Fulvestrant, Palbociclib u. Taselisib bei Brustkrebs

Drei-Wirkstoff-Kombination Fulvestrant, Palbociclib u. Taselisib scheint sicher und wirksam bei einer bestimmten Form von fortgeschrittenem Brustkrebs

14.03.2021 Eine Kombination aus drei Medikamenten ist sicher und zeigt Anzeichen von Wirksamkeit bei der Behandlung einiger Patientinnen mit bereits behandeltem fortgeschrittenen Brustkrebs, wie eine klinische Studie zeigt.

Die „Triplett-Therapie“ kombiniert die Hormontherapie Fulvestrant mit zwei zielgerichteten Medikamenten: Palbociclib und Taselisib, die Zellen an der Vermehrung und Teilung hindern.

Insgesamt 78 Patientinnen mit Brustkrebs oder anderen Krebsarten wurden in die Studie aufgenommen und erhielten entweder die Triplett-Therapie oder eine „Doublett-Therapie“ mit den zielgerichteten Medikamenten ohne Fulvestrant.

Mutationen im PIK3CA-Gen

Die Triplett-Therapie zeigte sich besonders vielversprechend bei den 25 Patientinnen mit fortgeschrittenem und zuvor behandeltem Östrogenrezeptor-positiven, HER-2-negativen Brustkrebs mit Mutationen im PIK3CA-Gen, wobei mehr als ein Drittel der Patientinnen mit diesem Typ ansprach. Mutationen im PIK3CA-Gen sind die häufigste Mutation bei dieser Art von Brustkrebs.

Die Studie wurde von einem Team am Institute of Cancer Research, London, und The Royal Marsden NHS Foundation Trust, in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie geleitet.

Die Ergebnisse

Die Ansprechrate der Triplett-Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER-positiven und HER2-negativen Krebs betrug 37,5 % [95 % Konfidenzintervall (KI), 18,8-59,4]. Eine dauerhafte Krankheitskontrolle wurde bei PIK3CA-mutiertem ER-negativen Brustkrebs und anderen soliden Tumoren mit der Doublet-Therapie beobachtet.

Beide Kombinationen waren in pharmakodynamisch wirksamen Dosen gut verträglich.

In der Triplett-Gruppe war eine hohe Baseline-Expression von Cyclin E1 mit einem kürzeren progressionsfreien Überleben (PFS; HR = 4,2; 95% CI, 1,3-13,1; P = 0,02) verbunden. Die frühe Dynamik der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) zeigte eine hohe ctDNA-Assoziation bei Behandlung mit einem kürzeren PFS (HR = 5,2; 95% CI, 1,4-19,4; P = 0,04). Die longitudinale Plasma-ctDNA-Sequenzierung lieferte Hinweise auf die genomische Evolution während der Triplett-Therapie.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Cancer Discovery (2020). DOI: 10.1158/2159-8290.CD-20-0553.





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