COVID: Schutz durch vierte Dosis Comirnaty gegen Omicron

Studie in Israel: Vierte Dosis von BNT162b2 bietet Schutz vor schwerem COVID-19

09.04.2022 Laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie waren die Raten bestätigter schwerer Infektionen mit dem Coronavirus 2 des akuten respiratorischen Syndroms und mit schwerem COVID-19 nach Erhalt einer vierten Dosis des Impfstoffs BNT162b2 (Comirnaty, Tozinameran) niedriger.

Yinon M. Bar-On vom Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, und seine Kollegen werteten Daten von 1.252.331 Personen im Alter von 60 Jahren und älter aus, die für die vierte Dosis in Frage kamen, und zwar während eines Zeitraums, in dem Omicron vorherrschte.

Die Rate der bestätigten Infektionen und schweren COVID-19-Erkrankungen wurde als Funktion der Zeit ab acht Tagen nach Erhalt der vierten Dosis im Vergleich zu den Personen, die nur drei Dosen erhalten hatten, und denjenigen, die eine vierte Dosis drei bis sieben Tage zuvor erhalten hatten (Vier-Dosen-Gruppe, Drei-Dosen-Gruppe bzw. interne Kontrollgruppe), ermittelt.

Die Forscher stellten fest, dass die Zahl der Fälle von schwerer COVID-19 pro 100.000 Personentage in der aggregierten Gruppe mit vier Dosen 1,5, der Gruppe mit drei Dosen 3,9 und der internen Kontrollgruppe 4,2 betrug.

Die bereinigte Rate schwerer COVID-19-Erkrankungen in der vierten Woche nach Erhalt der vierten Dosis war um das 3,5-fache bzw. 2,3-fache niedriger als in der Gruppe mit drei Dosen bzw. in der internen Kontrollgruppe. In den sechs Wochen nach Erhalt der vierten Dosis ließ der Schutz vor schweren Erkrankungen nicht nach.

Die bereinigte Rate bestätigter Infektionen war in der vierten Woche nach Erhalt der vierten Dosis um das 2,0-fache bzw. 1,8-fache niedriger als in der Gruppe mit drei Dosen bzw. in der internen Kontrollgruppe; dieser Schutz nahm in späteren Wochen ab.

„Eine vierte Dosis schien den Schutz vor schweren Erkrankungen im Vergleich zu drei Dosen, die mehr als vier Monate zuvor verabreicht wurden, zu erhöhen“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of MedicineDOI: 10.1056/NEJMoa2201570

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