstecken,

ich bin froh, dass ich von dem Medi weg bin auch wenn ich nie bereut habe es genommen zu haben =)

08.09.2018 Kommentar von x:
Hallöchen,

ich staune echt, wie gut es euch geht nach dem Absetzen von Cipralex.

Ich habe letzten Jahr im September meine Tabletten abgesetzt und mir ging es richtig schlecht dabei. Ich hab auch die ganzen Syntome wie ihr gehabt, bin aber irgendwie überhaupt nicht damit klar gekommen. Aus diesem Grund musste ich auch extrem lange und langsam die Medis absetzen.

Nun ist es so, dass ich seit nen halbes Jahr keine Medis mehr nehme und ich mit meinen Ängsten immer noch stark zu kämpfen habe. Jeden Tag aufs neue :( . Ich bin seit 1,5Jahren in Therapie aber trotzdem gehen meine Ängste nicht weg. Irgendwas muss ich wohl falsch machen, weiß bloß nicht was. Sind eure Ängste verschwunden?

11.05.2019 Erfahrung von mumpsi:
Hallo, :)

den wenigsten bekommt das absetzen, denn die Angst kommt in meist in gewohnter Manier zuürck. Ich sehe das so: ich bin psychisch krank und nehme seit 9 Jahren Cipralex und bin weitestgehend beschwerdefrei seitdem.

Wenn ich jetzt das Medi absetzen würde, dann bin ich immer noch psychisch krank und ich wüsste nicht, wieso die Angst dann weg sein sollte und deshalb käme ich selbst nach 9 Jahren Cipralex nicht im Ansatz auf die Idee das Medi abzusetzen. Ich freue mich aber über positive Erfahrungsberichte :)

22.06.2019 Erfahrung von rüdi:
Hallo,
es freut mich für dich, dass du deinen Weg mit den Medis gefunden hast.

Ich denke immer, naklar wär es das einfachste für mich Cipralex einfach zu nehmen und dann ist alles schick und ich müsste mich nicht immer so quälen. Aber mit meinen 23Jahren will ich nicht mein ganzen Lebens Tabletten nehmen müssen. Vor allen Dingen, wenn man dach doch mal Kinderwünsche hat, ist es schlecht Antidepressiva zu nehmen. Ich habe auch gelesen, dass wenn man bei einer Angststörung Medikamente nimmt nicht die Ursache behandelt werden kann, da man sich ja gut fühlt.

03.07.2019 Erfahrung von manu:
Hallo,

ich bin genau deiner Meinung. ich hab auch oft überlegt: heut hab ich so viel nebenwirkungen, nehm ich doch nur wieder Cipralex ein bisschen mehr, mir gings doch so gut mit dem…“ DENKSTE!

durchhalten lautet die devisie. wie gesgat, manche schaffen es das zeug in 4 wochen abzusetzen ich hab 4 monate gebraucht. bei manchen dauert es noch länger, das is von körper zu körper unterschiedlich.

psychische krankheiten kann man heilen, auch ohne medis! eine therapie ist ein guter weg aber reicht nicht immer aus, wie bei mir. aber ich habe gekämpft, jeden tag wieder und wieder. und als ich wieder mehr selbstvertrauen gefasst habe und mehr mut dann gings besser mit der angst.

ich fühl m ich stark genug das zeug abzusetzen und ganz ehrlich, ich bin froh darüber! es hat mir geholfen, ja aber das ist auf keinen fall eine dauerlösung! ich würde jeden menschen davon abraten das sein leben lang zu nehmen!

Cipralex macht einen so dickhäutig, dass hat so viele andere nebenwirkungen die man bewusst gar nicht wahr nimmt, die ich jetzt aber merke seit ich es nicht mehr nehme.

ich bin so froh dass zeug los zu sein, aber wenn die angst imemrnoch so stark ist dann sollte man es weiter nehmen solang bis man das gefühl hat dass es klappt.

die meiste arbeit muss nun mal von einem selber kommen, das medi ist nur eine kleine stütze.

zu sagen, ach nehm ich das medi mein leben lang dann binich für immer von der angst befreit ist einfach nur falsch und zu dem feige! wer will schon sein ganzes leben mit antidepressiva verbringen? also ich nicht….

Einige Zeit ist ins Land gegangen und ich muss sagen, ich fühl mich super ohne die medis.

klar, ich bin dünnhäutiger geworden und es war eine wahnsinnige umstellung, keine frage. aber ich hatte weder panikattacken seitdem noch angstzustände.

30.07.2019 Erfahrung von abgesetzt:
Ich habe vor zwei Jahren abgesetzt.. Habe Cipralex genommen, aber nur 8 Monate lang!! Danach 1 Monat laangsam abgesetzt!!! Hatte totale Schwindelanfälle… Die gingen aber relativ schnell weg!!

Angstzustände habe ich dennoch, nicht jeden Tag aber Situationsbedingt! Ich gehe zur Psychologin, 2 mal im Monat.. Alles andere ist Überwindung und der Vermeidung keine Chance geben!! Ich geh raus, alleine in die Stadt… Ich greife ferne zu pflanzlichen Mitteln und Meditation.. Ein Benzo hab ich auch, habe Lexotanil 1mg.. Eine 30er Packung ich zuhause hab.. Und habe jetzt noch 10 Tabletten drin!!

Ich denke dass es sicher gut ist, weiter in die Therapie geht und vor allem, dass man Selbstvertrauen hat und aufbaut.. Dann kann nichts schief laufen!!! :)

Absetzen von Esctalopram 10mg wegen Wechselwirkungen

26.09.2018 Kommentar von Toulouse:
Hallo, ich habe bis vor 5 Wochen 11 Jahre lang Cipralex 10 mg wegen Panikattacken und Ängsten genommen. Ich bin sehr gut mit dem Medikament zurecht gekommen und fühlte mich immer sicher.

Da ich nun im Januar 2018 eine Gürtelrose hatte, die leider kein Arzt sofort festgestellt hatte, leide ich seitdem an einer sehr starken postzosteralen Neuralgie mit heftigen brennenden Schmerzen im Oberkörper und Herzbereich. Um diese behandeln zu können, muss ich ein trizyklisches Antidepressivum (Redomex 20 mg) nehmen. Leider dürfen die beiden Antidepressiva nicht zusammen genommen werden. Da dies aber keiner meiner Ärzte wusste, habe ich schlimme nächtliche Aktionen durchlebt (Schmerzen, Zuckungen, Blitze im Nacken, Wirbelsäule, Kopf…)Dies war nicht auszuhalten. So hat man mir vor 5 Wochen gesagt, ich müsste Cipralex sofort absetzen. Dies tat ich von einem Tag auf den anderen.

Demenstprechend leide ich nun unter stärkeren Absetzsymptonen: Schwindel Kopfweh, hoher Ruhepuls, hoher Blutdruck, Müdigkeit, Schlafstörungen, Unkonzentriertheit. Ich nehme deshalb nun zusätzlich Nobitene gegen den hohen Blutdruck. Arbeitsfähig bin ich nicht; aber ich bin froh, trotz der Absetzsymptome, das Medikament nun nicht mehr zu nehmen. Auf das Redomex bin ich angewiesen, um die extremen neuralgischen Schmerzen im Alltag zu bewältigen. Ich helfe mir aber auch mit Akupunktur und einer Magnettherapie, um ruhiger zu werden.

Das einzige, was mich verwirrt, ist, dass mein Hausarzt meint, dass der Bluthochdruck nicht vom Absetzen des Escitaloprams kommt. Komischerweise habe ich diese Beschwerden aber genau seit 4,5 Wochen.
Ich hoffe, somit einen Beitrag durch meine Erfahrungen leisten zu können.
Ich möchte euch sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, den Weg des Absetzens zu gehen. Aber eines ist wichtig: Ohne meinen Mann und meine Kinder wäre es nicht so möglich. Diese Unterstüzung ist Gold wert.
Ich wünsche allen viel Kraft, Mut und Durchhaltevermögen; es wird sich lohnen!

Absetzsymptome Cipralex

07.02.2020 Erfahrung von schneeflocke:
hallo

ich nahm 6,5 jahre 20mg cipralex. ich hatte in dieser zeit immer starke, wandernde gelenkschmerzen, abends oft grippeähnliche symptome und leichte temperatur, starker tinnitus und dieses sehr unangenehme rastern beim kopfdrehen mit schwindel. psychisch ging es mir mit cipralex besser. als pfegefachfrau HF wusste ich genau, dass man diese medis langsam ausschleichen sollte. vor einem jahr eollte ich den selbstversuch �sofort absetzen� machen! das war die reinste katastrophe mit massivsten absetzsymptomen! ich musste notgedrungen wieder 10 mg eeiternehmen. nach einem monat gings mir etwas besser. nun, vor 5 wochen einen erneuten versuch: 10 mg in drei wochen suksessive ausgeschlichen; seit 2 wochen kein cipralex mehr. leider leide ich unter stsrken kopfschmerzen, extreme müdigkeit,starken schwindel, herzrssen, erhöhter puls, tinnitus….- ich fühle mich rinfach nicht hut. nun kriege ich plötzlich panikattacken, weil ich angst habe, diese nebenwirkungen nicht mehr loszuwerden! aber ich kämpfe weiter; ich will nie mehr solche medikamente zu mir nehmen. e we ie lange dauern diese NW wohl an???….wird das änzlich verschwinden?….

bin gespannt auf viele antworten…..😉😉🤯🤯🙏🏻🙏🏻

09.08.2020 Erfahrung von Lilly:
Hallo, auch ich habe cipralex seit 2007 genommen und langsam Ausgeschluchten und abgesetzt. Ist jetzt 4 Tage her. Stehe völlig neben mir, Kopfschmerzen und Schwindel ohne Ende. Sogar beim Essen oder anderen Bewegungen am Kopf. Der reinste Wahnsinn. Aber ich ziehe es durch. Weiter wurde mir nachts mehrmals schlecht aber ging vorbei. Ich hoffe nicht zu lange diese absetzerscheinungen zu haben. Aber dennoch glaube ich das es die richtige Entscheidung ist. Durchhalten und auf baldige Besserung hoffen.

Escitalopram absetzen

19.02.2020 Erfahrung von Clau16:
Hallo,
ich habe von November bis Februar Citalopram 20mg genommen und dann gewechselt zu Escitalopram 5mg dies nahm ich 10 Tage und seit drei Tagen nehme ich laif 900 und heute geht es mir nicht gut,habe sehr starke übelkeit,schwindel und gleichgewichtsatörung.

Wollte euch das berichten!

-aki- sagte am 18.01.2021:
Ich habe irgendwann verstanden dass Symptome wie Depressionen und Angstzustände nicht unbedingt eine psychische Ursache haben müssen. Traumata äußern sich eher in neurotischem Verhalten, schwere Depressionen und Angstzustände fühlten sich für mich immer schon eher körperlich an. Nachdem ich zwei Sachen gemacht habe, konnte ich von 20 mg Escitalopram, 100 mg Trazodon, und 0,5 mg Risperidon, die mir halbwegs symptomlosen Zustand das Trazodon und das Risperidon weglassen, und der Zustand ist deutlich besser. Die zwei Sachen sind: 1.) Schwermetall-Ausleitung, 2.) Transcranielle Gleichstrombehandlung. Beides habe ich in Eigenregie durchgeführt, weil ich wenig Geld habe. …

Weitere Erfahrungsberichte

Deswindeskind sagte am 07.02.2021:
Hallo!
Habe jetzt auch mal wieder im Netz gesucht, wie andere mit dem absetzen klar kommen. Man sollte da ja immer vorsichtig sein, damit man sich nicht die falschen, für uns nicht guten, Informationen rein zieht.
Aber diese Seite gefällt mir recht gut!
Ich habe jetzt auch ca. 14 Jahre lang Citalopram und Escitalopram genommen. Hatte aufgrund persönlicher Schicksalsschläge arge Angstzustände und PA gehabt. War nicht mehr lebensfähig und bin dann Mithilfe von Psychologin und Medis wieder ins Leben zurück gekommen.
Wie auch oben schon einige schrieben bereue ich es auch nicht! Es gab für mich keinen anderen Weg, damals.
Jetzt hatte ich die letzten zwei Jahre nur noch 5mg Escitalopram, welche ich über 3 Wochen jetzt halbiert hatte und seit vier Tagen habe ich komplett weggelassen.
Habe immer mal Absetzsymptome aber da muss ich wohl durch. Vorallem Übelkeit und mitunter fühlt es sich an als hätte ich eine Attacke. Aber da ich weiß weshalb es mir so geht komme ich damit klar. Es war auch damals für mich sehr wichtig alles über die Erkrankung zu erfahren, was möglich war. Je mehr ich es verstand umso besser konnte ich damit umgehen. Und ich glaube auch beim absetzen ist es wichtig immer vor Augen zu haben dass man ja weiß weshalb es einem gerade so oder so geht! Dann sollte man die Kraft haben dass durchzustehen. Ich denke wenn man da durch ist kann man stolz sein. Und immer daran denken dass es vorbei geht. Uns haben keine Ängste und Attacken umgebracht, auch wenn wir es mitunter glaubten dass es so endet. Also bringt uns das absetzen auch nicht um, auch wenn es mitunter unangenehm ist.

hulahups sagte am 07.02.2021:
Ich habe zehn Jahre lang Cipralex genommen, zuerst 5mg, dann 10mg, dann 20mg. Das Leben erschien mir das erste Mal nach langer Zeit wirklich lebenswert mit den Medikamenten. Letztes Jahr ausgeschlichen, über neun Monate. Am Anfang mit Psychiater, später dann alleine. Die körperlichen Entzugssymptome hielten einige Wochen an (vor allem Schwindel), aber gingen dann weg. Die psychischen sind immer noch da – es ist schwer durchzuhalten, besonders in der jetzigen Zeit. Ich frage mich, ob das eine Rückkehr der Depression ist oder noch Entzugssymptome. Jeder Tag ist ein Kampf und ein Krampf. Manchmal glaube ich, es wird besser, dann wieder nicht. Die Berichte hier geben Hoffnung. Danke.

Schnöh sagte am 16.02.2021:
Hallo,
ich habe Cipralex 2 Wochen auf 5mlg zum Einstieg genommen. Dann immer zwei 5mgl tabletten auf einmal, um die Dosis zu erhöhen. Alles schön. Es ging mir gut. Dann habe ich direkt 10mlg verschrieben bekommen u. der Spaß ging los.
Muskelzittern, kribbelndes Taubheitsgegühl in Armen u. Beinen, panische Angst vorm Einschlafen, weil ich zum Teil echt heftige Träume hatte, und und und.
Dann bin ich nach 2 weiteren Wochen wieder runter auf 5 aber es hörte nicht auf. In der Nacht und am Morgen habe ich weiter gezittert wie blöde. Depressiv wurde ich auch wieder. Zum Teil hatte ich dann auch noch das Gefühl meine Muskeln zum Atmen würden einschlafen.
Nach wieder 2 Wochen hab ich es von 5mlg aus einfach abgesetzt. Nicht sonderlich schlau, aber ich konnte nicht mehr. Hatte das Gefühl, seit Wochen nicht mehr ordentlich geschlafen zu haben.
Dummerweise kamen dann die Nachwirkungen:
Zittern, kribbeln in den Beinen u. Armen, irre Träume und Orientierungslosigkeit, kurze Schwindelanfälle im Sekundentakt, Schlaflosigkeit und ich bin jetzt, 13 Tage nach dem Absetzen immer noch unfassbar leicht reizbar. Sehr aggressiv, was ich in dem Ausmaß nicht von mir kenne.

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Erfahrung weiterhelfen und würde mich freuen, wenn jemand kommentieren würde, daß die Aggression auch bei anderen aufgetreten sind:)

Liebe Grüße

Anonymous sagte am 18.04.2021:
Habe zwei ein halb Jahre Escitalopram 10 mg genommen wegen Ängste und A nfangs schwere Panik Attacken. Mit Hilfe von Therapeuten und Medis gut hin bekommen. Nun will ich ausschleichen und es dann komplett ab setzen. Seit ca 4 Wochen von 10 mg auf 5 mg. Habe starke Kopfschmerzen, Schwindel, Ruhe Puls von 100. Und sehr sehr niedrigen Blutdruck. Körperlich geht es mit garnicht gut, erschöpft und Kraft los. Morgen will ich anfangen von 5 mg auf 2.5 mg. Ich hoffe das diese Begleit Erscheinungen bald verschwinden.

Lenovo 49 sagte am 24.04.2021:
Seit 2008 Citalopram 20mg , wegen besserer Verträglichkeit (starker Müdigkeit tagsüber ) auf Escitalopram 10 umgestiegen und 2015 auf 20mg Escitalopram . Wegen immer mal wieder auftretenden manischen Schüben (mit Aggressivität ) und der Kreuzreaktion von Hormon , Blutdruck und Immunsuppressiva-Tabletten , wollte ich schon mehrmals (langsam ausschleichend) EP absetzen , habe es aber bis heute noch nicht geschafft. Die Entzugserscheinungen kommen mir wie die Hölle vor. Habe es auch mit Unterstützung von Diazepam-tropfen probiert , leider . Vermutlich klappt es nicht weil ich ein Suchtmensch bin . Vom Rauchen 30 tägl. konnte ich mich vor 20 Jahren trennen, vom Alkohol konnte ich mich vor wenigen Jahren verabschieden , ABER mit EP habe ich sehr große Probleme. Aber ich werde es wieder versuchen……

Welgo sagte am 24.04.2021:
Knapp 2 Jahre Cipralex 10mg genommen wegen Angststörung. Ca. 4 Wochen auf 5mg runter, dann ganz aufgehört.
Hate beim Absetzen leichte Übelkeit. Sonst keine körperlichen Beschwerden.
Jedoch seit ca 6 Wochen sehr starke Stimmungsschwankungen. Weine wenn etwas nicht klappt, wenn mich etwas rührt, wenn ich wütend bin…zudem bin ich sehr oft wütend, sehr gereizt, teils aggressiv. Diese Wut kenne ich von mir gar nicht.

Nixistfix sagte am 02.05.2021:
Ich habe nun 1,5 Jahre Cipralex 10 mg genommen, davor ein paar Monate (eher erfolglos) Lyrika. Grund ist eine Angststörung mit hypochondrischem Schwerpunkt.
Ich muss sagen, dass ich anfangs generell gegenüber Psychopharmaka sehr skeptisch war, aber es nicht bereut habe. Mir ging es in den letzten 1,5 Jahren wirklich „gut“, was gerade für einen Hypochonder in einer Pandemie durchaus erwähnenswert ist;-)
Ich habe nun auch 2 Jahre lang eine Gesprächstherapie gemacht, die mir sehr gut getan hat. Ich fühle mich durchwegs gestärkt und „reif“ für den Versuch, Cipralex abzusetzen.
Auf Empfehlung des Psychiaters und auch auf eigenen Wunsch, hier auf Nummer sicher zu gehen, werden wir gemächlich ausschleichen. Seit gut 2 Wochen nehme ich daher 7,5 mg und merke bislang keine nennenswerten Symptome. Möglicherweise eine etwas gesteigerte innere Unruhe, aber das ist ja durchaus subjektiv und in meinem Leben tut sich derzeit auch einiges.
Ich denke, ich werde in 3-4 Wochen auf 5 mg herunterdosieren und schön wäre es, im Lauf des Sommers medikamentenfrei zu sein.
Ich versuche, es entspannt zu sehen (bzw gelingt mir das bislang) – ich hoffe, es gelingt und falls nicht, dann weiss ich ja nun, dass es ein Medikament gibt, das mir gut hilft. Dieses Wissen gibt mit Sicherheit.

Ich werde weiter hier berichten. Alles Gute allen anderen „Ausschleichern“:-)

Muttifragt sagte am 21.06.2021:
Hallo an alle Betroffenen hier,
Nachdem ich die gesamten Berichte gelesen habe, weiß ich, dass es sich mehr als lohnt alles durchzustehen.

Ich habe Escitalopram 21 Jahre genommen, meist in 10mg und mal auch zwischendurch in 20mg. Dies nur, wenn besondere Umstände waren (Trauerfall in der engsten Familie). Die Einnahme erfolgte aufgrund schwerer Depressionen durch körperlicher Misshandlungen und daraus resultierender Verfolgungs- und Existenzängste etc.

In der gesamten Zeit habe ich mindestens 8-10 Mal versucht, das Medikament abzusetzen, aber leider ohne Erfolg. Sobald ich unter 5mg war, setzten Beschwerden ein, wie beidseitiger Tinnitus mit Druck auf den Ohren und vor allem Nachts. Schlafstörungen, überreizt in Form von arbeiten, arbeiten, arbeiten. So wie der kleine Hase der Batteriefirma aus dem TV :), gereizt bei kleinsten Dingen und Schlaflosigkeit.

Nun musste ich aber absetzen, da sich bei mir eine Autoimmunerkrankung ergab, die mit Histaminausschüttung zu tun hat und ich unter sehr starker Nesselsucht leide.

Da Antidepressiva Histamin unterdrücken, ist mein Körper völlig durcheinander und produziert Histamin wo er nur kann, egal was ich esse, anfasse, ob Stress, Hunger, traurig etc.

Also, habe ich mit Tropfen langsam ausgeschlichen und bin jetzt seit 6 Tagen ganz ohne. Am Anfang habe ich nichts gemerkt, doch jetzt sind die oben genannten Probleme alle wieder zurück.
Aber, ich werde da irgendwie durch müssen. Am schlimmsten ist für mich der nächtliche Tinnitus, der gefühlt aus dem Nacken kommt, auf beiden Ohren Druck im Sekundentakt verursacht und 1-2 Stunden an Zeit braucht, bis es weg ist. Das ist dann die Zeit, in der ich schlaflos in der Küche sitze, Vitamin C und Magnesium zu mir nehme und hoffe, dass es bald aufhört. Körperlich geht es mir aber soweit ganz gut. Schwindel geht leicht und auch Muskelschmerzen ganz leicht. Aber auch wieder überdreht, nervös und auch leicht aggressiv, was ich sonst überhaupt nicht bin.

Wenn jemand ähnliche Erfahrungen mit dem Tinnitus gemacht und einen Tipp für mich hat, wäre ich sehr dankbar!

Elena sagte am 01.07.2021:
Ich habe das Escitalopram über 5 Jahre aufgrund von Panikattacken genommen, die höchste Dosis lag bei 17,5 mg. für einige Wochen. Ich würde sagen, ich habe über 5 Jahre lang im Durchschnitt 5 mg genommen. So wie viele hier auch berichten, wollte ich diese Abhängigkeit nicht mehr in meinem Leben haben, zumal dieses Medikament was seine Nebenwirkungen betrifft nicht zu unterschätzen ist. Ich habe im September 2020 begonnen es auszuschleichen, Tropfen für Tropfen. Die letzten 3 mg waren die reinste Hölle auf Erden. Nun bin ich seit März frei davon. Die Panik ist wieder da, aber der Kopf ist klar und ich habe nicht mehr diese Depression wie ich sie mit Escitalopram hatte. Das Medikament hat wunderbar geholfen bezüglich der Panik, allerdings war beim Absetzen der reinste Horror. Man kann es schaffen, aber es ist ein brutaler Kampf. Wichtig ist den Körper gut mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen, damit er den Entzug übersteht. Vor allen Dingen Magnesium und die B Vitamine sind essenziell. Ich wünsche allen hier viel Glück, ihr schafft es, aber es ist ein harter Weg, jedoch nicht unmöglich. Leider ist die ärztliche Aufklärung über mögliche Absetzerscheinungen gleich 0,00. jeder der sich ein wenig müde und traurig fühlt, bekommt es verschrieben ohne über die Folgen der Einnahme richtig informiert zu werden, leider.

Ana sagte am 02.07.2021:
Ich habe seit November 2019 5mg Escitalopram genommen, als Unterstützung zum Absetzen von Zypralex. Nachdem ich im Juli Zypralex nach 2 Jahren ausschleichen (10 mg Dosis, also wirklich sehr sehr langsam) fertig war, habe ich im Jänner begonnen Escitalopram abzusetzen. Auf anraten von meinem Psychiater, haben wir das gaaaaanz langsam gemacht. 4 Wochen lang abwechselnd 2,5 und 5 mg, dann 4 Wochen 2,5 und so weiter. Bis ich alle 6 Tage nur noch 2,5 mg genommen hab. Manchmal waren die Abstände etwas kürzer oder länger, je nachdem wie ich mich gefühlt habe. Ich hatte fast keine Absetzerscheinungen. Hin und wieder war ich etwas trauriger und unruhiger. Nach dem absetzen, ca. in der zweiten Woche etwas gereizter. Jz bin ich 6 Wochen Tabletten frei und fühle mich großartig und selbstbewusst. Ich hatte schon durch die Therapie und Unterstützung meiner Familie und Freunde seit zwei Jahren keine Panikattacke mehr und die Angst, dass sie durch das Absetzen wieder kommen, war komplett unbegründet. Ich Rate jedem, egal was der Arzt sagt, so langsam wie möglich auszuschleichen. Was machen ein paar Monate mehr aus, nach 20 Jahren Medikation.

Mari sagte am 09.07.2021:
Ich habe wegen Angststörungen und Depression 6 Jahre lang täglich 10 mg escitalophram genommen. Jetzt habe ich das Medikament innerhalb drei Monaten sehr, sehr langsam ausgeschlichen.
Vor zwei Woche hatte ich meinen letzten Tropfen.
Die Absetzsympthome haben nache ca. 5 Tagen eingesetzt.
-Mir ist dauernd sehr schwindlig, bin unfähig körperlich etwas zu machen.
– Ich habe schlimme darmkrämpfe und Durchfall
-seit zwei tagen ist auch noch Übelkeit dazugekommen, heute sitze ich den ganzen Tag mit dem „Kotzkessel“ da und bin unfähig mich zu bewegen, so schlecht ist mir. Für mich der absolute Horror.
-Psychisch geht es mir so weit gut, hatte zweimal eine Panikattacke in der Nacht, seither aber nicht mehr.
Die körperlichen Sympthome empfinde ich aber als äusserst schlimm, der Zustand macht mich völlig fertig.
Ich war guter Dinge und wegen des langsamen Ausschleichens hab ich absolut nicht mit diesen Sympthomen gerechnet…

Nini sagte am 21.07.2021:
Hallo!
Habe seit 43 Jahren eine generalisierte Angsstörung. Analyse, Gesprächs-, Gestalt-, Verhaltenstherapien gemacht, 2 Klinikaufenthalte hinter mir. Habe 2013 das erste Mal Tabletten genommen. Citalipram, 30 mg bis 2020, das Leben war super!!!!! Nach langsamen Ausschleichen war ich im Mai 20 durch,es ging mir total gut. Dann der Absolute Rückschlag im November, nichts ging mehr. Nur noch Angst von morgens bis abends. Im Februar in die psychosomatische Klinik, seit 6 Wochen wieder Medis , diesmal Escitalopram, erst 10, dann 15 mg mit der Option, noch 5 mg mehr zu nehmen. Gaaaaaanz langsam geht’s mir wieder besser. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, eines Tages langfristig keine Medis mehr zu brauchen. Aber offensichtlich ist die Zeit noch nicht da…. Euch allen besonderen Menschen da draußen wünsche ich Glück, Kraft und Zufriedenheit!!

Lea sagte am 09.08.2021:
Hallo zusammen,
ich nehme seit 11 Monaten Escitalopram. Anfangs Tropfen für Tropfen eingeschlichen bis 10 mg. Jetzt geht es mir insgesamt gut. Leider leide ich fast von Beginn an unter starker Müdigkeit, ich komme morgens kaum aus dem Bett. Jetzt hat mir die Ärztin empfohlen, wieder ganz langsam mit Tropfen zu reduzieren. Hab erst angefangen, bin bei 9 mg. Habe vor mir Zeit zu lassen und hoffe die Nebenwirkungen werden sich in Grenzen halten.

Julia sagte am 22.08.2021:
Ich habe wegen einer schweren Depression nach Rückenop und Schmerzsyndrom erst Escitalopram, dann noch zusätzlich Venlafaxin verschrieben bekommen, als Höchstdosis im April Escitalopram 40 mg und Venlafaxin 150 mg. Das habe ich genau 3 Wochen durchgehalten, hatte gefühlt jede Nebenwirkung auf dem Beipackzettel, furchtbar. Hab’s dann vorsichtig reduziert, jetzt bin ich bei 50 mg Venlafaxin und 25 mg Escitalopram. Seit der letzten Dosisreduktion von Escitalopram von 27.5 auf 25 mg habe ich wieder heftige Symptome ( richtig gut ging’s mir eh nie, Benommenheit, Übelkeit, oft Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwäche waren immer da). Die Symptome jetzt sind ca morgens bzw Vormittags am stärksten. Starkes Schwitzen, alles im Kopf dreht sich, Übelkeit, Kopfschmerzen, va.I’m Nacken, Zittern, man fühlt sich einfach echt elend (wer kennt das hier nicht..). So muss sich ein Drogensüchtiger fühlen…
So 2 Stunden nach Einnahme der Medis wird’s dann langsam besser, sodass ich überhaupt den Tag bewältigen kann. Ich weiß auch schon gar nicht mehr, was sind NW, was Absetz- bzw Dosisreduzierungssymtome. Ich bin echt verzweifelt, eigentlich sollte ich ab Oktober ne Wiedereingliederung machen, was ich auch will, aber so krieg ich kaum den Alltag geregelt.
Falls ihr bis hierhin gelesen habt, danke schonmal! Vielleicht hat ja jemand noch einen guten Tipp?!
Euch Allen alles Gute!!

bubsi_13 sagte am 23.08.2021:
Ich nehme seit 5 Jahren Cipralex, anfangs 10mg später wegen zu starken Depressionen 30mg. Seit zwei Jahren komme ich gut klar mit 20mg, möchte diese Dosis reduzieren mit der Hoffnung das ich irgendwann ohne AD leben kann.
Die Absetzsymptomatik bereitet mir Sorgen…
Diejenigen welche schon länger am Absetzen sind – wie geht es euch heute, sind Schwindel und die enorme Gereiztheit verschwunden?

Britta sagte am 19.09.2021:
Hallo, ich habe 9 Jahre Escitalopram wegen einer Angststörung genommen. Mit 5 mg begonnen. Dann auf 10 mg. Im Laufe der Jahre war ich sogar schon mal auf 20 mg. Vor 2 Jahren beschloss ich dieses Medikament, mit Rücksprache meiner Nervenärztin, langsam auszuschleichen. Es lief gut. Schwierigkeiten bereitet mir die letzten 5mg. Ich habe in der Phase von Tabletten auf Tropfen umgestellt. Nach 3 Tropfen habe ich dann einfach aufgehört. War vielleicht nicht gut. Nach einer guten Woche fing es am Symptomen wie Schwindel, starke Kopfschmerzen, Schwitzen, körperliche Schwäche, Angst, Herzrasen, höherer Blutdruck. Gestern Morgen habe ich aus Verzweiflung einfach 5 Tropfen Escitalopram genommen und innerhalb einer Stunde ging es mir wieder besser. Aber ich will dieses Medikamente nicht mehr. Nun sitze ich hier und mache mir Gedanken, wie ich weiter verfahren soll. Nehme ich für einen Monat wieder die niedrige Dosierung und reduziere die 3 mg diesmal bis auf 0 oder halte ich die Absetztsymtome aus. Irgendwann muss es ja aufhören. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg auf euren Absetzweg.

Floh sagte am 13.10.2021:
Das ist wirklich spannend zu lesen, wenn man einen ähnlichen Weg beschritten hat. Versch. AD, Neuroleptika, Tranquilizer genommen, bis Diagnose Bipolar gestellt werden konnte. Von da an Cipralex 20 mg und Lamotrigin 200 mg und wegen mega Einschlafproblemen Zolpidem 10 mg später 5 mg genommen. Aufgrund meiner Brustkrebserkrankung vor einem Jahr mit einigen unangenehmen Nebenwirkungen durch Chemo, Bestrahlung und Antihormontherapie habe ich mich seit einigen Monaten auf den Weg gemacht, cipralex und lamotrigin gänzlich abzusetzen. Meine Hoffnung, keinen chemischen Cocktail zu provozieren und vielleicht so einige Nebenwirkungen zu minimieren. Das die Kurzfassung…

Ich habe glaube keine der Absetzsymptome mehr, aber ich fühle mich jetzt anders. Ich gehe seit 20 Jahren nicht mehr arbeiten. Habe also eigentlich keinen Stress oder Druck, so dass ich mich viel erholen müsste…. Nach dem Absetzen, nehme nur noch 25 mg Lamotrigin, fühle ich mich freudlos… laufe langsam, um mich nicht zu stressen, sitze viel rum und habe wenig Energie. Alles irgendwie in Zeitlupe und möglichst wenig Anstrengung. Ich bin innerlich gereizt und ungeduldig… will viel, schaffe fast nix. Ich bin nicht depressiv, eben einfach anders als vorher. Gefällt mir gar nicht. Will aber nicht zurück. Ich hoffe, der Zustand verändert sich noch zum positiven.

Alles Gute euch…


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