Lurasidon (Latuda) bei Schizophrenie

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesem Medikament

  • Nov. 2010 FDA lässt Lurasidon HCI für Schizophrenie zu … zum Artikel
  • April 2014 CHMP Zulassungsempfehlung (Update und Zulassung) für Latuda zur Behandlung von Schizophrenie … zum Artikel
  • 02.02.2015 IQWiG: Kein zusätzlicher belegter Nutzen von Latuda bei Schizophrenie … zum Artikel
  • Weitere Infos, News zum Medikament Lurasidon (Latuda)

FDA lässt Lurasidon HCI für Schizophrenie zu

Lurasidon (Markenname Latuda) Tabletten sind von der U.S. Food and Drug Administration genehmigt worden, um erwachsene Patienten mit Schizophrenie zu behandeln, die etwa 1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der USA in einem Jahr betrifft, sagte die Agentur Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Latuda ist ein atypisches antipsychotisches Psychopharmakon.

Alle Medikamente in dieser Klasse enthalten einen Beipackzettel, der vor dem ungenehmigten Gebrauch von älteren Patienten mit demenzgebundener Psychose warnt, da es das Sterblichkeitsrisiko steigert.

Kein atypisches Antipsychotikum ist zugelassen für ältere Patienten mit demenzgebundener Psychose, warnte die Agentur.
Latuda wurde genehmigt, basierend auf vier sechswöchigen klinischen Studien mit Erwachsenen mit Schizophrenie.

Nebenwirkungen von Lurasidon

Häufigste ungünstige Reaktionen von Lurasidon schlossen:

  • Schläfrigkeit,
  • Unruhe,
  • Übelkeit, einen unkontrollierbaren Drang sich zu bewegen (Akathisie) und
  • Bewegungsstörungen einschließlich Tremor, Muskelsteifigkeit und langsame Bewegung

ein. Weitere Nebenwirkungen hier.

Latuda wird von Sunovion Pharmaceuticals produziert, Fort Lee, N.J.,USA.

© arznei-news.de – Quelle: U.S. Food and Drug Administration, Nov. 2010

CHMP Zulassungsempfehlung für Latuda zur Behandlung von Schizophrenie

Der CHMP* hat Latuda (Wirkstoff Lurasidon) von der Firma Takeda Pharma A/S für die Zulassung zur Behandlung von Schizophrenie empfohlen.

Latuda soll in Form von 18.5 mg, 37 mg und 74 mg Filmtabletten verkauft und bei Erwachsenen (ab dem Alter von 18) für die Behandlung von Schizophrenie zugelassen werden.

Ein Pharmakovigilanz-Plan für Latuda soll als Teil der Zulassung implementiert werden.

*CHMP: Committee for Medicinal Products for Human Use (Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde)

*Update EU-Zulassung 02.04.2014*

EU-Zulassung

Die Europäische Kommission hat am 27.03.2014 der Firma Takeda Pharma A/S die Genehmigung zur Vermarktung von Latuda mit der aktiven Substanz Lurasidon zur Behandlung von Schizophrenie erteilt.

Die Zulassung von Lurasidon erfolgte aufgrund von vier Studien über sechs Wochen, in denen die Wirksamkeit des Antipsychotikums im Vergleich zu einer Plazebobehandlung nachgewiesen wurde.

Die Indikation lautet: Latuda ist für die Behandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter angezeigt.

© arznei-news.de – Quelle: EMA, April 2014

IQWiG: Kein zusätzlicher belegter Nutzen von Latuda bei Schizophrenie

02.02.2015 Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) konnte in seiner Überprüfung der zur Verfügung gestellten Studiendaten keinen zusätzlichen Nutzen von Latuda (aktive Substanz Lurasidon) bei der Behandlung von Schizophrenie bei der Akuttherapie und bei der Rückfallprophylaxe im Vergleich zu den zweckmäßigen Vergleichsbehandlungen erkennen; unklar ist, ob Lurasidon ähnlich gut wirkt wie die Vergleichsmedikamente.

Akuttherapie

Latuda wurde bei der Akuttherapie vom Hersteller mit Olanzapin, Quetiapin XR oder Risperidon verglichen. Laut IQWiG wichen aber die Lurasidon-Dosen und die der Vergleichsmedikamente Risperidon, Olanzapin und Quetiapin von den Richtlinien bei der Verabreichung ab, wodurch die Studienresultate im Hinblick auf die Wirksamkeit selbst infrage zu stellen seien.

Rückfallprävention

Im Vergleich mit Risperidon zeigte sich Latuda im Hinblick auf die Rückfallprävention laut der Vergleichsstudie nicht unterlegen laut Hersteller. Laut IQWiG wurde dieser Endpunkt jedoch nicht erreich. Auch sei unsicher, ob die Wirkung bei der Unterdrückung der Schizophreniesymptome ähnlich groß sei wie die von Risperidon.

Bei den Nebenwirkungen gäbe es laut IQWiG insgesamt weder Vor- noch Nachteile für Lurasidon im Vergleich zu Risperidon.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Feb. 2015

Schreiben Sie uns >> hier << über Ihre Erfahrungen und lesen Sie die Erfahrungsberichte zu diesem Medikament.