Evolocumab (Repatha) bei akutem Koronarsyndrom wirksam

Neue Daten zeigen, dass Repatha (Evolocumab) Merkmale der Plaquestabilität bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) verbessert

27.08.2021 Amgen hat positive Daten aus der Phase-3-Studie HUYGENS bekanntgegeben, wonach Repatha® (Evolocumab) zusätzlich zu einer optimierten Statintherapie im Vergleich zu einer optimierten Statintherapie allein die Merkmale der Plaquestabilität bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) signifikant verbessert.

Rupturen anfälliger Plaques

Herzinfarkte sind häufig die Folge von Rupturen anfälliger Plaques. Hauptmerkmale anfälliger Plaques sind ein großer Lipidkern mit einer dünnen fibrösen Kappe, die als Wand oder Barriere um die Plaque herum dient, um sie intakt zu halten. In der HUYGENS-Studie wurde untersucht, ob Repatha zusätzlich zu einer optimierten Statintherapie die Dicke der fibrösen Kappen erhöhen kann, um letztlich ein Merkmal der Plaquestabilität zu verbessern.

HUYGENS-Studie

In der HUYGENS-Studie wurde der primäre Endpunkt erreicht: Repatha erhöhte zusätzlich zur optimierten Statintherapie die Dicke der Faserkappen um 42,7 um im Vergleich zu einer Zunahme von 21,5 um (75 % Zunahme gegenüber 39 %) bei alleiniger optimierter Statintherapie (p=0,01), gemessen mit optischer Kohärenztomographie (OCT). Somit verbesserte Repatha diese Eigenschaft doppelt so gut wie Statine allein. Repatha führte auch zu einer Verbesserung bei allen sekundären Endpunkten der Studie, einschließlich einer Verringerung des maximalen Lipidbogens um -57,5° gegenüber -31,4° (p=0,01), gemessen mit OCT.

Die Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden 52-Wochen-Studie bei ACS-Patienten mit optimierter Statintherapie zeigen, dass die Behandlung mit Repatha, die innerhalb einer Woche nach dem ACS-Ereignis eingeleitet wurde, den LDL-C-Wert von 140 auf 28 mg/dL (-80 %) senkte, gegenüber einer Senkung von 142 auf 87 mg/dL (-39 %) bei alleiniger Statinoptimierung. Es wurden keine neuen Sicherheitsrisiken festgestellt. Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (> 3 %) waren Angina pectoris, Myalgie, Bluthochdruck, Durchfall, Müdigkeit und Husten.

Obwohl HUYGENS keine kardiovaskulären Ergebnisse untersuchte, bauen die Ergebnisse auf der wachsenden Zahl von Belegen auf, die das klinische Profil von Repatha bereits unterstützen. Die Ergebnisse der HUYGENS-Studie fügen der Wissenschaft der Plaque-Biologie relevante Erkenntnisse hinzu und tragen zu unserem Verständnis der wichtigen Vorteile bei, die eine Behandlung mit Repatha nach einem Herzinfarkt bietet, schreibt das Unternehmen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Amgen

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