Kombination Relatlimab / Nivolumab verlangsamt fortgeschrittenes Melanom

Relatlimab und Nivolumab versus Nivolumab bei zuvor unbehandeltem metastasierten oder inoperablen Melanom: Gesamtüberlebens- und Ansprechraten von RELATIVITY-047 (CA224-047)

21.03.2022 Bei Patienten mit zuvor unbehandeltem metastasierten oder inoperablen Melanom zeigt die Kombination von Relatlimab + Nivolumab weiterhin einen Nutzen für das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber Nivolumab allein. Dies geht aus aktualisierten Studienergebnissen hervor, die im Rahmen der Plenarreihe der American Society for Clinical Oncology vorgestellt wurden.

Dr. Georgina V. Long vom Melanoma Institute Australia an der Universität Sydney und Kollegen teilten Patienten mit zuvor unbehandeltem metastasierten oder inoperablen Melanom nach dem Zufallsprinzip entweder Relatlimab + Nivolumab oder Nivolumab allein zu, das alle vier Wochen intravenös verabreicht wurde (355 bzw. 359 Patienten). Die Patienten wurden im Median 19,3 Monate lang beobachtet.

Die Forscher stellten fest, dass das aktualisierte mediane PFS unter Relatlimab + Nivolumab bzw. Nivolumab allein 10,2 bzw. 4,6 Monate betrug (Hazard Ratio: 0,78; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,6 bis 0,9). Das mediane Gesamtüberleben wurde unter Relatlimab + Nivolumab nicht erreicht und betrug unter Nivolumab allein 34,1 Monate (Hazard Ratio: 0,80; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,6 bis 1,0; P = 0,0593). Die Gesamtüberlebensraten betrugen 77,0 bzw. 71,6 Prozent nach 12 Monaten und 63,7 bzw. 58,3 Prozent nach 24 Monaten für Relatlimab + Nivolumab bzw. Nivolumab allein. Die bestätigten Gesamtansprechraten lagen bei 43,1 bzw. 32,6 Prozent. Bei Patienten, die Relatlimab + Nivolumab erhielten, traten mehr behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3/4 auf als bei Patienten, die nur Nivolumab erhielten (21,1 gegenüber 11,1 Prozent).

„Diese Ergebnisse liefern zusätzliche Belege für den Nutzen von zwei Checkpoint-Inhibitoren gegenüber nur einem und unterstützen die Kombination von Nivolumab und Relatlimab, die ein überschaubares Sicherheitsprofil aufweist, als potenzielle neue Behandlungsoption für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom“, sagte Long in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: American Society for Clinical Oncology





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