Ipilimumab (Yervoy) bei Gebärmutterhalskrebs

Immuntherapie Ipilimumab nach Chemoradiotherapie bei Frauen mit Zervixkarzinom und positivem Lymphknotenbefall

26.12.2019 Die Ergebnisse der klinischen Phase I-Studie NRG-GOG 9929 der NRG Oncology zeigen, dass der Einsatz des Immuntherapeutikums Ipilimumab (Handelsname ist Yervoy) nach einer Chemoradiotherapie (CRT) bei der kurativen Behandlung von Frauen mit lymphknotenpositivem Gebärmutterhalskrebs verträglich ist.

Die maximal verträgliche Dosis von Ipilimumab wurde mit 10 mg/kg bestimmt. Diese Ergebnisse wurden in der JAMA Oncology veröffentlicht.

NRG-GOG 9929 ist die erste Studie, die die Sicherheit von Ipilimumab nach CRT bei kurativem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) beschreibt. Gegenwärtig erleiden viele Frauen mit lymphknotenpositivem Gebärmutterhalskrebs, die mit CRT behandelt werden, ein Rezidiv. Deshalb ist es wichtig, eine sichere und effektive therapeutische Strategie zu entwickeln, wie z.B. den Einsatz von Immuntherapie, um die Ergebnisse für Frauen mit dieser Krebsart zu verbessern.

Sicherheit und Dosierung von Ipilimumab

NRG-GOG 9929 wurde entwickelt, um in erster Linie die Sicherheit und die richtige Dosierung von Ipilimumab nach der CRT-Standardbehandlung zu bestimmen; ein sekundärer Endpunkt der Studie war jedoch die Messung der Überlebensergebnisse.

21 Patientinnen, die mit NRG-GOG 9929 behandelt wurden, erhielten eine CRT, gefolgt von Ipilimumab. Die Patientinnen erhielten eine von zwei möglichen Dosisstufen, 3mg/kg (DL1) und 10mg/kg (DL2), um die maximale Dosis der Immuntherapie zu bestimmen.

Überlebensraten

Nur bei zwei Patientinnen traten Toxizitäten des Grades 3 auf. Die progressionsfreie 12-Monats-Überlebensrate lag bei 81 Prozent und die 12-Monats-Überlebensrate insgesamt bei 90 Prozent.

Alle Patientinnen absolvierten eine CRT, 86 Prozent der Frauen führten vier Zyklen mit Ipilimumab durch und 14 Prozent der Frauen zwei Zyklen Ipilimumab.

Die PD-1-Expression nahm mit der CRT zu und wurde durch die Immuntherapie beibehalten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Oncology (2019). DOI: 10.1001/jamaoncol.2019.3857



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