Exenatid bei Parkinson

Medikament zeigt Potenzial bei Behandlung von Parkinson-Krankheit

06.08.2017 Eine in The Lancet veröffentlichte und von der Michael J. Fox Foundation für Parkinson’s Research finanzierte Studie, stellte fest, dass Menschen mit Parkinson, die sich jede Woche ein Jahr lang Exenatid injizierten, bessere Ergebnisse bei motorischen Tests erzielten als diejenigen, denen ein Placebo injiziert wurde.

Die Forscher folgten 60 Personen mit Parkinson-Krankheit am Nationalen Krankenhaus für Neurologie und Neurochirurgie, denen entweder eine einmal wöchentliche Injektion Exenatid für 48 Wochen oder ein Placebo zusätzlich zu ihrer normalen Medikation verabreicht wurde.

Sie fanden, dass mit Exenatid behandelte Teilnehmer eine bessere motorische Funktion 48 Wochen nach Behandlungsbeginn und 12 Wochen nach Behandlungsende hatten. Diejenigen, die das Placebo injiziert bekommen hatten, zeigten einen Rückgang der motorischen Fähigkeiten bei diesen Tests. Der Vorteil von 4 Punkten auf einer 132-Punkte-Skala, die Tremor, Agilität und Sprache maß, war statistisch signifikant.

Die Teilnehmer zeigten keine deutlich größeren Verbesserungen bei den Symptomen während der Studienzeit über die Standard-Medikamente hinaus. Sie wurden getestet, während vorübergehend alle Medikamente abgesetzt wurden, um festzustellen, wie die Krankheit selbst fortschritt. Die Forschung hat nicht endgültig feststellten können, ob das Medikament die Krankheit selbst verändert hat, so dass die nächste Phase der Forschung dies genauer untersuchen wird, schreiben die Wissenschaftler.
© arznei-news.de – Quelle: The Lancet – DOI: 10.1016/S0140-6736(17)31585-4, Aug. 2017



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