Fluticasonfuroat / Umeclidinium / Vilanterol bei COPD

Markenpräparate, die die Wirkstoffkombination Fluticasonfuroat / Umeclidinium / Vilanterol enthalten: Trelegy Ellipta, Temybric Ellipta

Fluticasonfuroat / Umeclidinium / Vilanterol Kombination reduziert die Sterblichkeit von COPD-Patienten

18.03.2020 Die einmal tägliche Behandlung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit einem Inhalator, der Fluticasonfuroat (FF), Umeclidinium (UMEC) und Vilanterol (VI) kombiniert, reduzierte die Gesamtmortalität um 42 Prozent laut einer im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlichten Studie.

David A. Lipson und Co-Autoren führten eine erweiterte Post-Hoc-Analyse der Daten aus der multizentrischen, 37 Länder umfassenden Phase 3-Studie IMPACT durch, die zusätzliche Vitaldaten von Patienten ein Jahr nach Studienbeginn enthält.

Mehr als 10.000 IMPACT-Teilnehmer mit COPD, die ein Risiko für schwere Exazerbationen (Flare-ups) hatten, wurden randomisiert und in eine von drei Gruppen eingeteilt: Personen, die einmal täglich FF/UMEC/VI, FF/VI oder UMEC/VI-Kombinationen inhalierten. Die IMPACT-Teilnehmer wurden ein Jahr lang überwacht.

Fluticason-Furoat ist ein inhalatives Kortikosteroid, während Umeclidinium ein lang wirkender muskarinischer Antagonist (eine Art Bronchodilatator) und Vilanterol ein lang wirkender ß2-Agonist (eine andere Art von Bronchodilatator) ist.

Die ursprüngliche IMPACT-Studie zeigte, dass die tägliche Inhalation von FF/UMEC/VI zu einer deutlicheren Verringerung der mittelschweren/schweren Exazerbationen und COPD-Krankenhausaufenthalte sowie zu einer Verbesserung der Lungenfunktion und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität führte als die beiden dualen Kombinationstherapien.

Die Studie zeigte auch, dass Patienten unter der Dreifachtherapie niedrigere Sterblichkeitsraten aufwiesen als unter der VI/UMEC-Therapie.

Die Daten von 5,5 Prozent der Teilnehmer wurden jedoch aus der einjährigen Analyse herausgenommen, da einige Forscher am Ende der Studie keine wichtigen Statusdaten zur Gesamtmortalität angaben. Diese neue Analyse enthält Vitaldaten von 99,6 Prozent der IMPACT-Teilnehmern.
© arznei-news.de – Quellenangabe: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2020). DOI: 10.1164/rccm.201911-2207OC.