Lurasidon (Latuda) bei bipolarer Störung

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C-reaktives Protein und Ansprechen bei bipolarer Depression

05.09.2018 Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Konzentration eines Immunsystem-Proteins (C-reaktives Protein; CRP) im Blut und dem Ansprechen auf Lurasidon (Handelsname ist Latuda) bei der Behandlung von Patienten mit bipolarer Störung mit einer depressiven Episode entdeckt.

Charles Raison von der Universität Wisconsin-Madison und Kollegen untersuchten die Wirksamkeit des atypischen antipsychotischen Medikaments bei 485 Patienten mit bipolarer Störung, die unter einer Episode einer schweren Depression (auch bekannt als bipolare Depression) litten.

Lurasidon im Vergleich mit Placebo

Die Teilnehmer der sechswöchigen Studie erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder Lurasidon (einige nahmen 20-60 Milligramm pro Tag und andere 80-120 Milligramm) oder Placebo. Zum Zeitpunkt der Studie wussten weder die Teilnehmer noch die leitenden Wissenschaftler, wer das aktive Medikament oder das Placebo erhielt.

Als Gruppe zeigten die Teilnehmer, die während des sechswöchigen Studienzeitraums Lurasidon erhielten, eine reduzierte Depression im Vergleich zu den Teilnehmern, die Plazebo erhielten.

Zusammenhang mit CRP-Werten

Berücksichtigten die Forscher jedoch die CRP-Werte der Vorbehandlung, konnten sie ein auffälliges Muster beobachten. Bei Teilnehmern mit einem höheren Ausmaß an CRP bei der Vorbehandlung erreichte Lurasidon einen großen antidepressiven Effekt im Vergleich zu Placebo, während bei Teilnehmern mit einem niedrigen CRP-Wert der Wirkstoff keinen Vorteil gegenüber dem Placebo zeigte.

Wenn sich dies in zukünftigen Studien bestätigt, legen diese Befunde nahe, dass Kliniker einen einfachen, kostengünstigen und weit verbreiteten CRP-Bluttest zur Bestimmung der Patienten mit bipolarer Depression verwenden könnten, die potenziell von Lurasidon zu profitieren vermögen, schreiben die Studienautoren.

Eine Einschränkung der Studie ist: Sie sollte nicht untersuchen, ob CRP das Ansprechen vorhersagen würde, sagt Raison. Vielmehr wollten die Wissenschaftler verstehen, ob das fragliche Medikament zur Behandlung der bipolaren Depression beitragen kann.

© arznei-new.de – Quellenangabe: Brain, Behavior, and Immunity (2018). DOI: 10.1016/j.bbi.2018.08.009

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