Ketamin gegen Depression

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

Ketamin bei behandlungsresistenter Depression

Forscher haben herausgefunden, wie das Anästhesie-Medikament Ketamin eine schnelle antidepressive Reaktion bei Patienten mit behandlungsresistenter Depression herstellt.

Medikament mit raschen antidepressiven Wirkungen?

Laut den Wissenschaftlern erhöht die Fähigkeit des Medikaments, als ein robustes schnell wirkendes Antidepressivum – sogar bei niedrigen Dosen – zu dienen, die Möglichkeiten, dass das Arylcyclohexylamin Ketamin in Notaufnahmen bei Patienten mit hohem Risiko verwendet werden könnte.

„Ketamin produziert einen sehr starken Anstieg der Stimmung, der sofort die Depression lindert“, sagte Lisa Monteggia, Ph.D., außerordentliche Professorin der Psychiatrie am University of Texas Southwestern Medical Center und Senior-Autor der herausgegebenen Studie in der Zeitschrift Nature.

Gegenwärtig ist die Auswahl einer antidepressiven Behandlung ein Treffer oder Fehlschlag – und im besten Fall dauert eine typische Antidepressiva-Behandlung mehrere Wochen bis sie Depressionssymptome mildert. Wenn sie nicht erfolgreich innerhalb von 12 Wochen ist, müssen Ärzte ein anderes Antidepressivum für die Patienten ausprobieren, in der Hoffnung auf eine bessere Reaktion.

„Ketamin produziert eine schnellstartende antidepressive Wirkung, und wir hoffen, unsere Untersuchung liefert Informationen, um Depression wirksam früher behandeln zu können,“ sagte Monteggia.

„Wir haben jetzt ein neuen Weg zu erkunden, der möglicherweise Potenzial für die Entwicklung von schnelleren und länger anhaltenden Antidepressiva liefert“, sagte Monteggia.

Nebenwirkungen

Ketamin ist nicht ohne Gefahren: Im letzten Jahrzehnt hat es eine deutliche Zunahme an Missbrauch des Medikaments gegeben, das Halluzinationen, Dissoziation und hohen Blutdruck verursachen kann. Wiederholte Verwendung ist mit beeinträchtigten Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen verbunden worden.

Zurzeit ist Ketamin vom U.S. Food and Drug Administration nur für pädiatrische und Veterinäranästhesie genehmigt.

Quelle: Nature, Juli 2011

Ketamin-Nasenspray: Schnelle Hilfe gegen Depression

11.04.2014 In der ersten Placebo-kontrollierten Studie zur Behandlung mit einem Ketamin-Nasenspray ergaben die Befunde, dass das Medikament gut von Patienten mit behandlungsresistenter klinischer Depression aufgenommen wurde.

Forscher von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York berichteten in Biological Psychiatry über ihre Studie mit 20 Patienten, die entweder Ketamin (50mg Dosis) oder eine Salzlösung während zwei Behandlungstagen über ein Nasenspray verabreicht bekamen.

Von den 18 Patienten, die bis zum Ende der Behandlung dabei blieben, erfüllten acht die Reaktionskriterien innerhalb von 24 Stunden bei Ketamin im Vergleich zu einem bei der Kochsalzlösung. Ketamin zeigte sich als sicher mit minimalen dissoziativen Effekten oder Veränderung der hämodynamischen Dimension (Blutfluss in den Blutgefäßen).

„Eine der Hauptwirkungen von Ketamin im Gehirn ist, das es die NMDA-Rezeptoren [N-Methyl-D-Aspartat] blockiert“, sagte James W. Murrough.

„Es gibt einen dringenden klinischen Bedarf nach neuen Behandlungenoptionen für Depression mit neuartigen Wirkmechanismen. Durch weitere Forschung und Entwicklung könnte dies die Vorarbeit für den Einsatz von auf NMDA gerichtete Behandlungen bei klinisch-depressiven Störungen sein.“

„Wir fanden heraus, dass intranasales Ketamin gut toleriert und mit nur wenigen Nebenwirkungen eingesetzt werden kann“, sagte Psychiater und Forscher Kyle Lapidus.

Ketamin ist einer der am häufigsten eingesetzte NMDA-Rezeptorantagonisten und es ist ein genehmigtes Betäubungsmittel. Es wird seit Jahren in der Human- und Tiermedizin insbesondere in der Anästhesie und als Schmerzmittel eingesetzt.

Jedoch wird Ketamin auch als Droge missbraucht und kann zu unerwünschten psychiatrischen oder kognitiven Problemen führen, wenn es falsch eingesetzt wird.

Dennoch ist Ketamin – in niedrigen Dosen eingesetzt – bei Depression eine vielversprechende und schnell wirkende Behandlungsoption mit nur wenigen Nebenwirkungen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: The Mount Sinai Hospital / Mount Sinai School of Medicine, April 2014

Medikament zeigt eine schnelle antidepressive Wirkung

13.01.2015 Obwohl der Wirkmechanismus von Ketamin gegenwärtig noch unklar ist, bestätigt eine neue Metastudie, dass die Wirkung schnell eintritt.

Erin Drewniany und Kollegen vom Fachbereich für Pharmakologie der Temple University in Philadelphia, USA, untersuchten die Rolle von Ketamin als ein rasch einsetzendes Antidepressivum, denn die gegenwärtigen psychopharmakologischen Behandlungen von Depression brauchen Wochen bis sie wirken.

Die Forscher prüften 29 Studien und fanden heraus, dass die Ansprechrate bei Ketamin von 25 bis 100 Prozent variierte, wenn es auch keine wirksamen Vergleichssubstanzen für die subjektiven Wirkungen von Ketamin gab. In einer Überprüfung von Studien, die auch Tiermodelle einschlossen, produzierte die akute Anwendung von Ketamin eine antidepressive Wirkung bei Nagetieren.

Pharmakologische Aktivität

Ketamin hat ein breites Spektrum pharmakologischer Aktivität, inklusive der Affinität zum

  • N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) Rezeptoren (NDMAR),
  • zu den Dopamin-D2-Rezeptor und den
  • Opioid-Rezeptoren, als auch
  • der Hemmung neuronaler Wiederaufnahme-Transporter von 5-HT (5-Hydroxytryptamin) und Noradrenalin.

Wirksamkeit und Wirkmechanismus

Berichte über Ketamins Wirksamkeit bei Patienten mit klinischer Depression werden durch umfangreiche vorklinische Belege seiner Wirksamkeit bei Standardtiermodellen der Depression gestützt, schreiben die Autoren im Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics.

Der Mechanismus seiner positiven Wirkung ist nicht bekannt (es ist unwahrscheinlich, dass er durch einen direkten NMDAR Antagonismus zustande kommt, da der NMDAR Antagonist Memantin nicht antidepressiv wirkt), aber mehrere biochemische Mechanismen werden in Erwägung gezogen.

© arznei-news.de – Quellen: Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics, Temple University; Jan. 2015

Starke depressionslindernde Wirkung von Ketamin – große Metastudie

Forscher der Universität Hertfordshire haben festgestellt, dass Ketamin – berüchtigt als verbotene ‚Freizeit‘-Droge – eine äußerst starke depressionsreduzierende Wirkung hat. Obwohl Ketamine schon seit 50 Jahren in der Medizin als Betäubungsmittel im Gebrauch sind, ist das Medikament erst seit wenigen Jahren in der Erprobung bei der Behandlung von unipolarer und bipolarer Depression.

Deutliche Reduktion

Die Forschungsarbeit hat sich die Daten von 21 Studien angesehen, in denen Ketamine bei Depressiven eingesetzt wurden. Die Befunde zeigten, dass Depressionen durch eine einzige Dosis innerhalb von vier Stunden deutlich verringert werden konnten. Damit ist der Weg frei gemacht für eine neue Behandlungsoption und wegen der unmittelbaren Wirkung von Ketamin ist es besonders bei suizidalen Personen geeignet, schreiben die Wissenschaftler.

Direkte Ergebnisse

Dr. Keith Laws sagte in Human Psychopharmacology:

Ketamin als Antidepressiva einzusetzen ist eine faszinierende Möglichkeit, besonders in Bezug auf ihr Potential rasch, depressive Symptome bei Personen zu lindern, die nicht (mehr) auf traditionelle Behandlungen reagieren.

Während herkömmliche Antidepressiva und Psychotherapie Wochen oder Monate brauchen können bis irgendein Effekt eintritt, wirken Ketamin-Infusionen innerhalb von Stunden, sagte er weiter.

Die möglichen Wirkungen beim Einsatz von Ketaminen müssen aber erst in Langzeit-Studien wissenschaftlich getestet werden. Das Medikament kann auch langfristig potentiell negative Folgen haben: Es kann Blasenschäden verursachen, einige bereits vorher vorhandene psychische Störungen verschlimmern und es kann abhängig machen, schreiben die Wissenschaftler.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Universität Hertfordshire, Human Psychopharmacology; April 2015

Neue Studie zeigt, wie Ketamin Depressionen bekämpft

01.06.2020 Es hat sich gezeigt, dass das Anästhetikum Ketamin in niedrigen Dosen eine rasche Wirkung auf schwer zu behandelnde Depressionen hat.

Forscher des Karolinska Institutet berichten nun, dass sie ein Hauptziel für das Medikament identifiziert haben: spezifische Serotonin-Rezeptoren im Gehirn. Ihre Ergebnisse, die in der Zeitschrift Translational Psychiatry veröffentlicht werden, lassen auf neue, wirksame Antidepressiva hoffen.

In der ersten Phase der Studie wurden 30 Personen mit schwer zu behandelnden Depressionen randomisiert entweder einer Ketamin-Infusionsgruppe (20 Personen) oder einer Placebogruppe (Kochsalzlösung) zugeordnet.

Ansprechen auf Ketamin

Es handelte sich um eine randomisierte Doppelblindstudie, so dass weder Patient noch Arzt zunächst wussten, wer den Wirkstoff erhielt. Die Gehirne der Teilnehmer wurden vor der Infusion und 24-72 Stunden danach mit einer PET-Kamera aufgenommen.

In der nächsten Phase erhielten diejenigen, die dies wünschten (29 Personen), zwei Wochen lang zweimal wöchentlich Ketamin. Das Ergebnis war, dass über 70 Prozent der mit Ketamin behandelten Personen nach einer Bewertungsskala für Depressionen auf das Medikament ansprachen.

Serotonin-Rezeptoren

Serotonin spielt eine Schlüsselrolle bei Depressionen, und man geht davon aus, dass niedrige Konzentrationen mit schwerwiegenderen Erkrankungen in Zusammenhang stehen. Es gibt 14 verschiedene Arten von Rezeptoren für diesen Neurotransmitter auf der Oberfläche von Nervenzellen. Für ihre PET-Bildgebung verwendeten die Forscher einen radioaktiven Marker, der spezifisch an Serotonin-1B-Rezeptoren bindet.

Sie fanden heraus, dass das Ketamin über diese Rezeptoren in einem bisher unbekannten Wirkmechanismus wirkt. Die Bindung an diesen Rezeptor reduziert die Freisetzung von Serotonin, erhöht jedoch die eines anderen Neurotransmitters namens Dopamin. Dopamin ist Teil des Belohnungssystems des Gehirns und hilft den Menschen, positive Lebensgefühle zu empfinden, was bei Depressionen oft fehlt.

Ketamin-Behandlung erhöhte die Zahl der Serotonin-1B-Rezeptoren

Die Wissenschaftler zeigen damit, dass eine Ketamin-Behandlung die Zahl der Serotonin-1B-Rezeptoren erhöht, schreiben die Forscher um Mikael Tiger. Ketamin hat den Vorteil, dass es sehr schnell wirkt, aber gleichzeitig ist es ein Wirkstoff, der als Betäubungsmittel eingestuft wird und zur Abhängigkeit führen kann.

Daher wird es interessant sein, in künftigen Studien zu untersuchen, ob dieser Rezeptor ein Ziel für neue, wirksame Medikamente sein kann, die nicht die unerwünschten Wirkungen von Ketamin haben.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Translational Psychiatry.

Studie bewertet Ketamin bei geriatrischer Depression

24.07.2017 Australische Forscher haben die weltweit erste randomisierte kontrollierte Studie abgeschlossen, die Wirksamkeit und Sicherheit von Ketamin bei der Behandlung von älteren Patienten mit Depressionen bewertete.

Behandlung von älteren Patienten

Die im Fachblatt American Journal of Geriatric Psychiatry veröffentlichte Studie von Forschern der Universität von New South Wales testeten verschiedene Ketamin-Dosen bei 16 Teilnehmern (über 60 Jahre alt) mit behandlungsresistenter Depression.

Die Teilnehmer erhielten über einen Zeitraum von fünf Wochen ansteigende Dosen von Ketamin, wobei die Dosen für jeden einzelnen Teilnehmer mit einem neuen Dosistitrations-Ansatz verabreicht wurden, der von Studienautorin Prof. Colleen Loo und Mitarbeitern entwickelt wurde.

Als Teil der doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie wurde eine aktive Kontrollbehandlung eingesetzt, die eine Sedierung ähnlich wie Ketamin verursacht, um eine der Behandlungssitzungen zu ersetzen. Die Forscher überwachten nach jeder Sitzung die Stimmung und Nebenwirkungen.

Nach der Studie erhielten die Teilnehmer noch 12 Ketamin-Behandlungen in einer offenen Phase, um die Wirksamkeit von mehreren Dosen des Medikaments zu untersuchen.

Remission und Rückfall

Bei der Nachuntersuchung nach 6 Monaten zeigten 43% der Teilnehmer (7 von 14), die die Studie absolviert hatten, Remission (Nachlassen der Depressionssymptome), wobei 5 Teilnehmer unter Dosen remittierten, die unterhalb der üblicherweise verwendeten Dosis von 0,5 mg / kg lagen.

Wiederholte Behandlungen führten auch zu einer höheren Wahrscheinlichkeit der Remission oder einer längeren Dauer bis zum Rückfall mit einem Gesamtansprechen und einer Remissionsrate von 68,8% für die Patienten in der Ketamingruppe.

Dosistitration

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Dosistitration für ältere Patienten besonders hilfreich sein kann, da die beste Dosis für jede Person individuell ausgewählt wurde, um die Vorteile von Ketamin zu maximieren und gleichzeitig die nachteiligen Nebenwirkungen zu minimieren, schreibt Koautor Dr. Duncan George.

Bisherige Studien zu Ketamin-Behandlungen bei älteren Menschen mit Depressionen – fünf Fallberichte – zeigten gemischte Erfolge.

Ältere Patienten mit schwerer Depression haben oft zusätzliche Probleme bei der Suche nach einer Behandlung für ihre Erkrankung. Viele Medikamente können mehr Nebenwirkungen verursachen oder haben eine geringere Wirksamkeit wenn das Gehirn altert.

Potentielle Nebenwirkungen

Im Großen und Ganzen ist wenig über die potentiellen Nebenwirkungen des Medikaments bei verschiedenen Dosen bekannt, die kognitive und dissoziative Effekte, erhöhten Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz, Leberentzündungen und Harnprobleme einschließen können.

In dieser Studie wurde Ketamin von den Teilnehmern gut vertragen, ohne dass es zu schweren oder problematischen Nebenwirkungen kam, schreiben die Forscher.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Universität von New South Wales, American Journal of Geriatric Psychiatry; Juli 2017

Studie identifiziert effektive Ketamin-Dosen für behandlungsresistente Depressionen

15.10.2018 Eine in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry publizierte Studie ermittelte zwei subanästhetische Dosierungen des Anästhetikums Ketamin, die Patienten mit behandlungsresistenter Depression eine signifikante Symptomlinderung zu bieten scheinen.

0,1 mg/kg; 0,2 mg/kg; 0,5 mg/kg und 1,0 mg/kg vs. Placebo

Maurizio Fava vom Massachusetts General Hospital und Kollegen testeten vier verschiedene Ketamin-Dosierungen: 0,1 mg/kg; 0,2 mg/kg; 0,5 mg/kg und 1,0 mg/kg im Vergleich zu einem „aktiven“ Placebo, einem Medikament, das Nebenwirkungen hervorruft, ohne deren Auftreten die Teilnehmer erkennen könnten, dass sie das getestete Medikament nicht erhalten, was ihre Wahrnehmung der Symptomverbesserung beeinträchtigen könnte.

Die Studie umfasste 99 Erwachsene mit behandlungsresistenter Depression an sechs Forschungszentren. Die Teilnehmer wurden in fünf Gruppen randomisiert – die vier Dosierungsstufen und die aktive Kontrollgruppe, wobei weder sie noch das Forschungspersonal von den Gruppenzuordnungen Kenntnis hatten – und setzten die Einnahme ihrer zuvor verschriebenen Antidepressiva während der Studienzeit fort.

Depressionssymptome, Suizidgedanken, dissoziative Symptome

Die Teilnehmer wurden am Tag, an dem sie die Infusion erhielten, mit einer Standard-Rating-Skala für Depressionen bewertet und 2, 3, 5, 7, 14 und 30 Tage später. Weitere Instrumente maßen Stimmungsaspekte und Suizidgedanken. Dissoziative Symptome wie Gedächtnisverlust und Realitätsverlust wurden während und nach der Ketamin-Infusion untersucht, und Vitalparameter wurden unmittelbar nach der Behandlung und bei allen Nachuntersuchungen gemessen.

Deutlich stärkere Symptomverbesserung unter 0,5 und 1,0 mg

Auf der Standard-Skala der Depressionen hatten die Teilnehmer, die Ketamin erhielten, während der drei Tage nach der Infusion eine signifikant stärkere Symptomverbesserung als die in der aktiven Kontrollgruppe.

Der Vergleich der Dosierungen, bereinigt um Mehrfachvergleiche, ergab eine statistisch signifikante Verbesserung gegenüber der Kontrollgruppe nur für Teilnehmer, die 0,5 mg/kg und 1,0 mg/kg Dosen erhielten.

Die niedrige Dosis von 0,1 mg/kg brachte nur vor der Anpassung eine signifikante Entlastung, und die Dosis von 0,2 mg/kg zeigte keine signifikanten Vorteile.

Ansprechdauer

Es ist möglich, dass der Mangel an Wirksamkeit auf der Basis von 0,2 mg/kg die geringe Größe der Behandlungsgruppen und die Tatsache widerspiegeln könnte, dass die Teilnehmer dieser Gruppe von Anfang an eher behandlungsresistent waren, wie die Autoren feststellen.

Für die meisten Teilnehmer in den höher dosierten Gruppen begann der Nutzen der Ketaminbehandlung am dritten Tag nach der Behandlung zu sinken und war nach fünf Tagen nicht mehr nachweisbar.

Es gab keine signifikanten Unterschiede beim Auftreten von Nebenwirkungen zwischen allen Studienteilnehmern.

Standarddosis nicht für alle geeignet

Diese Ergebnisse unterstützen die klinische Beobachtung, dass eine Dosierungsgröße – in diesem Fall die am häufigsten untersuchte Dosis von 0,5 mg/kg – nicht für alle geeignet ist, da einige Patienten eine unterdurchschnittliche Dosierung benötigen können; und jeder Patient benötigt einen maßgeschneiderten Behandlungsplan, der Ketamin zusammen mit anderen Medikamenten und verbaler Psychotherapie beinhalten kann, schreiben die Studienautoren.

Es sei immer noch nicht bekannt, welche Faktoren eine Rolle bei der Bestimmung des mangelnden Ansprechens auf Therapien spielen oder welche die bestmögliche Strategie für Patienten mit schwerer Depression ist.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Molecular Psychiatry (2018). DOI: 10.1038/s41380-018-0256-5

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