Keytruda nach Operation senkt Rückfallrisiko bei Hochrisiko-Melanom

Immuntherapie nach der Operation senkt das Rückfallrisiko bei Patienten mit Hochrisiko-Melanom im Vergleich zu Ipilimumab oder Interferon

04.06.2021 Patienten mit Hochrisiko-Melanom, die nach ihrer Operation einen Behandlungszyklus mit Pembrolizumab (Keytruda) erhielten, wiesen eine längere Zeitspanne auf, bevor ihre Krankheit erneut auftrat, als Patienten, die entweder Ipilimumab oder hochdosiertes Interferon nach der Operation erhielten. Diese Ergebnisse einer großen klinischen Studie des SWOG Cancer Research Network (S1404) werden auf der ASCO-Jahrestagung am 6. Juni 2021 vorgestellt.

Die Forscher maßen auch das Gesamtüberleben und fanden keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Gesamtüberlebensrate zwischen den beiden Patientengruppen dreieinhalb Jahre nach dem letzten in die Studie aufgenommenen Patienten. Sie fanden jedoch heraus, dass mit Pembrolizumab behandelte Patienten weniger schwerwiegende Nebenwirkungen hatten als Patienten, die entweder mit hochdosiertem Interferon oder Ipilimumab behandelt wurden.

Studienautor Kenneth F. Grossmann fügte hinzu, dass weitere Daten aus dieser Studie Untersuchungen zur Evaluierung von Prädiktoren vor der Behandlung beinhalten werden, die Aufschluss darüber geben, ob die Patienten wahrscheinlich von der Behandlung profitieren werden, sowie Studien zur Lebensqualität, um die Auswirkungen eines Rückfalls bei Patienten mit resezierbarem Hochrisiko-Melanom besser zu verstehen.

Die Studie

In die Studie wurden 1.345 erwachsene Patienten mit Melanom im Stadium III oder IV randomisiert, die sich einer Operation zur Entfernung ihrer Tumoren unterzogen hatten. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip entweder dem Pembrolizumab-Arm oder dem Kontrollarm zugeteilt. Die Patienten im Kontrollarm entschieden gemeinsam mit ihren Ärzten, ob sie eine Behandlung mit hochdosiertem Interferon oder mit Ipilimumab erhalten wollten, die beide von der FDA für die Behandlung dieser Patienten zugelassen sind.

Toxizität; Nebenwirkungen

Wie die S1404-Forscher erwartet hatten, war die Toxizität bei den Patienten im Pembrolizumab-Arm geringer. Von den Patienten, die hochdosiertes Interferon erhielten, hatten etwa 72 % schwere Nebenwirkungen (Grad 3 oder höher). Die Rate solcher Nebenwirkungen lag bei den Ipilimumab-Patienten bei etwa 58 %, bei den Pembrolizumab-Patienten dagegen nur bei etwa 32 %.
© arznei-news.de – Quellenangabe: SWOG Cancer Research Network.

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