Intraartikuläre Injektion Triamcinolon bei Hüftarthrose von Nutzen

Schmerzverbesserung durch ultraschallgesteuerte intraartikuläre Injektion eines Kortikosteroids und eines Lokalanästhetikums in die Hüfte zusätzlich zur besten derzeitigen Behandlung

09.04.2022 Bei Patienten mit Hüftarthrose und mindestens moderaten Schmerzen ist eine ultraschallgesteuerte intraartikuläre Hüftinjektion von Triamcinolon und Lokalanästhetikum, die zusammen mit Beratung und Aufklärung verabreicht wird, im Vergleich zu Beratung und Aufklärung allein von Nutzen laut einer in der Fachzeitschrift BMJ veröffentlichten Studie.

Dr. Zoe Paskins von der Universität Keele im Vereinigten Königreich und Kollegen führten eine pragmatische dreiarmige, randomisierte kontrollierte Parallelgruppenstudie mit 199 Erwachsenen im Alter von 40 Jahren und älter mit Hüftarthrose und mindestens mäßigen Schmerzen durch. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip einer Beratung und Aufklärung (beste derzeitige Behandlung [BCT]), einer BCT plus ultraschallgesteuerter Injektion von Triamcinolon und Lidocain oder einer BCT plus ultraschallgesteuerter Injektion von Lidocain zugeteilt (67, 66 bzw. 66 Patienten).

Die Forscher stellten fest, dass sich die Intensität der Hüftschmerzen bei der BCT plus Ultraschall-Triamcinolon-Lidocain-Behandlung im Vergleich zur BCT über einen Zeitraum von sechs Monaten im Mittel stärker verbesserte (mittlerer Unterschied: -1,43; standardisierter mittlerer Unterschied: -0,55).

Es wurde kein Unterschied in der Intensität der Hüftschmerzen über sechs Monate zwischen BCT plus Ultraschall-Triamcinolon-Lidocain und BCT plus Ultraschall-Lidocain festgestellt. Es wurde ein signifikanter Interaktionseffekt für das Vorhandensein einer Synovitis oder eines Ergusses im Ultraschall beobachtet, bei dem der Unterschied zwischen den Injektionsgruppen zugunsten von BCT plus Ultraschall-Triamcinolon-Lidocain ausfiel, wenn eine Synovitis oder ein Erguss vorhanden war.

„Unsere Patientenberatungsgruppe war der Ansicht, dass diese Ergebnisse den Patienten eine wichtige Wahlmöglichkeit bieten, insbesondere denjenigen, die für eine Operation nicht infrage kommen und sich in ihren Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt fühlen könnten“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: BMJ 2022; 377 doi: https://doi.org/10.1136/bmj-2021-068446





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